Freitag, 21. Februar 2014

  1. Februar Maspalomas – Mundo Aborigen – Fataga – San Bartolome – Santa Lucia de Tiranjana -Fortaleza de Ansite -Maspalomas

Heute morgen wollte ich das gute Wetter in der Gegend Maspalomas nutzen. Zuerst sollte es zum Mundo Aborigen gehen und danach wollte ich mir die Dünen von Maspalomas anschauen. Es kam dann aber anders. Zuerst ging es nach dem Tanken (Super für 1,06 EURO !!! Tanken wie zu Omas Zeiten, fehlt nur noch die D-Mark !) zum Mundo Aborigen. Dies ist eine Art Museumsdorf, wo die Lebensweise der Ur-Kanarier gezeigt wird. Das ganze ist nett aufgemacht, mit mehrsprachigen Informationstafeln. (mit sogar ganz passablen Übersetzungen ;-)). Die Ureinwohner hat man in massstabsgetreuen Puppen dargestellt. Also in etwa so groß, wie heute ein Grundschulkind. Nach etwa 1 Stunde hat man den Rundgang durch das Dorf beendet. Alles ganz nett aufgemacht, wenn es auch den Eindruck macht, als hätte die Anlage schon bessere Zeiten gesehen.

Aufgrund des tollen Wetters in den Bergen entschied ich mich nicht zu den Dünen zurückzufahren. Zumal da heute ein kräftiger Wind blies und mir nicht der Sinn nach Sandstrahl Behandlung stand. Ich fuhr also weiter in die Berge zum Dörfchen Fataga. Dies kannte ich ja schon, war aber noch nicht dazu gekommen, dort Fotos von den idyllischen Gässchen zu machen, da das Dorf bei meinen letzten Besuchen komplett im Schatten lag. Nun konnte ich dies Versäumnis nachholen. Nach dem kleinen Rundgang ging die Fahrt weiter über kurvige Strassen in die nächsten Bergdörfer San Bartolome und Santa Lucia de Tiranjana. Auf dem Weg wurde bei mehreren schönen Aussichtspunkten angehalten. In Santa Lucia Wurde mal wieder die Kirche besichtigt, welche diesmal für katholische Verhältnisse fast schlicht war und wenige Strassen weiter gab ein privat geführtes Heimatmuseum. Die Zusammenstellung der Exponate war etwas wirr, aber der Enthusiasmus des Besitzers zählt ;-)))

Wenige Kilometer ausserhalb von Santa Lucia befindet sich die Fortaleza de Ansite. Es handelt sich dabei um eine schroffe Felsformation mit einem Hochplateau. Hier haben urkanarische Völker in Höhlen gelebt, die entweder natürlichen Ursprungs waren oder auch in den Stein gehauen wurden. In dieser Gegend gab es mehrere dieser „Fortalezas“. Auf der Fortaleza de Ansite soll der Widerstand der urkanarischen Völker gegen die Spanier gebrochen worden sein. Der Sage nach liessen sich nur zwei Kanarier nicht bekehren und zogen es vor, lieber die steilen Abhänge hinunter zu springen. Diese archäologische Stätte kann heute ganz frei und umsonst besichtigt werden. Vom Parkplatz führt ein Weg durch einen natürlichen Höhlentunnel zu einem Rundweg an mehreren Höhlen der Ureinwohner vorbei.

Auf dieser Rundtour gab es endlich mal nur Sonne und angenehme Temperaturen und wenig Wind. Am Ende der Tour kam ich (wo sonst) am Flughafen raus. Und was gabs da für Wetter ??? Ich sage nur, die Wind- und Wolkenautobahn von Las Palmas zum Flughafen funktioniert weiterhin einwandfrei. Zu den wichtigen Fliegern gabs ein paar Sonnenlöcher und dann war sie auch schon hinter den Bergen untergegangen.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir noch ein schönes Muschelessen in der Bar Cofradia de Pescadores in Castillo del Romeral auf dem Weg zurück nach Maspalomas. Ich entdeckte dann noch auf der Karte, dass die Paella in diesem Restaurantmit einem Preis pro Perosn ausgewiesen war (ohne Mindestanzahl, sonst waren in allen Restaurants bisher 2 Personen Minimum). Ich fragte mit meinen rudimentären Spanischkenntnissen, ob ich am nächsten Tag auch alleine eine Paella bekommen könnte. Nach Rückfrage beim Koch, bekomme ich nun morgen extra eine Paella für mich gemacht. Ich freu mich !!!

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