Montag, 11. Februar 2019

21.01.19 Ushuaia und Abfahrt in die Antarktis



Heute ist zwar nicht viel Programm aber ich bin trotzdem sehr aufgeregt. Es geht heute endlich aufs Schiff. Nach dem Frühstück ging ich einmal um die Ecke und konnte einen Blick auf den Hafenkai werfen. Dort war am frühen Morgen die MV Akademik Sergey Vavilov eingetroffen und ich konnte so einen Blick auf meine neue Heimat für die kommenden 20 Tage werfen. Schon um 0900 Uhr musste ich mein Gepäck an der Rezeption zum Pick up abgeben. Danach begab ich mich zum Pier, machte einige Fotos und danach ging es nochmal zur Playa Larga zum Seevögel fotografieren, aber für die Sturmvögel war leider wieder zu wenig Wind. So blieben mir nur Fotos von Möwen, die aber mit dem Bergen im Hintergund auch sehr schön waren. Aber es schaute auch sogar ein Adler vorbei.
Dann musste ich meinen Mietwagen abgeben. Danach schlug ich in der Stadt ein wenig die Zeit tot. Um 1500 Uhr begann der Check in im Hotel Albatross. Der kürzeste Check In ever. Pass auf den Tisch legen. Fertig ! Um 1600 Uhr fuhr uns dann der Bus zum Schiff. Ganze 300 Meter Fahrt. Aber nunmal Vorschrift. Danach ging es aufs Schiff und ich lernte meinen Zimmergenossen für die Fahrt kennen. Jörgen aus Schweden wird mich begleiten. Unser Gepäck war schon auf dem Zimmer. Wir packten erst einmal unsere Koffer aus und verstauten den Inhalt in den Schränken, damit die Koffer ins Lager konnten und wir wieder Platz in der Kabine hatten. Diese war ordentlich aber einfach ausgestattet. Ist halt ein Expeditionsschiff und kein 5 Sterne Kreuzfahrtschiff. Nach 1 Stunde gab es ein kleines Welcome Buffet in der Bar mit ersten Hinweisen von der Crew. Als wir auf dem Achterdeck unsere Drinks zu uns nahmen, kam die Sonne raus und über dem Schiff stand ein doppelter Regenbogen. Wir nahmen dies als ein gutes Zeichen für die kommende Fahrt. Da wussten wir noch nicht, dass dieser doppelte Regenbogen nicht nur das gute Omen sondern auch das Motto dieser Kreuzfahrt werden sollte.
Wir bekamen alle Namensschilder zum besseren Kennenlernen. Wir sind ja nur 80 Gäste. Dazu kommen etwa 15 Mitarbeiter des Veranstalters und 40 Crewmitglieder aus Kaliningrad, die sich um das Schiff und die Bewirtung kümmern. Diese russische Crew bleibt übrigends für ein komplettes Jahr an Bord. Bordsprache ist Englisch. Nur die Russen sprechen untereinander russisch. Bevor wir ablegten liefen noch zwei neue Schiffe im Hafen, ein kleines Expeditionsschiff und danach ein dicker Kreuzfahrtdampfer. Wir legten ab und im Anschluss fand gleich der Sicherheitsdrill statt.
Dann wurden wir zum ersten Dinner gerufen. Es wird peinlichst darauf geachtet, dass jeder die Hände vorm Betreten desinfiziert. Die Ärztin Kate steht neben der Tür und Ihrem scharfen Auge entgeht nichts. Beim Essen ist Buffet beim Frühstück komplett und bei den anderen Mahlzeiten nur für die Salate. Ansonsten wird zuerst eine Suppe serviert und danach kann man aus 2-3 Tellergerichten auswählen und im Anschluss wird ein Nachtisch serviert. Und bestellt man sich einen Wein, muss man ihn nicht austrinken, die Flasche wird mit Namen versehen und man kann schon bei den nächsten Mahlzeiten weitertrinken. Es ist Free Seating und, was ich sehr schön finde, die Mitglieder der kanadischen Veranstalter Crew mischen sich beim Essen unter die Gäste, so lernt man sich sehr gut kennen. Die Gäste sind sehr international. Viele Kanadier, dazu Amerikaner, Chinesen, Australier, Neuseeländer, Kolumbianer, Holländer, Briten und ich bin einer von ganzen 3 Deutschen. Wundert Euch also nicht, wenn ich nach meiner Rückkehr eher einen Spenglisch mix spreche als Deutsch.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen