Heute habe ich mal ein wenig verwachst. Es war die Fahrt von
Wellington nach Napier angesagt. Da habe ich mich gewaltig in der Fahrtzeit
verschätzt. Obwohl nur 1 Berg auf der Strecke und ansonsten flache Route habe
ich statt der gedachten 3-3 ½ Stunden fast fünf Stunden gebraucht und kam erst
um 15:00 in dieser schönen Stadt an. Da war natürlich außer einem kleinen
Stadtbummel nicht viel zu machen. Zumal ich auch zügig wieder weg mußte, denn
Übernachtungen sind hier irgendwie nicht zu bekommen. Daher schlafe ich fast
60km ! auswärts.
Napier ist berühmt für seine Innenstadt, welche komplett im
Art Deco Stil erbaut wurde. Die Geschichte Napiers ist wie bei so vielen
Städten entweder von Einwanderern oder von Erdbeben geprägt. Bei Napier war es
ein Erdbeben. 1931 wurde die Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Beim
Wiederaufbau haben sich dann die Architekten ausgetobt und weil Art Deco damals
gerade schwer angesagt war wurde Napier genau in diesem Stil wieder aufgebaut.
Die Gebäude sind nicht so groß wie in den USA (z.b in Miami) sondern haben nur
2 Stockwerke. Trotzdem schaut man in der Fußgängerzone nur nach oben, denn die
oberen Stockwerke sind die optisch interessanten. Im Erdgeschoß sind durchweg
Geschäfte untergebracht.
Dafür das hier weit und breit kein Zimmer zu bekommen ist,
war in Napier aber wirklich Totentanz angesagt. In der Stadt war nix los und
die ersten Geschäfte schlossen bereits um 16.00 Uhr. So ging ich noch zur
Touristinfo und buchte meinen Trip für morgen. Auf einem Treckertrailer geht es
über den Strand zum Cape Kidnappers. Dort befindet sich eine der wenigen
Baßtölpelkolonien auf dem Festland. Ich hoffe, ich bekomme auch noch einige
Jungvögel zu Gesicht. Die sollen jetzt flügge werden.