Freitag, 21. Februar 2014

  1. Februar Maspalomas – Mundo Aborigen – Fataga – San Bartolome – Santa Lucia de Tiranjana -Fortaleza de Ansite -Maspalomas

Heute morgen wollte ich das gute Wetter in der Gegend Maspalomas nutzen. Zuerst sollte es zum Mundo Aborigen gehen und danach wollte ich mir die Dünen von Maspalomas anschauen. Es kam dann aber anders. Zuerst ging es nach dem Tanken (Super für 1,06 EURO !!! Tanken wie zu Omas Zeiten, fehlt nur noch die D-Mark !) zum Mundo Aborigen. Dies ist eine Art Museumsdorf, wo die Lebensweise der Ur-Kanarier gezeigt wird. Das ganze ist nett aufgemacht, mit mehrsprachigen Informationstafeln. (mit sogar ganz passablen Übersetzungen ;-)). Die Ureinwohner hat man in massstabsgetreuen Puppen dargestellt. Also in etwa so groß, wie heute ein Grundschulkind. Nach etwa 1 Stunde hat man den Rundgang durch das Dorf beendet. Alles ganz nett aufgemacht, wenn es auch den Eindruck macht, als hätte die Anlage schon bessere Zeiten gesehen.

Aufgrund des tollen Wetters in den Bergen entschied ich mich nicht zu den Dünen zurückzufahren. Zumal da heute ein kräftiger Wind blies und mir nicht der Sinn nach Sandstrahl Behandlung stand. Ich fuhr also weiter in die Berge zum Dörfchen Fataga. Dies kannte ich ja schon, war aber noch nicht dazu gekommen, dort Fotos von den idyllischen Gässchen zu machen, da das Dorf bei meinen letzten Besuchen komplett im Schatten lag. Nun konnte ich dies Versäumnis nachholen. Nach dem kleinen Rundgang ging die Fahrt weiter über kurvige Strassen in die nächsten Bergdörfer San Bartolome und Santa Lucia de Tiranjana. Auf dem Weg wurde bei mehreren schönen Aussichtspunkten angehalten. In Santa Lucia Wurde mal wieder die Kirche besichtigt, welche diesmal für katholische Verhältnisse fast schlicht war und wenige Strassen weiter gab ein privat geführtes Heimatmuseum. Die Zusammenstellung der Exponate war etwas wirr, aber der Enthusiasmus des Besitzers zählt ;-)))

Wenige Kilometer ausserhalb von Santa Lucia befindet sich die Fortaleza de Ansite. Es handelt sich dabei um eine schroffe Felsformation mit einem Hochplateau. Hier haben urkanarische Völker in Höhlen gelebt, die entweder natürlichen Ursprungs waren oder auch in den Stein gehauen wurden. In dieser Gegend gab es mehrere dieser „Fortalezas“. Auf der Fortaleza de Ansite soll der Widerstand der urkanarischen Völker gegen die Spanier gebrochen worden sein. Der Sage nach liessen sich nur zwei Kanarier nicht bekehren und zogen es vor, lieber die steilen Abhänge hinunter zu springen. Diese archäologische Stätte kann heute ganz frei und umsonst besichtigt werden. Vom Parkplatz führt ein Weg durch einen natürlichen Höhlentunnel zu einem Rundweg an mehreren Höhlen der Ureinwohner vorbei.

Auf dieser Rundtour gab es endlich mal nur Sonne und angenehme Temperaturen und wenig Wind. Am Ende der Tour kam ich (wo sonst) am Flughafen raus. Und was gabs da für Wetter ??? Ich sage nur, die Wind- und Wolkenautobahn von Las Palmas zum Flughafen funktioniert weiterhin einwandfrei. Zu den wichtigen Fliegern gabs ein paar Sonnenlöcher und dann war sie auch schon hinter den Bergen untergegangen.

Zum Abschluss des Tages gönnte ich mir noch ein schönes Muschelessen in der Bar Cofradia de Pescadores in Castillo del Romeral auf dem Weg zurück nach Maspalomas. Ich entdeckte dann noch auf der Karte, dass die Paella in diesem Restaurantmit einem Preis pro Perosn ausgewiesen war (ohne Mindestanzahl, sonst waren in allen Restaurants bisher 2 Personen Minimum). Ich fragte mit meinen rudimentären Spanischkenntnissen, ob ich am nächsten Tag auch alleine eine Paella bekommen könnte. Nach Rückfrage beim Koch, bekomme ich nun morgen extra eine Paella für mich gemacht. Ich freu mich !!!

