Samstag, 13. September 2014

12. September Los Angeles


Nachdem ich heute ausgiebig und endlich wieder mit Milch frühstücken konnte (Enddarm arbeitet wieder und Frühstück ohne Milch ist für mich wie bei anderen Frühstück ohne Kaffee) wollte ich noch ein wenig die Stadt erkunden. In L.A. Gab es da nicht wirklich viel, was mich interessierte. Beim Verlassen des Hotels bemerkte ich gleich, dass die Luft deutlich wärmer und unangenehmer als am Vortag war. Zuerst fuhr ich zum Walk of Fame in Hollywood. Nicht viel erwartet und doch noch enttäuscht. Ja der Sternchenweg ist ellenlang und es sind auch noch Sternchen zu vergeben (Aslo, wer noch möchte, das nächste Dschungelcamp kommt bestimmt), aber wenn man es schon Walk of Fame nennt, sollte man es vielleicht auch pflegen. Teilweise waren die Sterne zerbrochen ansonsten meistens abgenutzt und die ganze Gegend wirkte sehr heruntergekommen auf mich. Die müssen bei den Oscar Verleihungen, schon seeeeehr genaue Kameraeinstellungen verwenden, sonst wird’s mit dem Glamour echt schwierig …....... Im Anschluss cruiste ich ein wenig durch Hollywood (ohne zu wissen ob ich irgendeine Celebrity Villa kreuzte) und fuhr hoch zum Observatorium als Aussichtspunkt zum Hollywood Schriftzug. Hier oben wurde die Luft absolut unerträglich. 41° Celsius und die Luft fühlte sich an, als würde sie sich jeden Moment selbst entzünden. Da wundert es mich nicht, dass es in den Bergen um L.A. So oft brennt und es dann dazu schwer zu löschen ist.
Nächster Punkt war das Santa Monica Pier. Eine Seebrückes, welche ich weder in Größe, noch in Kitschigkeit so bisher irgendwo gesehen habe. Der Tourinepp feiert hier wieder Hochkultur. Venice Beach wich auch kaum davon ab. An der See waren übrigends satte 13° Grad Celsius weniger. Es war also recht angenehm. Noch einmal zum Flughafen, einige Sonnenuntergangsaufnahmen machen und dann war es auch schon Essenszeit. Und da war ich heute recht hungrig, denn die Kalifornier haben mich heute echt genervt. Meist Unfreundlich, hektisch und wenn sie im Auto saßen bestenfalls unkonzentriert und schlechtestenfalls aggressiv und gefährlich.Aber wie gut zu wissen, dass sich das spätestens ab Orgeon ändert.
Also stand für mich fest: Ich brauche heute mindestens ein halbes Rind auf Toast. Ich habe mir sagen lassen, in Amerika ginge das. Mal das gute Navi zum Thema Steakhouse befragt und tatsächlich sogar eine Antwort bekommen: George Petrelli´s Famous Steak House ! Hört sich gut an, also hinfahren ! Machen wir es kurz in Ami Slang: They got a job to do ! They did it ! And they did it very well ! Ein Porterhouse Staeak nahe an der Kilogrenze ! Und die Bedienung fragt bei der Bestellung noch ob ich die Extra Large-Variante haben möchte...........wie gut, dass ich nein gesagt habe. Schliesslich gab es auch noch Salat Teller, Vorsuppe, Brot und als Beilagen Pommes und Gemüse. Ich bin froh, dass ich im Boxspringbett schlafe. Keine Bedenken zur Statik.
Damit geht für mich auch schon die zweite große Stadt zu Ende. Morgen liegt ein Fahrtag zum Sequoia National Park an. Natürlich mit einigen Flughäfen an der Strecke :-)

Freitag, 12. September 2014

11.9. Los Angeles

Heute geht der Bericht sehr kurz und schmerzlos: Es war ein Spottingday am Flughafen Los Angeles angesagt. Das Wetter war wunderbar, das neue Objektiv hat wunderbare Dienste geleistet, der Traffic war Durchschnitt (aber das reicht in LAX auch so), die Speicherkarte war voll. Ziel erreicht. Ab ins Bett. Tschüss !

