Montag, 8. September 2014

05. - 07.09.14 USA 2014 Hannover-Frankfurt- Las Vegas

Hallo,

es wird mal wieder Zeit, meinen Reiseblog zu füttern. Dazu gibt es nun reichlich Gelegenheit, wo es für mich hoffentlich jede Menge zu erleben und für Euch ausreichend Lesestoff gibt. Diesmal geht es auf eine Reise durch den Westen der USA. Die Stationen sind Las Vegas-Route 66 – Joshua NP – Los Angeles – Kings Canyon NP – Yosemite NP – San Francisco – Lassen NP – Crater Lake NP – Portland – Seattle.

Auf geht’s zur ersten Etappe:

05./06. September

Hannover-.Frankfurt- Las Vegas

Nachdem ich schon zwei Tage zuvor meine beiden vierbeinigen Wollknäuel beim Catsitter abgegeben hatte, ging es gleich im Anschluss von der Arbeit auf die Reise. Als hätte ich es bereits vor 3 Monaten beim Planen der Reise geahnt, dass Streiks von Lokführern und Piloten meine Reisepläne behindern könnten, hatte ich beschlossen, am Vortag meines Abfluges in Frankfurt aufzuschlagen.
Gesagt, getan. Natürlich (ich fuhr schliesslich mit der Deutschen Bahn) ging der Start nicht pünktlich von statten. Aber man will ja nicht meckern. Die Lufthansa flog schliesslich gar nicht. So kam ich dann abends am Frankfurter Flughafen an und liess mich gleich zum Park Inn Hotel bringen. So ging es am nächsten Vormittag entspannt zum Check In. Ich war gespannt, was mich alles dort erwarten würde, schliesslich flog ich mit United Airlines einer US Fluglinie. Und die Amis drehen ja sicherheitstechnisch gerne mal ein wenig am Rad. Aber erstaunlicherweise ging das nett und flott von statten. Ebenso die Sicherheitskontrolle. Da macht man selbst ein Riesenaufhebens, dass ja kein Akku bei einer Funktionskontrolle versagt und es passiert (fast) nix ! Unbezahlbar war nur der Blick des Gepäckkontrolleurs, als er auf dem Röntgenschirm den Inhalt meines Fotorucksackes entdeckte und selbigen auch prompt zur Handkontrolle anwies.

Ein eher an ein Pfadfinderausflug erinnerndes Boardingsystem (der gesamte Warteraum wird mit nummerierten Gruppenschildchen von 1-5 zugepflastert und man hat sich gefälligst gemäss seiner auf der Bordkarte vermerkten Nummer anzustellen, welche dann der Reishe nach aufgerufen werden. Das machen die nicht nur in Frankfurt so, sondern auch in Washington !) verhinderte nicht den pünktlichen Abflug. Hier wurde gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass es sich um den Abschiedsflug des Kapitäns nach 35 Jahren bei United Airlines handelte. Hat den Flug aber auch nicht irgendwie anders gemacht ;-).

Bei der Einnahme des Platzes konnte ich gleich merken, dass meine Kostspielige Entscheidung beim Web Check In auf die Premium Economy hochzubuchen goldrichtig gewesen ist. Zudem die Sitze zumindest auf der Langstrecke sehr bequem ist. Was man von der Qualität der Sitze im Inland nicht sagen kann, obwohl die Kabine recht neu war. Nach ereignislosem Flug kam ich überpünktlich in Washington/Dulles an. Nun war ich gespannt auf die Immigration, welche in den USA ja immer für Überraschungen gut ist. Zu meiner großen Freude ging es flott und sogar freundlich vorüber, der Zollbeamte war auch erfreulicherweise recht desinteressiert, das Umpacken des Gepäcks auf das Transitband ging auch schnell (gibt es eigentlich noch irgendein hoch entwickeltes Land, wo man sein Gepäck noch VOR seinem endgültigen Zielort zu Gesicht bekommt ? Die Amis lernen das wohl nie !). Was mich aber echt schwer abnervte, das direkt hinter dem Zollschalter wieder eine Sicherheitskontrolle stattfand. Und diesmal mit alle Wellen, Schuhe aus, Gürtel aus und wo mir richtig die Ader schwoll, diese tollen „Nacktscanner“ und das ohne Alternativmöglichkeit wie bei uns. Fressen oder zurück fliegen. TSA ich liebe Euch, der Zettel in meinem Koffer, den ich in Las Vegas fand, in welchem Ihr mir freundlich mitgeteilt habt, dass Ihr selbigen durchwühlt habt, hat die Beliebtheit noch ins Unermessliche gesteigert.

