Montag, 11. Februar 2019

23.01.19 Drake Passage Tag 2



Die Drake Passage präsentiert sich glücklicherweise weiterhin eher als Drake Lake. Nur leichte Wellenbewegung und somit auch nur wenig Bewegung im Schiff. Selbst die Besatzung kann sich nicht entsinnen, wann sie das letzte Mal eine so ruhige Überfahrt hatten. Es ist aber eine knappe Angelegenheit. Uns wurden heute die Wetterkarten gezeigt. Genau hinter uns zieht ein Sturm durch. Nur einen Tag später wären wir wirklich in Probleme geraten.
Nach dem Frühstück erhielten wir einen Vortrag über die in der Antarktis vorkommenden Bartenwale. Das sind alle Wale ohne Zähne, z.B. Blauwal, Buckelwal, etc.. Sehr interessant und wird uns bei Sichtungen bestimmt weiterhelfen, die einzelnen Arten auseinanderzuhalten.
Kurz vorm Mittagessen wurde der erste Eisberg gesichtet. Es gab einen Wettbewerb, wann und wo der erste Eisberg gesichtet wird. Ich lag satte 4 Stunden daneben.  Danach konnte man von Deck sehr gut verschiedene Seevögel beobachten und fotografieren. Gegen 16 Uhr kam ein großer Tafeleisberg in Sicht. Gleich im Anschluss erhielten wir, passend zum Anlass AUF Deck, eine Einweisung zum Camping, welches am Folgetag geplant ist. Hier wird unter freiem Himmel eine Nacht im Schlafsack in einem Schneeloch verbracht. Ich habe den Schlafsack ausprobiert und wie zu erwarten war, war er zu klein. Die Mütze ging nicht über den Kopf und die Arme passten nicht hinein.  Aber nachdem ich ein „wenig“ am fluchen war, denn ich hatte mich echt darauf gefreut, kam die Besatzung zu mir und hat nach einer Lösung gesucht. Ich bekomme nun 2 Schlafsäcke und so halten wir auch meinen Oberkörper warm. Nun muss nur noch das Wetter passen, denn die Ausläufer des o.g. Sturms erreichen uns auch hier. Die Frage ist, wie schnell ziehen sie durch.
Im Anschluss wurden wir in der Bar informiert, was denn in den nächsten Tagen alles für uns auf dem Programm steht für den Antarktis Teil der Reise. Natürlich alles unter Wettervorbehalt.
Am Abend gab es dann noch ein nettes Spielchen auf dem Programm mit dem Namen „How Big is it ?“ An den Tischen wurden Gruppen gebildet. Ich bildete mit ein paar Schweden die Gruppe OPD = Obssessive Pinguin Disorder. Man wurde gefragt, wie groß verschiedene Dinge sind und dann  mußte mit einer Wäscheklammer an einer Leine seine Antwort abgeben. Dann wurde nachgemessen. OPD machte immerhin Platz 3 und hatte Spaß dabei.
Es ging dann früh ins Bett. Ab morgen geht´s in die Boote und täglich 2 Expeditionen. Die Spannung steigt.

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