Donnerstag, 20. Februar 2014

  1. Februar Palmitos Park

Am morgen ging es nochmal kurz zum Flughafen, weil ich noch eine alte Boeing 707 der spanischen Luftwaffe aufnehem wollte.Leider kam diese nicht. Danach wollte ich mich eigentlich in die Berge schlagen um noch unbekannte Ecken zu besuchen. Doch dieser Plan fiel aus, da das Wetter heute leider wieder schlecht war und in dieser Ecke die Berge unter tiefen Wolken hingen.

So ging es zurück Richtung Maspalomas, wo das Wetter, wie immer, ganz passabel war. Ich fuhr zum Palmitos Park, obwohl ich diesen schon kannte. Aber Zoo geht immer. Beim letzten Besuch fiel die Greifvogelschau aus. Diesmal sollte ich mehr Glück haben. Palmitos Park ist ein Tierpark, welcher am Ende eine Tals liegt. Es gibt dort viele Tierarten zu sehen. Schwerpunkt sind Vögel. Aber es gibt auch ein Aquarium und ein Delfinarium. Auf grund der Lagfe am Ende des Tales geht man anfangs stramm bergauf bis man in der ersten Arena am höchsten Punkt des Parkes ankommt. Dort findet die Vogelschau statt. Zuerst werden exotische Vögel präsentiert, wie verschiedene Papageienarten und Kadus, etc. Zuerst einzeln und am Ende in einem wahren Geschwaderflug von fast 50 Tieren.
Danach kommt die Greifvogelschau. Diese unterscheidet sich in Palmitos Park zu den meisten anderen aus Zoos und Vogelparks bekannten Shows, dass die Vögel hier nicht nur eine Strecke von Pfleger A zu Pfleger B über die Köpfe des Publikums zurücklegen. In dieser Show werden die Vögel im Freiflug präsentiert und nutzen dabei die gesamte Größe des Tales. So haben die Adler und Geier die Möglichkeit und bekommen auch die Zeit, sich über die Bergspitzen hinweg in den Himmer zu schrauben und in der Thermik ihre Schleifen zu fliegen, bevor sie sich dann aus teilweise mehreren hundert Metern Höhe in Richtung Publikum hinabstürzen um diesen Sturzflug nur kurz über unseren Köpfen abzufangen. Sehr spektakulär ! Diese Show kann aber nur bei bestimmten Windbedingungen stattfinden, damit die Greifvögel überhaupt ins fliegen kommen. Bei meinem letzen Besuch wehte der Wind direkt über die Bergkuppe, was dazu führte, dass die Vögel nach dem Start in der Arena förmlich ins Tal abstürzten. Daher wurde damals die Show auch fogerichtig abgebrochen. Aber nun wurde ich ansprechend entschädigt.

Von der Greifvogelarena hat man auch einen sehr spektakulären Blick auf das Delfinarium. So konnte ich mir die Wartezeit auf die Vogelshow mit einem unbekannten Blick auf die Delfinshow verkürzen. Sehr schön !

Nach dem teuren Parkbesuch musste heute beim Essen gespart werden. Hat nur zu einem Whopper bei Burger King gereicht ;-)

Mittwoch, 19. Februar 2014

  1. Februar Spottingtag am Flughafen

Heute war Pflege des Hobbys angesagt.Es ging den ganzen Tag zum Flughafen. Das Wetter war besser als erwartet mit viel Sonnenschein, aber auch sehr viel Wind. Der Traffic war ok , wenn auch ohne Besonderheiten. Aber der Chip füllte sich auch so.

Dienstag, 18. Februar 2014

  1. Februar Maspalomas – Puerto Mogan – Puerto de las Nieves – Maspalomas

Den Westen der Insel hatte ich in meinem letzten Urlaub ebenfalls etwa stiefmütterlich behandelt. Nach einem kurzen Besuch auf dem Flughafen um eine spezielle Maschine auf den Chip zu bannen, sollte ihr für diesen Tag meine ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil werden.

