Montag, 11. Februar 2019

04.02.19 Salisbury Plain und Elsehul Inner Bay



Heute morgen zeigte uns Südgeorgien, warum es die Serengeti des Südatlantiks genannt wird. Schon vorm Frühstück wurde uns die ganze Pracht der schönen Landschaft und Tierwelt gezeigt. Wir hatten prächtiges Wetter. Die Sonne schien von einem blauen Himmel und die Insel zeigte uns Ihre schönsten Berge und Gletscher. Aber die Tierwelt gab heute Morgen wirklich alles. Das Schiff war umgeben von Pinguinen, Robben, Albatrossen. Als Spezialität wurden uns heute Blauwale gezeigt. Und das gleich im Dutzend. Überall rund ums Schiff stiegen die Wassersäulen auf, wenn diese Riesen beim Auftauchen ausatmeten. Ein tolles Schauspiel zum Tagesbeginn. Der Expeditionsleiter hatte große Mühe uns zum Frühstück zusammenzurufen. So kam es schon zur ersten Verspätung im Tagesplan.
Kurze Zeit nach dem Frühstück bogen wir in die Bucht Salisbury Plain ein. Hier erwartete uns ein Höhepunkt der Reise. Wir stiegen in die Boote, das Wasser glänzte in schönstem Türkis im Sonnenschein. Ein Passagier meinte, wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man glauben wir landen auf Barbados und nicht Südgeorgien. Und so sah es auch wirklich aus.
Am Strand begrüßten uns wieder die bekannten Pelzrobbenbabies und Königspinguine. Die Mannschaft hatte uns wieder mit orangenen Fähnchen einen Weg markiert. Dieser führte uns zur zweitgrößten Königspinguinkolonie der Insel. Mehr als 125.000 Tiere brüten hier. Ein lauter Chor an schreienden Pinguinen und piepsenden Babys erwartete uns. Die ganze Ebene war voll mit Vögeln. Durch Matschlöcher konnte man sich einen Weg auf eine kleine Anhöhe bahnen um einen besseren Überblick auf das Geschehen zu haben. Überall nur Pinguine. Was es noch schöner machte, die Sonne ließ das glänzende Fell dieser Tiere noch prächtiger erscheinen. An der Seite der Kolonie konnte man sich mal auf die Vorgänge der Kolonie konzentrieren und so entdeckte man auch hier wieder Babys in allen Größen und Pinguine, die Eier auf ihren Füßen ausbrüteten. Den zugehörigen Gestank nimmt man nach 2 Wochen Pinguinbeobachtung kaum noch wahr.  Bei diesen Eindrücken hatte man wieder Probleme sich von der Situation zu lösen und zum Schiff zurückzukehren. Die nächste Verspätung entstand.
Nach dem Mittagessen waren alle müde und fast alle Gäste nahmen einen „Polar Nap“.  Wir fuhren zum letzten Punkt unserer Reise durch Südgeorgien. Trotz wenig Wind wurde die See aber recht wellig und wir mussten langsamer fahren. Wieder Verspätung. Fast 2 Stunden zu spät kamen wir in Elsehul Bay an. Hier sollte eine Zodiac Cruise zu den Macaroni Pinguinen stattfinden. Diese werden so genannt, wegen Ihrer gelben antennenförmigen oder eben nudelförmigen Federn auf dem Kopf. Warum man sie dann nicht Spaghettipinguine genannt hat, dürft Ihr mich nicht fragen. Hier verließ uns das Glück. Die See war immer noch wellig und wir konnten nicht starten.  Wir mussten uns ohne letzten Besuch von Südgeorgien verabschieden. Wenigstens gaben uns die Albatrosse der Insel noch eine tolle Flugshow.

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