Donnerstag, 11. September 2014

  1. September Twentynine Palms – Joshua Tree National Park – Victorville – Los Angeles

Heute wurde bei schönstem Wetter der erste Nationalpark in Angriff genommen. Von meiner Unterkunft in Twentynine Palms (übrigends ein Motel 6, der Kontrast zum Mandalay Bay die Tage zuvor hätte nicht größer sein können ;-)) ging es in aller Herrgottsfrühe in den Joshua Tree National Park. Ich hatte mir nicht sehr viel davon versprochen, aber es wurde ein sehr schöner Tag dort. Das Wetter war endlich sonnig und klar. So konnten endlich auch schönbe Aufnahmen auf den Chip gebannt werden. Der Joshua Tree National Park ist ein Wüstengebiet, welches vor allem durch sehr beeindruckende Felsformationen und die in Massen vorkommenden Joshua Trees geprägt ist (hätte man bei dem Namen des Parks nicht gedacht, oder ?). Anfangs machen sich diese Bäume noch rar und man sieht das für Wüsten typische Buschland. Aber auch hier hatte sich die Farbe der Pflanzen von grau und braun durch die starken Regenfälle zu einem satten Grün verwandelt. An den Strassenrändern blühten zum Teil sogar Blumen. Es ist wirklich erstaunlich, was für ein Tempo im Wachstum die Flora der Wüste hinlegt, sobald auch nur ein wenig Wasser vom Himmel fällt.
In der Mohave Wüste sehen die Kakteen irgendwie andesrs aus, als in anderen Wüsten. Zum einen sind sie recht klein (meist bis zu 1m. Und dann sehen sie recht flauschig aus. Erst bei näherer Betrachtung sind sie ebenfalls sehr wehrhaft „bestachelt“). Im Nationalpark befindet sich ein seeehr großes Feld mit diesen Kakteen, die dort auf einmal auch mannshoch werden. Im Vergleich zu meiner frühren Reise nach Namibia fand ich es sehr erstaunlich, wie die Natur am anderen Ende der Welt auf ähnliche Probleme fast die gleichen Antworten findet. Die Mitte des Parks wird von den mächtigen Steinformationen bestimmt. Diese bilden mit Ihren Beige- und Brauntönen und dem Klar blauen Himmel einen sehr schönen Farbkontrast. Im weiteren Verlauf ging es dann noch zu einem sehr beeindruckenden Viewpoint, dem „Keys View“, welcher, weil recht hoch gelegen einen beeindruckenden Überblick über die Ebene von Palm Springs bis kurz vor der mexikanischen bietet. Leider zeigt er aber auch den Smog von LA. welcher bis dorthin zieht.

Nachdem der Besuch im Joshua Tree mit vielen Eindrücken zu Ende ging fuhr ich weiter nach Victorville in Californien. Dort befindet sich ein sehr großer Flugzeugfriedhof. Weit über 100 ausrangierte Verkehrsflugzeuge warten dort auf Ihr Schicksal, welches meist die Säge bedeutet. Bevor das passiert, snd sie dort aber einfach nur abestellt und einige können vin Außen erledigt werden. Gesagt getan und es waren eingige schöne Überrschungen dabei.

So ging es zum Schluss des Tages weiter ins Hotel am Flughafen von Los Angeles. Dabei mal die Frage an das Auditorium ? Wie hat man sich in LA zurecht.gefunden als es noch keine Navis gab. Ich wäre hoffnungs unterlegen..

Mittwoch, 10. September 2014

9. September Las Vegas – Twentynine Palms



Nach einem gemütlichen Frühstück ging es in die Schlange zum Check Out (3 Check Out Schalter sind für so ein Riesenhotel doch bißchen wenig.....). Und dann hiess es auch schon Good Bye Las Vegas. Natürlich war das Wetter jetzt so, wie es sich für Las Vegas gehört. Sonnig und trocken. Naja,nächstes Mal vielleicht. Die erste Etappe führte mich heute zum Hoover Damm. Dort angekommen wunderte ich mich erst einmal wieder über Sicherheitskontrolle auf der Zufahrt. Naja, Kopf schütteln und weiterfahren. Der Damm selber ist in der Tat ein sehr beeindruckendes Bauwerk und nicht annähernd mit hiesigen Dämmen verglichen werden. Aber viel beeindruckender als das Bauwerk, fand ich den Blick auf den dahinter liegenden Lake Mead. Dieser stellt das Wassereservoir für die ganze Region dar. Und man kann sehr eindrucksvoll sehen, dass der aktuelle Wasserstand ca. 30 Meter (!) unter der früheren Wasserlinie liegt. D.h. Man lebt dort recht stark von seinen Reserven und irgendwann hat man keine mehr. Die Uferlinien haben sich zum Teil um mehrere hundert Meter verschoben. Und wenn man die immense Verschwendung in Las Vegas sieht, weiss man nicht, wo dass noch hinführen soll (bzw. man weiss es, kann es aber nicht glauben, dass die Amis sehenden Auges einfach weiterauf dieses Ende zulaufen.....)

