In der Nacht haben wir den Beagle Kanal verlassen und die
offene See erreicht. Nun kommt der spannende Part. Die Drake Passage ist der
Vorhof von Kap Hoorn und damit meist eine eher unruhige Überfahrt. Man sagt, es
gibt zwei Möglichkeiten: „Drake Lake“ oder „Drake Shake“. Auf der letzten Fahrt
soll es wohl so übel gewesen sein, dass am zweiten Tag ganze 8 Passagiere zum
Frühstück erschienen. Uns bleibt dieses glücklicherweise erspart. Wir haben
eher „Drake Lake“. Trotzdem musste ich nach dem Aufstehen, ein leichtes
Unwohlsein feststellen. War gar nicht eine Übelkeit, aber mein Kreislauf war
nicht der fitteste. Kann natürlich auch am Medikament liegen. Aber
komischerweise, war alles das etwa 30 Minuten vorm Lunch erledigt und ich war
topfit.
Am morgen stand ein verpflichtendes Briefing zu den
Standards der IAATO, einer Vereinigung aller Reiseveranstalter, die in der
Antarktis tätig sind, auf dem Programm. Hier geht vor allem um Standards unter
welchen Tourismus in der Antarktis stattfindet und an die sich dann auch jeder
Gast halten muss. Im Anschluss dann gleich das nächste Briefing zur Sicherheit
bei den Zodiac Touren. Nachmittags wurden wir dann in den „Mud Room“ gerufen,
in welchem wir zukünftig unsere Expeditionskleidung anlegen und diese nach
Rückkehr reinigen um keine Verunreinigung von Biosphären mit fremdartigen
Pflanzen oder Tieren hervorzurufen.
Der Nachmittag stand dann eher im Zeichen des „Socialising“,
also des gegenseitigen Kennenlernens in der Bar. Am Abend begab ich mich mit
Jörgen noch auf das Deck am Heck des Schiffes um einen Wanderalbatros zu
beobachten und zu fotografieren, der dem Schiff folgte. Froh, den ersten Tag
nicht über der Kotztüte verbracht haben zu müssen, ging es in Bett.
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