Montag, 11. Februar 2019

27.01.19 Deception Island und Fast Point



Heute Morgen stand Deception Island auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um eine Vulkaninsel, wo die Spitze in einer riesigen Eruption weggeflogen ist und der Krater dann mit Seewasser volllief. Diese Lagune ist nun von einer Kaldera umgeben, in der sich immer noch aktive Vulkane befinden. Der letzte Ausbruch war Ende der 70er Jahre. Man kann von außen in die Lagune hinein fahren und sich dann verschiedene Punkte anschauen. Die Neuerwerbung von One Ocean Expeditions, die „Resolute“, hierbei handelt es sich um die ehemalige MS Hanseatic von Hapag Lloyd Kreuzfahrten lag gleich neben der Einfahrt vor einer verlassenen Walfangstation. Wir fuhren weiter zu einem Punkt namens Telephone Point. Dort stand eine kurze Wanderung auf dem Berg und ein Bad in warmen Quellen auf dem Programm. Da die Bergerklimmung für mich eh ausgefallen wäre, das Bad jetzt nicht sooooo das Highlight für mich darstellte und ich heute morgen wirklich nicht in Form war, entschied ich mich den Ausflug ausfallen zu lassen und an Bord zu bleiben. Wie ich später erfuhr, war ich nicht der Einzige, dem es so erging. Nach den Erzählungen der Mitreisenden, die an Land waren, war es die richtige Entscheidung. Der Ausflug war nicht so aufregend, dass er die Mühe am Morgen lohnte. Da habe ich mich lieber für den Nachmittag erholt.
Diese Entscheidung sollte sich aus als richtig herausstellen. Dieser Trip war wunderschön aber anstrengend. Fast Point ist eine kleine Halbinsel die von einem sehr markenten Felsen abgeschlossen wird. Zwischen de Festland und dem Felsen verläuft ein flacher Steinstrand. Auf diesem leben Eselspinguine, Zügelpinguine und Robben mehr oder weniger friedlich miteinander. Durch die exponierte Lage ist es hier windig und die Überfahrt stellte sich als Herausforderung dar. Das Wetter war, sagen wir mal „antarktisch“. So wurden wir in den Zodiacs ordentlich durchgeschüttelt und nass. Zumal die Überfahrt auch noch relativ lang war. Am Strand waren wir aber wenigstens etwas windgeschützt Ein Nieselregen begleitete uns aber über den gesamten Aufenthalt. Hier lernte man die wirklich gute Schutzkleidung schätzen. Wir blieben trocken und warm du konnten so den Aufenthalt trotzdem genießen. Und das war nicht so schwer. Denn hier stand man einfach mitten unter den Tieren. Dazu waren alle kunterbunt durchmischt und nicht in getrennten Kolonien. So dicht kamen wir den Tieren bisher noch nie. Man musste sich einfach nur hinsetzen und das Treiben auf sich wirken lassen und genießen. Die Babys der Eselspinguine waren fast ausgewachsen und wurden zum größten Teil von ihren Eltern nicht mehr gefüttert. Das wollten diese sich aber nicht gefallen lassen und jagten ihre Eltern über den halben Strand hinterher um doch noch etwas zu bekommen. Allein diese Jagdszenen waren die anstrengende Überfahrt wert, sorgten sie doch wirklich für Erheiterung. Ansonsten war dies ein Ort, an dem man die Kamera auch mal beiseite packen konnte. Sie wurde eh nur nass. Einfach auf einen Stein hocken und das Ganze genießen und sich darüber freuen, dass man hier ist.
Ein gemütlicher Abend in der Bar mit einem humorvollen Beitrag unseres charmanten Seebären Ken Burton, welcher über 30 Jahre in Diensten der kanadischen Marine Patrol gestanden hat, über Maritime Mißverständnisse beendete diesen Tag.

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