Donnerstag, 23. Februar 2017

23.02.17 Von Wellington nach Napier



Heute habe ich mal ein wenig verwachst. Es war die Fahrt von Wellington nach Napier angesagt. Da habe ich mich gewaltig in der Fahrtzeit verschätzt. Obwohl nur 1 Berg auf der Strecke und ansonsten flache Route habe ich statt der gedachten 3-3 ½ Stunden fast fünf Stunden gebraucht und kam erst um 15:00 in dieser schönen Stadt an. Da war natürlich außer einem kleinen Stadtbummel nicht viel zu machen. Zumal ich auch zügig wieder weg mußte, denn Übernachtungen sind hier irgendwie nicht zu bekommen. Daher schlafe ich fast 60km ! auswärts.
Napier ist berühmt für seine Innenstadt, welche komplett im Art Deco Stil erbaut wurde. Die Geschichte Napiers ist wie bei so vielen Städten entweder von Einwanderern oder von Erdbeben geprägt. Bei Napier war es ein Erdbeben. 1931 wurde die Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Beim Wiederaufbau haben sich dann die Architekten ausgetobt und weil Art Deco damals gerade schwer angesagt war wurde Napier genau in diesem Stil wieder aufgebaut. Die Gebäude sind nicht so groß wie in den USA (z.b in Miami) sondern haben nur 2 Stockwerke. Trotzdem schaut man in der Fußgängerzone nur nach oben, denn die oberen Stockwerke sind die optisch interessanten. Im Erdgeschoß sind durchweg Geschäfte untergebracht.
Dafür das hier weit und breit kein Zimmer zu bekommen ist, war in Napier aber wirklich Totentanz angesagt. In der Stadt war nix los und die ersten Geschäfte schlossen bereits um 16.00 Uhr. So ging ich noch zur Touristinfo und buchte meinen Trip für morgen. Auf einem Treckertrailer geht es über den Strand zum Cape Kidnappers. Dort befindet sich eine der wenigen Baßtölpelkolonien auf dem Festland. Ich hoffe, ich bekomme auch noch einige Jungvögel zu Gesicht. Die sollen jetzt flügge werden.

22.02.17 Wellington



Man was hat mein derzeitiger Holiday Park für beschissene Betten. Selten so schlecht geschlafen. Hoffentlich wird das an der nächsten Station besser.
Irgendwie fühlte ich mich heute (mal ab vom Schlafmangel) irgendwie komisch. Ich hatte null Bock auf Citysightseeing. Nach all den tollen Landschaften und bestenfalls Kleinstädten nun wieder in einer trubeligen Großstadt zu sein fühlte sich komisch an. Zum Glück stand erst mein Hobby an, da ein besonderer Flieger angesagt war. Danach dann aber doch noch ein wenig Sightseeing. Es ging zum Viktoria Peak Lookout (die heißen auch in jeder britischen Kolonie gleich die Dinger). Von dort hatte man einen tollen Überblick über die gesamte Stadt. Wellington ist sehr aufgelockert gebaut mit viel Grün und Wasser. Natürlich wird’s in der Innenstadt etwas enger. Nach dem Lookout fuhr ich ins Nationalmuseum. Dieses hat mich ein wenig enttäuscht. Da fand ich das Museum in Christchurch besser. Da sind zwar mehr kleine Exponate. Aber mit mehr Aussagekraft. Die interessanten Exponate in Wellington sind der Vertrag zwischen den Maori und der Krone (und in was für einem erbärmlichen Zustand der ist), ein Versammlungshaus der Maori und die Ausstellung über die Geologie Neuseelands. Ansonsten wird viel über Schautafeln erklärt. Dafür müsste man den gesamten Tag im Museum zubringen. Aber wer macht das bei 25° und Sonnenschein. Also noch mal ab an die Promenade  und danach nochmal kurz zum Platz und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.

Dienstag, 21. Februar 2017

21.02.17 Picton- Wellington



Heute ging es relativ früh aus den Federn. Zum einen gings ja auf die Fähre und zu anderen war das Bett beschissen. Nach dem Frühstück also noch kurz das Auto auftanken und ab zur Autovermietung, den Wagen wieder abgeben. Denn hier in Neuseeland darf man sein Auto nicht mit auf die Fähre nehmen, sondern gibt den Wagen ab und in Wellington bekommt man wieder einen neuen. Das läuft wirklich reibungslos.
Nachdem es morgends noch etwas bewölkt war, klarte es sehr schnell auf und die Sonne lachte von einem bauen Himmel. So schlug ich mich gleich nach dem Boarding aufs Vordeck zum Sonnendeck durch und sicherte mir eieen der wenigen Sitzplätze dort. Meine Fähre, die MV Aratere, kam pünktlich in Picton an. Die haben hier wirklich einen strammen Fahrplan. Es handelt sich um eine Fähre für Passagiere, Autos, LKW und Eisenbahn. Und die wird in einer Stunde komplett umgedreht. Respekt. Pünktlich dann auch die Abfahrt. Die Fahrt ging zuerst von Wind und Wellen geschützt durch die Marlborough Sounds. Landschaftlich sehr schön. Auf halber Strecke grüßte uns auch eine Delfin Familie. Dann ging es hinaus in die Cook Strait. Die kann gerne mal die Überfahrt echt vermiesen. Aber heute war alles ganz friedlich. Leichte Brise aus Nord, man konnte auf dem Vordeck sitzen bleiben und die Überfahrt geniessen. Fast eine halbe Stunde zu früh kamen wir in Wellington an. Reisbungslose Übernahme des neuen Mietwagens. Das Wetter war schön, also fuhr ich zum Platz und widmete mich den restlichen Nachmittag meinem Hobby. Das auch recht erfolgreich. Der Platz hat ein tolles Panorama und Flugbewegungen sind auch ordentlich, so ist einem nicht langweilig.
Morgen wird dann die Stadt angeschaut