Erster Halt war das wirklich sehr schöne Hafenstädtchen Puerto Mogan. Dort legen sehr viele Fähren in die Umgebung an und es werden viele Rundfahrten für Touristen angeboten. Es herrscht lebhaftes treiben. Für meinen Geschmack ist dieses Städtchen wirklich schön, aber es ist total überlaufen und der Verkehr ist gruselig mit grßen Reisebussen bis aufs kleine Hafenpier. Schade, dass das tolle Flair dieses Örtchens durch die Massen wieder kaputt gemacht wird.

Nun ging es auf die Berg und Küstenstrasse GC-200. Diese hatte ich vom letzten Urlaub noch in schlechter Erinnerung. Wenn man sie unter Zeitdruck und in der Dämmerung und dann im Dunkeln fahren muss, ist dass nicht nur anstrengend, sondern auch dumm und gefährlich. Die Strasse ist für diesen Spass viel zu eng und unübersichtlich. Wenn man sie aber, wie heute, bei schönstem Wetter und vieeeel Zeit gemütlich fährt, macht auch diese Strecke Spass.
Immer wieder gibt es sehr schöne Ausblicke in die Berge und im späteren Verlauf aufs Meer. Die Wetküste Gran Canarias ist in weiten Teilen eine Steilküste, weshalb die Küstenstrasse auch so spektakulär ist. Hinter der Leitplanke geht’s mächtig nach unten. Hat ein wenig etwas von Cliffs of Moher in Irland. Die Strasse ist an der Küste auch mit stabilen Netzen überspannt, um die Autos vor Steinschlag zu schützen. Nach dem nassen Wochenende waren diese Netze auch sehr gut gefüllt..... Nachdem man die Küstenstrasse wieder nach unten geklettert ist, kommt man im kleinen und sehr schönen Hafenstädtchen Puerto de las Nieves an. Von dort fährt auch die Katamaranfähre nach Teneriffa. Diese legte bei meiner Ankunft gerade ab. Bereits nach kurzer Fahrt aus dem Hafen heraus, konnte man sehen, wie ihr der ordentliche Seegang zu schaffen machte. Die armen Passagiere. Das Bordrestaurant dürfte wenig frequentiert gewesen sein.
Ich liess mich erst einmal auf der schönen Promenade nieder und genoss die Sonne und die beachtlichen Brandung. Ab und zu bekam man auch auf der Promenade einen kleinen Sprühnebel ab.
Danach begab ich mich am Hafenkai in das Restaurant der örtlichen Fischereigenossenschaft um wieder was ordentliches aus dem Meer zu essen. Ich bestellte eine Meeresfrüchtesuppe und einen Teller Miesmuscheln. Ich bekam zuerst einen leeren tiefen Teller für die Suppe gebracht und war gespannt. Da kam der Kellner doch aus der Küche gleich mit dem gesamten Topf und servierte mir frisch aus dem selbigen mit großer Kelle die Suppe auf den Teller. Dabei achtete er auch penibelst darauf, dass ich auch ja genug Einlage bekam. Und diese war wirklich reichlich und bestand aus Miesmuscheln, Muscheln, Garnelen und Tintenfisch. Alles noch im Ganzen. Sehr lecker.
Nach dieser Vorspeise, die eigentlich schon eine Hauptspeise war, folgte die Schüssel mit den Miesmuscheln. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie groß die Miesmuscheln hier auf Gran Canaria sind. Allein das Fleisch innen drin ist so groß wie bei uns in Deutschland ein Miesmuschelgehäuse.

Frisch gestärkt ging es zwei Orte weiter an den Faro (=Leuchtturm) de Sardinas, der das Nordwestliche Ende von Gran Canaria markiert den wunderschönen Sonnenuntergang.

Danach ging es direkt auf die Autobahn nach Hause. Habe mich dabei gefragt, warum diese im Süden beleuchtet ist und im Norden nicht (trotz vorhandener Lampen).Man muss ja nicht alles verstehen.

