Samstag, 16. Februar 2019

15.02.19 Pisco Elqui – Santiago


Kein aufregendes Programm heute. Morgens noch einmal die Ruhe und die Landschaft des Elqui Tals genießen. Nach dem Frühstück stand der letzte aber auch der längste Fahrtag der ganzen Reise auf dem Programm. Fast 800 km bis nach Santiago lagen vor mir. Etwa 8-9 Stunden Fahrt. Genauso kam es auch. Ich habe nur eine Pause und einen Tankstop eingelegt. Ich kam ca. 1900 Uhr an meinem Ziel an. Ein kleines B&B im Vorort Chicureo. Auch noch von einem Detschen betrieben, wie ich bei Ankunft feststellte. Namensvetter Andreas begrüße mich an der Einfahrt, nachdem ich erfolgreich den Pförtner der Wohnanlage passieren konnte. Diese Pförtner sind in Chile reines Statussymbol und keine Sicherheitsnotwendigkeit, wie in manch anderen Ländern. Andreas war recht redselig und ich erfuhr viel über sein Leben und das Leben in Chile allgemein. Er lebt seit 25 Jahren in Chile. Seit kurzem ist er nicht mehr berufstätig und seine Ehe mit einer Einheimischen ist ebenfalls in die Brüche gegangen. Ich werde einer seiner letzten Gäste sein. Das Haus steht zum Verkauf und er wird nach dem Verkauf nach Deutschland zurückkehren. Andreas wirkt sehr informiert über Chile und die Gesellschaft. Aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass er die negativen Seiten der chilenischen Gesellschaft (und davon gibt´s leider viele) nie akzeptieren konnte. So kam das Scheitern mit ordentlich Verspätung aber trotzdem zwangsläufig. Ich hoffe, er wird in Deutschland wieder Fuß fassen und es wird ihm besser gehen.

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