Dann ging es endlich weiter nach Las Vegas. Nach gefühlten 30km Fussmarsch durch Terminal ging es pünktlich ins Flugzeug. Was dann kam, war für mich auch neu. Wir wurden von der Parkposition zurückgeschoben, starteten die Triebwerke und rollten zur Startbahn, soweit noch alles normal. Auf halbem Wege blieb der Flieger stehen und schaltete die Triebwerke ab. Es war inzwischen eine Gewitterfront über dem Platz und die Starts wurden unterbrochen. Das man diese Front schon dreissig Minuten vorher aus dem Gate beobachten konnte verschweigen wir hier mal. Als der Flugbetrieb wieder aufgenommen wurde, mussten wir zu einer Startbahn am anderen Ende des Platzes (für die Profis, statt 19L gings zur 30). Nach dem wir gefühlt von Washington nach Denver gerollt sind, haben wir den Rest der Strecke noch fliegen zu Ende gebracht.

Schnell den Mietwagen übernommen (hatte ich auch noch nicht „Hallo Herr Heilmann, hier stehen unsere SUVs. Suchen Sie sich einen aus, der Ihnen am Besten gefällt.Und das machen die inzwischen mit allen Autos so) und dann ab ins Flughafenhotel und dann nur noch ins Bett gefallen nach etwa 20 Stunden Reise.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich erst einmal ein wenig spotten am Flughafen.Als ich mich am Hotel aufgerafft hatte und dann die Fotoposition gefunden hatte, wurde nach EINEM(!) Flugzeug die Bahn gewechselt und von der anderen Seite gelandet. Ich fühlte mich verarscht und erledigte erst einmal Einkäufe bei Wal Mart. Nachdem ich dort rauskam, traute ich meinem Blick an den Himmel nicht. Es war eine Gewitterfront aufgezogen ! Toll von vielleicht 20 Regentagen im Jahr lande ich natürlich einen Treffer. Mit entsprechender Schwüle dazu. So bezog ich recht früh mein neues Zimmer im Mandalay Bay Hotel und erkundete dieses im Anschluss. Und diese Kasino Hotels muss man wirklich erst erkunden ! 20 Minuten Fussmarsch von einem Ende zum anderen sind keine Seltenheit. Das Mandalay Bay hat eine große Aquarienanlage. Naja, es ist wie Sea Life in schön, aber 18 USD nicht wert. Aber seinen Preis wet ist hier nur das Zimmer. Riesengroß, toll ausgestattet und sauber und mit einem traumhaften Blick über den Sunset Strip (im 23. Stock auch kein Wunder). Ansonsten sind diese Buden reinste Geldstaubsauger. Von der Wasserflasche über das Essen bis zu den Spielhallen. Bei denen hatte ich mich ja schon auf eine gewisse Größe eingestellt. Aber die tatsächliche Größe hat mich dann aber doch erschlagen. Insbesondere in Verbindung mit der Masse an Leuten, die in einem bewundernswerten oder bedauernswerten Gleichmut ihr Geld verlieren.
In der Dunkelheit ging es den Sunset Strip hinunter um die merkwürdige Faszination dieser künstlichen Neonwelt auf einen wirken zu lassen. Den Abschluss bildeten die berühmten Fontänen vor dem Bellagio Hotel.

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