Montag, 17. Februar 2014

Montag, 17. Februar Maspalomas – Arucas – Moya – Tejeda -Fataga -Maspalomas

Heute wollte ich eine Rechnung mit Arucas begleichen, die ich noch von meinem letzten Gran Canaria Urlaub offen hatte. In Arucas gibt es eine bekannte Rumdistillerie, welche man auch besichtigen kann. Leider kam ich beim letzten Mal zu spät an, da ich zuerst durchs Landesinnere auf die andere Inselseite gefahren bin und die Distillerie hat nur bis 14.00 Uhr geöffnet. Diesmal war ich schlauer. Gleich von Maspalomas auf die Autobahn und ab Las Palmas die neue Piste direkt nach Arucas angetestet.
Nach wenigen Minuten auch eine englischsprachige Gruppe gefunden, der ich mich anschliessen konnte. Pluspunkt: Die Führung war umsonst und die folgende Rumprobe auch :-)))
Zuerst wurde man in das wirklich imposante Reifungslager für den Rum geführt. Hier liegen wirklich unzählige Rumfässer in denen der Rum reift. Stolz der Distillerie sind natürlich einige Fässer, die von prominenten in den vergangenen Jahren „reserviert“ wurden. So vom spanischen Königspaar (noch zu Zeiten als sie ein Prinzenpaar waren), Julio Iglesias, u.a. Die ältesten Rumjahrgänge hier im Lager sind 30 Jahre alt. Man darf fast frei durch das Lager gehen und ab und zu kommt ein leckerer Rumduft in die Nase.......


Die Produktions- und Abfüllanlage machte natürlich gerade Pause …. wie konnte es anders sein. So kam man direkt zur Verkostung. Hier musste ich mich echt zusammenreissen, schliesslich musste ich noch fahren ;-)) Es gibt hier nämlich nicht nur braunen und weissen Rum zu verkosten, sondern auch jede Menge leckerer Liköre, die hier hergestellt werden. Da muss man schon sorgfältig auswählen, wenn man nicht rauskriechen will. Es ist nämlich wirklich Selbstbedienung angesagt......
Nach einem kleinen Ausdunstungsspaziergang durch den Stadtpark und die Innen“stadt“ kam ich zur großen und imposanten Kathedrale von Arucas, in der Hoffnung, sie diesmal besichtigen zu können. Leider wird sie immer noch renoviert und ist daher geschlossen.

Von Arucas ging es zum nächsten Dorf namens Moya. Dort wartete ebenfalls eine Kirche und dort sollte man sehr leckere Süßigkeiten essen können. In Moya erwartete mich aber das gleiche Schicksal wie im letzten Urlaub in Arucas. Siesta ! Und damit alles zu !

Also weiterfahren. Ich entschloss mich, erneut den Anlauf in die Berge zu nehmen und zu schauen, ob die Routen jetzt frei waren. Die Route führte mich anfangs durch sehr schöne Wälder und hier war die Sicht auch in Ordnung. Als es aber wieder in Richtung der Höhenpässe ging, wurde es wieder ungemütlich. Man hing in den Wolken fest und die Sicht wurde schlecht. Wenigstens regnete es nicht. Der Schnee der letzten Tage war inzwischen ebenfalls fast komplett geschmolzen.
Dies hatte aber als Effekt, dass es im Gebirge nun jede Menge Wasserfälle gab. Zudem musste man sehr stark auf Steinschläge und Erdrutsche aufpassen. An wirklich sehr vielen Stellen konnte man im Gebirge sehen, dass Erde und Gestein in Bewegung geraten waren durch den vielen Regen der vergangenen Tage. Auf manchen Strassen waren auch Schaufelbagger unterwegs, um die Strassen freizurämen.
Als die Pässe bei Tejeda passiert wurden und ich auf die Südseite der Berge kam, besserte sich das Wetter sehr schnell und die Sonne kam zum Vorschein. Es Begann eine sehr idyllische Fahrt hinunter zur Küste.

Ein kleiner Zwischenstop folgte im malerischen Dörfchen Fataga. Hier sind die Gassen so klein und eng, dass selbst Fahrradfahren umständlich wäre. Das Dorf ist glücklicherweise soooo klein, dass der Fussweg vollkommen ausreicht. Nur die Hunde müssen hier am Benehmen arbeiten. Als ein Pitbull aus dem 1. Stock schon halb über die Balkonbrüstung geklettert war, um mich zu vertreiben, wurde mir doch etwas mulmig …....

