Dienstag, 12. Februar 2019

08.02.+09.02.19 Falkland Inseln und Rückflug nach Santiago



Heute sollten wir nun am Ziel unserer Reise ankommen. Es stand nochmal ein Tag mit einer Exkursion auf dem Programm. Eine Landung auf der Sealion Island war geplant, um noch einmal Seelöwen und Macaroni Pinguine zu besuchen. Kurz nach dem Frühstück kamen wir an und es war schnell klar, das wird nix. Viel zu viel Wellengang. Die Falkand Inseln sind halt flach. Da ist es schwierig, Schutz vor dem Wind zu finden. Aber unser Expeditionsleiter hatte einen Plan B. Wir fuhren etwa 2 Stunden weiter nach Bleaker Island. Dort angekommen zeigten sich die Bedingungen etwas freundlicher. Das Schiff ankerte und wir schlüpften ein letztes Mal in unsere Expeditionsklammotten und sammelten uns an der Gangway. Die Guides fuhren im ersten Zodiac los, um die Landestelle für uns vorzubereiten. Rockhopper Pinguine warteten an Land auf uns. Doch es stellte sich raus, dass die Kraft des doppelten Regenbogens, der uns bisher eine so tolle Reise beschert hat, uns leider verlassen hat und auf Südgeorgien geblieben ist. Der Wind frischte plötzlich auf und die Guides konnten selber froh sein, heile wieder an Bord gekommen zu sein. Wir mussten uns ohne das Schiff zu verlassen wieder aus den Klamotten schälen und damit war der Expeditionstag gelaufen. Das Schiff nahm Kurs auf Port Stanley. Wir begannen, die Koffer zu packen. Am Nachmittag wurden die Bordrechnungen beglichen. Am Abend gab es dann noch ein Kapitänsdinner und noch eine tolle Zusammenfassung der Reise unseres Schiffsfotografen Steve. Als Erinnerung erhielten wir diese und viele andere Dateien als Andenken auf einem USB Stick. Und so ließen wir den Abend gemütlich in der Bar ausklingen.
Früh am Morgen legten wir in Port Stanley an. Es gab nochmal ein Frühstück an Bord, doch um 08.30 Uhr kamen die Busse und es war Abschied nehmen angesagt. Abschied von einem tollen Schiff und einer unglaublichen Crew. Wir beendeten eine Reise, die auch für die Crew einfach nur unfassbar toll gewesen ist. Wir hatten ruhige Seepassagen in die Antarktis und nach Südgeorgien. 17 von 20 vorgesehenen Exkursionen fanden wie geplant statt. Normalerweise ist die Quote höchstens bei 75%, meistens weniger. So hatten nicht nur wir, sondern auch die Crew eine ganz spezielle Reise und sie haben es uns mit unglaublich viel Einsatz, Engagement und Spaß gedankt. So gab es an de Gangway reichlich Umarmungen, denn Crew und Passagiere sind im Verlauf der Fahrt eng zusammengewachsen.
Die Busse brachten uns in die „Innenstadt“ von Port Stanley. Die besteht aus einer Straße von etwa 500 Metern Länge. Dort finden sich diverse Souvenirshops und andere Läden. Die örtliche Zeitung „Pinguin News“ ist dort auch zu finden. Und das unvermeidliche Denkmal zum Falkland Krieg mit den Namen aller gefallen und einer Büste der „eisernen Lady“ Margaret Thatcher ebenso.
Um kurz vor 11.00 Uhr mussten wir wieder an den Bussen sein. Die Fahrt zum Flughafen Mount Pleasant dauert allen Ernstes eine ganze Stunde. Auf dem Weg durch die Stadt erhielten wir von der englischen Begleitung noch erklärende Worte zur Insel und dem Leben dort. Alles recht patriotisch eingefärbt, aber wenigstens mit britischem Humor. Mount Pleasant ist der britische Militärflugplatz auf dem einmal pro Woche ein Charterflug der LATAM aus Punta Arenas landet, um Kreuzfahrt Passagiere hin- und herzufliegen. Die Abfertigung ist daher etwas abenteuerlich und die Sicherheitskontrolle ultrastreng. Ich liebe aber die Check In Agentin. Wir hatten auf dem Flug nur 1 Koffer Gepäck frei. Erst auf dem zweiten Leg hatte ich durch meine eigene Buchung 2 Koffer frei. Durch die strenge Kontrolle bekam ich zudem meine Fototasche nicht als Handgepäck durch und hatte somit nun 3 Stücke aufzugebendes Gepäck und ordentlich Übergepäck. Ich musste keinen Cent zahlen. Und auf dem langen Flug von Punta Arenas nach Santiago bekam ich ohne zu fragen einen Notausgangsitz mit mehr Beinfreiheit. So liebe ich das. Die Flüge waren unauffällig, die Passkontrolle in Punta Arenas war sehr schleppend und führte durch die hohe Zahl an Transitpassagieren, die wie ich weiter nach Santiago flogen, zu Verspätung. In Santiago angekommen, war dann auch Abschied von den anderen Gästen angesagt. Viele neue Freunde gewonnen. Mal schauen, wie viel Kontakte bestehen bleiben. Todmüde fiel ich im Flughafenhotel ins Bett. Leider war mir kein ruhiger Schlaf vergönnt. Das Hotel hatte eine Hochzeitsfeier im Haus ………..

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