Danach sollte es einen Nachmittag auf der Historic Route 66 geben. Gab es anfangs auch. Der Anfang ab Kingman in Arizona ist landschaftlich sehr schön. Für mich war es aber nicht so spektakulär, da mich die Bilder sehr an Südnamibia erinnerten. Einziger Unterschied: Durch die Regenfälle der vergangenen Tage war die Wüste erstaunlich grün. Die Regenfälle hatenn aber auch recht negative Erscheinungen. Sie waren in der Wüste wohl derart heftig, dass es zu großen Überschwemmungen gekommen war. So hatten alle Flussfurten Wasser geführt und haben Schlamm auf die Strassen gespült. Und genau im interessanten Teil der Route 66 mit den ganzen Geisterdörfern wurde es dann soviel Schlamm, dass die gesamte Route 66 gesperrt wurde, weil da erst einmal die Bulldozer durchmussten. So blieb mir nicht anderes übrig, als direkt nach Twentynine Palms zu fahren und den Tag als Fahrtag abzuhaken. Schade. Hoffentlich gibt’s die gleichen Probleme nicht auch morgen im Nationalpark. Daauf der Homepage und in Facebook aber keine Nachrichten sind, bin ich guter Hoffnung.

Dienstag, 9. September 2014

08.09.14 Las Vegas


Am zweiten Tag ging es nach einem üppigen Frühstücksbuffet (alle Casinohotels in Las Vegas haben ein Buffetrestaurant. Manche besser, manche schlechter. Das Mandalay Bay gehört zu den besseren aber auch zu den teureren.) zum ersten Mal zum Spotten. Die Fotoposition war schnell erreicht und diesmal wechselte auch nicht die Landerichtung. Dafür verschwand die Sonne nach gerade mal 90 Minuten hinter den Wolken einer dunklen Regenfront. Auch eine Flucht nach Nellis brachte diesmal nix. Auch der Norden von Las Vegas wurde nicht verschont. Und man mag es kaum glauben, die Sonne sollte nicht wieder auftauchen. Da erwische ich in Las Vegas doch original einen Dauerregentag ! Die Luft war natürlich auch zum Schneiden. Also zurück ins Hotel und auf Indoor Aktivitäten verlegen. Was liegt da in Las Vegas an ??? Natürlich Spielen ! Also ab in die Casinohalle und an den Automaten gesetzt. Beim ersten das System mal so gar nicht begriffen und den Einsatz mit zwei Knopfdrücken verzockt, weil man an einen Automaten mit % Dollar Mindesteinsatz geraten ist. Von jetzt an Augen auf beim Zocken. Nächster Automat lief schon besser. Erst war es auch frustrierend und mein verfügbarer Einsatz schrumpfte von 20 Dollar auf ganze 2 Dollar runter. Auf einmal blinkte das Ding wie verrückt und die Credit Anzeige stieg wie verrückt. Nun bin ich ein Spieler, den man hier in Las Vegas so gar nicht mag. Beim Gewinn gleich mal den Knopf „Print Cash Balance“ gedrückt und siehe da: Standen 255 Dollar Gewinn drauf. Schon gut wenn man zockt wie an der Börse und den Inhalt des Wortes „Gewinnmitnahme“ versteht. Und da ich das Motto hatte „Ein Automat, der einen Gewinn ausspuckt, wird das mit Sicherheit nicht so bald ein zweites Mal tun“, stand ich auf und suchte einen neuen Automaten.Gab ja wahrlich genug davon........ Wieder gespielt und wieder blinkt das Teil. Nicht so viel wie beim ersten Mal, aber 110 Dollar sind ja auch was. Wieder das gleiche Spiel, Balance ausgedruckt und weitergegangen. Bei den nächsten zwei Automaten funktionierte das Spiel nicht mehr.Inzwischen war es aber auch voller geworden im Casino und so wurden die Automaten wohl auf „Gewinnmaximierung“ programmiert.
Demnach habe ich das Weiterspielen gelassen und bin wieder in Buffetrestaurant zum Abendessen. Im Anschluss kurz frisch machen und einige Hotels weiter marschieren in das „Monte Carlo“. Dort wartete die gebuchte Abendshow auf mich: Die Blue Man Group. Es wurde eine rasante Show geboten mit viel Percussion, Pantomime, Komik und natürlich dürfen in Las Vegas auch jede Menge Special Effects nicht fehlen. War sehr gute Unterhaltung und ihr Geld wert. Damit bricht die letzte Nacht in Las Vegas an, Morgen geht’s auf die Route 66.