Die letzte Etappe ging zurück nach Maspalomas und auf dem Weg zum Abendessen im Casa Vieja. Ein vielgelobtes Restaurant. Leider kann ich dieses Lob nicht so teilen. Fand die Küche leider nicht so toll. Und Nepp auf der Rechnung gabs noch dazu. Schade !
15.+16. Februar 2014

Gran Canaria   Maspalomas -Valsequillo-Teror-Arguinegin-Maspalomas

Nachdem das letzte Reiseziel recht exotisch war, geht es dieses Mal etwas „normaler“ in den Urlaub. Das Reiseziel lautet Gran Canaria und ich bleibe für 8 Tage hier. Die Kanaren sind für stabiles Wetter bekannt und etwas Sonne tanken um den durch den Winter recht deutlich geleerten Lichtakku aufzutanken. Doch der Anfang sollte sich natürlich anders gestalten. Wie sollte es anders sein.

Das ging schon beim Hinflug los. Wir boardeten pünktlich für den Hinflug zur unchristlichen Zeit von 03:20 Uhr. Im Flieger angekommen tat sich recht lange Zeit nichts, dann wurden die Gepäckbänder wieder an das Flugzeug gefahren und es gab eine Durchsage aus dem Cockpit. Aufgrund des Sturms und der starken Gegenwinde auf dem Hinflug mussten ca. 70 Koffer wieder ausgeladen werden, da das Flugzeug mit dem notwendigen zusätzlichen Sprit nun überladen war. Diese ausgeladenen Koffer sollten mit der nächsten Maschine von Air Berlin, die etwa eine halbe Stunde nach uns flog nach Las Palmas gebracht werden. Damit richtete ich mich schon einmal auf ein Kofferbingo am Gepäckband ein. Der Flug selbst verlief ereignislos. Der Landeanflug war angesichts des stürmischen Wetters, welches inzwischen die Kanaren erreicht hatte (soviel zum stabilen Wetter), recht „bumpy“. Die Landung selbst haben die Jungs im Cockpit aber hinbekommen. Thumps up !

Das Kofferbingo habe ich dann gewonnen, also kein Warten auf die Air Berlin. Mietwagen geholt und losgefahren. Da zu dieser frühen Zeit ich eh nicht in mein Hotel konnte, habe ich mich erst einmal meinem Hobby hingegeben und mich an die Fotoposition am Flughafen gestellt um ein paar Fotos zu schiessen. So gegen 14.00 uhr wurde es vom Wetter aber so richtig ungemütlich und ich entschloss mich, nun doch ins Hotel zu fahren.

Siehe da, Maspalomas war der weisse Fleck auf der Wetterkarte von Gran Canaria. Überall Sturm und Regen und hier schien die Sonne.Sehr schön.



Am nächsten Tag sollte die Insel erkundet werden. Bereits zu meinem letzten Trip hierher wurde ich von meiner Kollegin Ana, die von hier kommt, mit reichlich Tips versorgt. So recihlich, dass noch genügend für diesen Urlaub übrig geblieben sind. Danke dafür, Ana !

Sonntags finden einige schöne Märkte auf Gran Canaria statt und ausserdem sollte heute das Mandelblütenfest in Valsequillo steigen. Hört sich interesant an. In Valseequillo angekommen, absolut tote Hose und das Dorf ausgestorben, wie Dörfer auf einem Sonntag halt so sind. Also doch das Internet bemüht. Ja, Klasse, das Fest war letzte Woche. Aber heute sollte es in San Bartolome de Tiranjana stattfinden. Hätte man mal vorher nachschlagen sollen. Nicht verzagen, losfahren ! Auf dem Weg in San Mateo wartete auch noch ein großer Markt.Dort war auch ein entsprechender Auflauf und vor allem ein entsprechendes Verkehrsaufkommen. Ich hatte noch das Glück kurz vor der großen Welle anzukommen. Bei meiner Abfahrt waren die Schlangen kilometerweit aus dem Ort raus. Und das alles für einen normalen Obst- und Gemüsemarkt. Es gab noch nicht mal Fisch oder Fleisch. Ich habe ausser den Kräuterständen eigentlich nichts gesehen, was es nicht auch im normalen Supermarkt hier gibt und mich daher über den Auflauf gewundert.






