Heute morgen zeigte uns Südgeorgien, warum es die Serengeti
des Südatlantiks genannt wird. Schon vorm Frühstück wurde uns die ganze Pracht
der schönen Landschaft und Tierwelt gezeigt. Wir hatten prächtiges Wetter. Die
Sonne schien von einem blauen Himmel und die Insel zeigte uns Ihre schönsten
Berge und Gletscher. Aber die Tierwelt gab heute Morgen wirklich alles. Das
Schiff war umgeben von Pinguinen, Robben, Albatrossen. Als Spezialität wurden
uns heute Blauwale gezeigt. Und das gleich im Dutzend. Überall rund ums Schiff
stiegen die Wassersäulen auf, wenn diese Riesen beim Auftauchen ausatmeten. Ein
tolles Schauspiel zum Tagesbeginn. Der Expeditionsleiter hatte große Mühe uns
zum Frühstück zusammenzurufen. So kam es schon zur ersten Verspätung im
Tagesplan.
Kurze Zeit nach dem Frühstück bogen wir in die Bucht
Salisbury Plain ein. Hier erwartete uns ein Höhepunkt der Reise. Wir stiegen in
die Boote, das Wasser glänzte in schönstem Türkis im Sonnenschein. Ein
Passagier meinte, wenn man es nicht besser wüsste, dann könnte man glauben wir
landen auf Barbados und nicht Südgeorgien. Und so sah es auch wirklich aus.
Am Strand begrüßten uns wieder die bekannten
Pelzrobbenbabies und Königspinguine. Die Mannschaft hatte uns wieder mit
orangenen Fähnchen einen Weg markiert. Dieser führte uns zur zweitgrößten
Königspinguinkolonie der Insel. Mehr als 125.000 Tiere brüten hier. Ein lauter
Chor an schreienden Pinguinen und piepsenden Babys erwartete uns. Die ganze
Ebene war voll mit Vögeln. Durch Matschlöcher konnte man sich einen Weg auf
eine kleine Anhöhe bahnen um einen besseren Überblick auf das Geschehen zu
haben. Überall nur Pinguine. Was es noch schöner machte, die Sonne ließ das
glänzende Fell dieser Tiere noch prächtiger erscheinen. An der Seite der
Kolonie konnte man sich mal auf die Vorgänge der Kolonie konzentrieren und so
entdeckte man auch hier wieder Babys in allen Größen und Pinguine, die Eier auf
ihren Füßen ausbrüteten. Den zugehörigen Gestank nimmt man nach 2 Wochen
Pinguinbeobachtung kaum noch wahr. Bei
diesen Eindrücken hatte man wieder Probleme sich von der Situation zu lösen und
zum Schiff zurückzukehren. Die nächste Verspätung entstand.
Nach dem Mittagessen waren alle müde und fast alle Gäste
nahmen einen „Polar Nap“. Wir fuhren zum
letzten Punkt unserer Reise durch Südgeorgien. Trotz wenig Wind wurde die See
aber recht wellig und wir mussten langsamer fahren. Wieder Verspätung. Fast 2
Stunden zu spät kamen wir in Elsehul Bay an. Hier sollte eine Zodiac Cruise zu
den Macaroni Pinguinen stattfinden. Diese werden so genannt, wegen Ihrer gelben
antennenförmigen oder eben nudelförmigen Federn auf dem Kopf. Warum man sie
dann nicht Spaghettipinguine genannt hat, dürft Ihr mich nicht fragen. Hier
verließ uns das Glück. Die See war immer noch wellig und wir konnten nicht
starten. Wir mussten uns ohne letzten
Besuch von Südgeorgien verabschieden. Wenigstens gaben uns die Albatrosse der
Insel noch eine tolle Flugshow.
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