Montag, 8. September 2014

05. - 07.09.14 USA 2014 Hannover-Frankfurt- Las Vegas

Hallo,

es wird mal wieder Zeit, meinen Reiseblog zu füttern. Dazu gibt es nun reichlich Gelegenheit, wo es für mich hoffentlich jede Menge zu erleben und für Euch ausreichend Lesestoff gibt. Diesmal geht es auf eine Reise durch den Westen der USA. Die Stationen sind Las Vegas-Route 66 – Joshua NP – Los Angeles – Kings Canyon NP – Yosemite NP – San Francisco – Lassen NP – Crater Lake NP – Portland – Seattle.

Auf geht’s zur ersten Etappe:

05./06. September

Hannover-.Frankfurt- Las Vegas

Nachdem ich schon zwei Tage zuvor meine beiden vierbeinigen Wollknäuel beim Catsitter abgegeben hatte, ging es gleich im Anschluss von der Arbeit auf die Reise. Als hätte ich es bereits vor 3 Monaten beim Planen der Reise geahnt, dass Streiks von Lokführern und Piloten meine Reisepläne behindern könnten, hatte ich beschlossen, am Vortag meines Abfluges in Frankfurt aufzuschlagen.
Gesagt, getan. Natürlich (ich fuhr schliesslich mit der Deutschen Bahn) ging der Start nicht pünktlich von statten. Aber man will ja nicht meckern. Die Lufthansa flog schliesslich gar nicht. So kam ich dann abends am Frankfurter Flughafen an und liess mich gleich zum Park Inn Hotel bringen. So ging es am nächsten Vormittag entspannt zum Check In. Ich war gespannt, was mich alles dort erwarten würde, schliesslich flog ich mit United Airlines einer US Fluglinie. Und die Amis drehen ja sicherheitstechnisch gerne mal ein wenig am Rad. Aber erstaunlicherweise ging das nett und flott von statten. Ebenso die Sicherheitskontrolle. Da macht man selbst ein Riesenaufhebens, dass ja kein Akku bei einer Funktionskontrolle versagt und es passiert (fast) nix ! Unbezahlbar war nur der Blick des Gepäckkontrolleurs, als er auf dem Röntgenschirm den Inhalt meines Fotorucksackes entdeckte und selbigen auch prompt zur Handkontrolle anwies.

Ein eher an ein Pfadfinderausflug erinnerndes Boardingsystem (der gesamte Warteraum wird mit nummerierten Gruppenschildchen von 1-5 zugepflastert und man hat sich gefälligst gemäss seiner auf der Bordkarte vermerkten Nummer anzustellen, welche dann der Reishe nach aufgerufen werden. Das machen die nicht nur in Frankfurt so, sondern auch in Washington !) verhinderte nicht den pünktlichen Abflug. Hier wurde gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass es sich um den Abschiedsflug des Kapitäns nach 35 Jahren bei United Airlines handelte. Hat den Flug aber auch nicht irgendwie anders gemacht ;-).

