- Februar Maspalomas – Mundo Aborigen – Fataga – San Bartolome – Santa Lucia de Tiranjana -Fortaleza de Ansite -Maspalomas
Heute morgen wollte ich das gute Wetter
in der Gegend Maspalomas nutzen. Zuerst sollte es zum Mundo Aborigen
gehen und danach wollte ich mir die Dünen von Maspalomas anschauen.
Es kam dann aber anders. Zuerst ging es nach dem Tanken (Super für
1,06 EURO !!! Tanken wie zu Omas Zeiten, fehlt nur noch die D-Mark !)
zum Mundo Aborigen. Dies ist eine Art Museumsdorf, wo die Lebensweise
der Ur-Kanarier gezeigt wird. Das ganze ist nett aufgemacht, mit
mehrsprachigen Informationstafeln. (mit sogar ganz passablen
Übersetzungen ;-)). Die Ureinwohner hat man in massstabsgetreuen
Puppen dargestellt. Also in etwa so groß, wie heute ein
Grundschulkind. Nach etwa 1 Stunde hat man den Rundgang durch das
Dorf beendet. Alles ganz nett aufgemacht, wenn es auch den Eindruck
macht, als hätte die Anlage schon bessere Zeiten gesehen.
Aufgrund des tollen Wetters in den
Bergen entschied ich mich nicht zu den Dünen zurückzufahren. Zumal
da heute ein kräftiger Wind blies und mir nicht der Sinn nach
Sandstrahl Behandlung stand. Ich fuhr also weiter in die Berge zum
Dörfchen Fataga. Dies kannte ich ja schon, war aber noch nicht dazu
gekommen, dort Fotos von den idyllischen Gässchen zu machen, da das
Dorf bei meinen letzten Besuchen komplett im Schatten lag. Nun konnte
ich dies Versäumnis nachholen. Nach dem kleinen Rundgang ging die
Fahrt weiter über kurvige Strassen in die nächsten Bergdörfer San
Bartolome und Santa Lucia de Tiranjana. Auf dem Weg wurde bei
mehreren schönen Aussichtspunkten angehalten. In Santa Lucia Wurde
mal wieder die Kirche besichtigt, welche diesmal für katholische
Verhältnisse fast schlicht war und wenige Strassen weiter gab ein
privat geführtes Heimatmuseum. Die Zusammenstellung der Exponate war
etwas wirr, aber der Enthusiasmus des Besitzers zählt ;-)))
Wenige Kilometer ausserhalb von Santa
Lucia befindet sich die Fortaleza de Ansite. Es handelt sich dabei um
eine schroffe Felsformation mit einem Hochplateau. Hier haben
urkanarische Völker in Höhlen gelebt, die entweder natürlichen
Ursprungs waren oder auch in den Stein gehauen wurden. In dieser
Gegend gab es mehrere dieser „Fortalezas“. Auf der Fortaleza de
Ansite soll der Widerstand der urkanarischen Völker gegen die
Spanier gebrochen worden sein. Der Sage nach liessen sich nur zwei
Kanarier nicht bekehren und zogen es vor, lieber die steilen Abhänge
hinunter zu springen. Diese archäologische Stätte kann heute ganz
frei und umsonst besichtigt werden. Vom Parkplatz führt ein Weg
durch einen natürlichen Höhlentunnel zu einem Rundweg an mehreren
Höhlen der Ureinwohner vorbei.
Auf dieser Rundtour gab es endlich mal
nur Sonne und angenehme Temperaturen und wenig Wind. Am Ende der Tour
kam ich (wo sonst) am Flughafen raus. Und was gabs da für Wetter ???
Ich sage nur, die Wind- und Wolkenautobahn von Las Palmas zum
Flughafen funktioniert weiterhin einwandfrei. Zu den wichtigen
Fliegern gabs ein paar Sonnenlöcher und dann war sie auch schon
hinter den Bergen untergegangen.
Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir
noch ein schönes Muschelessen in der Bar Cofradia de Pescadores in
Castillo del Romeral auf dem Weg zurück nach Maspalomas. Ich
entdeckte dann noch auf der Karte, dass die Paella in diesem
Restaurantmit einem Preis pro Perosn ausgewiesen war (ohne
Mindestanzahl, sonst waren in allen Restaurants bisher 2 Personen
Minimum). Ich fragte mit meinen rudimentären Spanischkenntnissen, ob
ich am nächsten Tag auch alleine eine Paella bekommen könnte. Nach
Rückfrage beim Koch, bekomme ich nun morgen extra eine Paella für
mich gemacht. Ich freu mich !!!
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