Aber es sollte noch toller kommen. Auf meiner Weiterfahrt geriet ich kurz hinter dem Ort in einen Stau und sollte auch nicht mehr herauskommen. Egal welche Strasse, egal welche Richtung. Es war alles voll. Das Wetter war inzwischen widerlich geworden. Der Sturm blies immer noch, es gab Dauerregen und die Temperaturen erreichten kaum noch 4°. Die Bergpässe waren inzwischen weiträumig abgesperrt, wegen Schnee und Erdrutschen. Doch die Canarios fuhren trotzdem in wahren Massen in die Berge. Warum ? Es gab dort Schnee !!!!! Die Canarios waren vollkommen aus dem Häuschen ! Man fuhr in die Berge, stellte sich mitten auf die Strasse und machte Schneeballschlachten. Jung, Alt, egal ! Und wer keine Schneebälle schmiss, baute kleine Schneemänner und packte diese auf die Motorhaube. Mercedes Sterne erwiesen sich hierbei als sehr praktisch. Konnte man den Schneemann doch auf diesen „aufspiessen“, damit er nicht von der Motorhaube fiel bei der Rückfahrt. Nahezu jedes zweite Auto war entsprechend „verziert“.

Kopfschüttelnd fuhr ich weiter. Da entflieht man einem grauen, schnee- und eisfreien Winter zum Sonne tanken und sieht dann Canarios bei Schneeballschlachten zu .......


Durch die Sperrung der Bergpässe war nun auch klar, dass das Mandelblütenfest endgültig ausfiel.

Durch die Streckenführung der Absperrung war das nächste Ziel nun Teror (Ja mit einem „R“). Dort gibt schöne ursprüngliche kanarische Häuschen mit Holzbalkonen. Dies verbunden mit den in Südländern typischen engen Gassen. 



Dann gibt es dort eine sehr schöne Kirche, die „Basilica Nuestra Senora del Pino“. Eine Kirche mit einem sehr prächtigen Altar. Ich hatte mich gerade niedergelassen, um mir die Kirche genauer anzuschauen und die Ruhe zu geniessen, da hörte ich es von draussen schon rummeln. Es nahte eine Busladung Hummeldumms !!!! Und sie stellten wieder unter Beweis, warum ich diese Spezies einfach nicht mag. Man mag mich für spießig halten, aber ich habe als Kind gelernt, in Kirchen a) nimmt man seine Kopfbedeckung ab, b) spricht man nur das nötigste und das auch nur leise flüsternd, c) stellt man sein Handy aus oder wenigstens auf lautlos, d) wenn man schon fotografiert dann wenigstens ohne Blitz, e) …......lassen wir das, denn gemacht wurde, wie zu erwarten war, F) „Scheiß drauf !, Malle ist nur einmal im Jaaaaaaaahr ! Oleoleeeee und Schlalalala !! „. War zwar nicht Malle, aber das war auch scheißegal. Ein eiheimischer Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt zum Gebet in der Kirche und man konnte ihm auch anmerken, daß er diesen Beistand auch brauchte. Er tat mir richtig leid, als sein Gebet durch diese Karnevalstruppe jäh gestört wurde.

Da die Zeit nu recht fortgeschritten war, entschied ich mich, heim zu fahren. Auf dem Weg sollte noch einmal ein kleiner Stop an der abendlichen Fotoposition am Flughafen eingelegt werden, um das einzige Großraummovement des Tages auf den Chip zu bannen. Neben mir befand sich ein abgedunkelter Opel. Dieser begann jäh zu wackeln …......;-). Aha, dachte sich Kleinb Balou, bei schönem Wetter wird hier fotografiert und wenn nicht, wird hier gefi....t. Nun denn, viel Spass dachte ich mir und richtete den Blick konzentriert auf das Geschehen auf dem Vorfeld ….....*grins*

Nachdem schliesslich auch der Flieger auf den Chip gebannt wurde, gings wirklich ab nach „Hause“ , bzw. erst einmal was Essen. Einen Ort weiter, als zu meinem Hotel, gibt es ein Fischrestaurant, welches zur örtlichen Fischereigenossenschaft gehört. Da kommt der Fisch vom Kutter am einen Ende des Gebäudes frisch rein und am anderen Ende der Halle im Restaurant lecker zubereitet wieder raus. Dort bestellte ich mir eine Fischsuppe und einen Grillteller mit verschiedenem Fisch. Beilagen wurden als unnötig erachtet. Ein paar wenige kanarische Kartoffeln fanden irgendwie den Weg auf den Teller. Ansonsten gabs nur einen Berg voll Fisch. Seeeehr lecker !!!



Vom Wein hatte ich dann voll einen im Kopf ! Also seeehr vorsichtig nach Hause gefahren und danach diese Zeilen geschrieben. Bin gespannt, was mich morgen erwartet.