Bei der Einnahme des Platzes konnte ich gleich merken, dass meine Kostspielige Entscheidung beim Web Check In auf die Premium Economy hochzubuchen goldrichtig gewesen ist. Zudem die Sitze zumindest auf der Langstrecke sehr bequem ist. Was man von der Qualität der Sitze im Inland nicht sagen kann, obwohl die Kabine recht neu war. Nach ereignislosem Flug kam ich überpünktlich in Washington/Dulles an. Nun war ich gespannt auf die Immigration, welche in den USA ja immer für Überraschungen gut ist. Zu meiner großen Freude ging es flott und sogar freundlich vorüber, der Zollbeamte war auch erfreulicherweise recht desinteressiert, das Umpacken des Gepäcks auf das Transitband ging auch schnell (gibt es eigentlich noch irgendein hoch entwickeltes Land, wo man sein Gepäck noch VOR seinem endgültigen Zielort zu Gesicht bekommt ? Die Amis lernen das wohl nie !). Was mich aber echt schwer abnervte, das direkt hinter dem Zollschalter wieder eine Sicherheitskontrolle stattfand. Und diesmal mit alle Wellen, Schuhe aus, Gürtel aus und wo mir richtig die Ader schwoll, diese tollen „Nacktscanner“ und das ohne Alternativmöglichkeit wie bei uns. Fressen oder zurück fliegen. TSA ich liebe Euch, der Zettel in meinem Koffer, den ich in Las Vegas fand, in welchem Ihr mir freundlich mitgeteilt habt, dass Ihr selbigen durchwühlt habt, hat die Beliebtheit noch ins Unermessliche gesteigert.

Dann ging es endlich weiter nach Las Vegas. Nach gefühlten 30km Fussmarsch durch Terminal ging es pünktlich ins Flugzeug. Was dann kam, war für mich auch neu. Wir wurden von der Parkposition zurückgeschoben, starteten die Triebwerke und rollten zur Startbahn, soweit noch alles normal. Auf halbem Wege blieb der Flieger stehen und schaltete die Triebwerke ab. Es war inzwischen eine Gewitterfront über dem Platz und die Starts wurden unterbrochen. Das man diese Front schon dreissig Minuten vorher aus dem Gate beobachten konnte verschweigen wir hier mal. Als der Flugbetrieb wieder aufgenommen wurde, mussten wir zu einer Startbahn am anderen Ende des Platzes (für die Profis, statt 19L gings zur 30). Nach dem wir gefühlt von Washington nach Denver gerollt sind, haben wir den Rest der Strecke noch fliegen zu Ende gebracht.

Schnell den Mietwagen übernommen (hatte ich auch noch nicht „Hallo Herr Heilmann, hier stehen unsere SUVs. Suchen Sie sich einen aus, der Ihnen am Besten gefällt.Und das machen die inzwischen mit allen Autos so) und dann ab ins Flughafenhotel und dann nur noch ins Bett gefallen nach etwa 20 Stunden Reise.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich erst einmal ein wenig spotten am Flughafen.Als ich mich am Hotel aufgerafft hatte und dann die Fotoposition gefunden hatte, wurde nach EINEM(!) Flugzeug die Bahn gewechselt und von der anderen Seite gelandet. Ich fühlte mich verarscht und erledigte erst einmal Einkäufe bei Wal Mart. Nachdem ich dort rauskam, traute ich meinem Blick an den Himmel nicht. Es war eine Gewitterfront aufgezogen ! Toll von vielleicht 20 Regentagen im Jahr lande ich natürlich einen Treffer. Mit entsprechender Schwüle dazu. So bezog ich recht früh mein neues Zimmer im Mandalay Bay Hotel und erkundete dieses im Anschluss. Und diese Kasino Hotels muss man wirklich erst erkunden ! 20 Minuten Fussmarsch von einem Ende zum anderen sind keine Seltenheit. Das Mandalay Bay hat eine große Aquarienanlage. Naja, es ist wie Sea Life in schön, aber 18 USD nicht wert. Aber seinen Preis wet ist hier nur das Zimmer. Riesengroß, toll ausgestattet und sauber und mit einem traumhaften Blick über den Sunset Strip (im 23. Stock auch kein Wunder). Ansonsten sind diese Buden reinste Geldstaubsauger. Von der Wasserflasche über das Essen bis zu den Spielhallen. Bei denen hatte ich mich ja schon auf eine gewisse Größe eingestellt. Aber die tatsächliche Größe hat mich dann aber doch erschlagen. Insbesondere in Verbindung mit der Masse an Leuten, die in einem bewundernswerten oder bedauernswerten Gleichmut ihr Geld verlieren.
In der Dunkelheit ging es den Sunset Strip hinunter um die merkwürdige Faszination dieser künstlichen Neonwelt auf einen wirken zu lassen. Den Abschluss bildeten die berühmten Fontänen vor dem Bellagio Hotel.

Freitag, 21. Februar 2014

  1. Februar Maspalomas – Mundo Aborigen – Fataga – San Bartolome – Santa Lucia de Tiranjana -Fortaleza de Ansite -Maspalomas

Heute morgen wollte ich das gute Wetter in der Gegend Maspalomas nutzen. Zuerst sollte es zum Mundo Aborigen gehen und danach wollte ich mir die Dünen von Maspalomas anschauen. Es kam dann aber anders. Zuerst ging es nach dem Tanken (Super für 1,06 EURO !!! Tanken wie zu Omas Zeiten, fehlt nur noch die D-Mark !) zum Mundo Aborigen. Dies ist eine Art Museumsdorf, wo die Lebensweise der Ur-Kanarier gezeigt wird. Das ganze ist nett aufgemacht, mit mehrsprachigen Informationstafeln. (mit sogar ganz passablen Übersetzungen ;-)). Die Ureinwohner hat man in massstabsgetreuen Puppen dargestellt. Also in etwa so groß, wie heute ein Grundschulkind. Nach etwa 1 Stunde hat man den Rundgang durch das Dorf beendet. Alles ganz nett aufgemacht, wenn es auch den Eindruck macht, als hätte die Anlage schon bessere Zeiten gesehen.

Aufgrund des tollen Wetters in den Bergen entschied ich mich nicht zu den Dünen zurückzufahren. Zumal da heute ein kräftiger Wind blies und mir nicht der Sinn nach Sandstrahl Behandlung stand. Ich fuhr also weiter in die Berge zum Dörfchen Fataga. Dies kannte ich ja schon, war aber noch nicht dazu gekommen, dort Fotos von den idyllischen Gässchen zu machen, da das Dorf bei meinen letzten Besuchen komplett im Schatten lag. Nun konnte ich dies Versäumnis nachholen. Nach dem kleinen Rundgang ging die Fahrt weiter über kurvige Strassen in die nächsten Bergdörfer San Bartolome und Santa Lucia de Tiranjana. Auf dem Weg wurde bei mehreren schönen Aussichtspunkten angehalten. In Santa Lucia Wurde mal wieder die Kirche besichtigt, welche diesmal für katholische Verhältnisse fast schlicht war und wenige Strassen weiter gab ein privat geführtes Heimatmuseum. Die Zusammenstellung der Exponate war etwas wirr, aber der Enthusiasmus des Besitzers zählt ;-)))

Wenige Kilometer ausserhalb von Santa Lucia befindet sich die Fortaleza de Ansite. Es handelt sich dabei um eine schroffe Felsformation mit einem Hochplateau. Hier haben urkanarische Völker in Höhlen gelebt, die entweder natürlichen Ursprungs waren oder auch in den Stein gehauen wurden. In dieser Gegend gab es mehrere dieser „Fortalezas“. Auf der Fortaleza de Ansite soll der Widerstand der urkanarischen Völker gegen die Spanier gebrochen worden sein. Der Sage nach liessen sich nur zwei Kanarier nicht bekehren und zogen es vor, lieber die steilen Abhänge hinunter zu springen. Diese archäologische Stätte kann heute ganz frei und umsonst besichtigt werden. Vom Parkplatz führt ein Weg durch einen natürlichen Höhlentunnel zu einem Rundweg an mehreren Höhlen der Ureinwohner vorbei.

Auf dieser Rundtour gab es endlich mal nur Sonne und angenehme Temperaturen und wenig Wind. Am Ende der Tour kam ich (wo sonst) am Flughafen raus. Und was gabs da für Wetter ??? Ich sage nur, die Wind- und Wolkenautobahn von Las Palmas zum Flughafen funktioniert weiterhin einwandfrei. Zu den wichtigen Fliegern gabs ein paar Sonnenlöcher und dann war sie auch schon hinter den Bergen untergegangen.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir noch ein schönes Muschelessen in der Bar Cofradia de Pescadores in Castillo del Romeral auf dem Weg zurück nach Maspalomas. Ich entdeckte dann noch auf der Karte, dass die Paella in diesem Restaurantmit einem Preis pro Perosn ausgewiesen war (ohne Mindestanzahl, sonst waren in allen Restaurants bisher 2 Personen Minimum). Ich fragte mit meinen rudimentären Spanischkenntnissen, ob ich am nächsten Tag auch alleine eine Paella bekommen könnte. Nach Rückfrage beim Koch, bekomme ich nun morgen extra eine Paella für mich gemacht. Ich freu mich !!!