Freitag, 18. Januar 2019

17.01.19 Punta Arenas



Heute hatte ich einen Tag in Punta Arenas. Ich hatte die Wahl zwischen Stadtbesichtigung und Pinguininsel. Ich habe mich für die Stadt entschieden, den diese Stadt ist so die erste die etwas wie Architektur zu bieten hat. Pinguine werde ich wohl noch genug sehen.  So ging es nach dem Frühstück erst einmal Richtung Uferpromenade an der Magellanstrasse. Auf dem Weg dahin noch kurz bei der Autovermietung reingeschaut und die Übergabe für morgen abgesprochen.
Die Uferpromenade ist wirklich schön und geht die ganze Waterfront entlang der Magellanstrasse. Diese ist wirklich viel größer geraten, als ich dachte. An vielen Stellen kann man hier das gegenüberliegende Ufer nicht sehen. So genoß ich die Aussicht und machte einige Fotos von den bereits aus Neuseeland bekannten Kormoranstegen mit den vor Punta Arenas ankernden Schiffen im Hintergrund. Danach besuchte ich die Markthalle, in der hier nicht nur Lebensmittel sondern auch Kunsthandwerk verschiedenster  Art verkauft wird. Für mich war sie kein Highlight. Weiter gings zur zentralen Plaza. Diese war wirklich sehr schön gestaltet mit vielen Bäumen, Bänken und in der Mitte eine Statue von Hernando Magallanes. Daneben befindet sich die Kathedrale, welche leider nicht zu besichtigen war. So ließ ich mich auf einer Bank nieder und genoß das Treiben auf dem Platz. Danach ging es langsam weiter wieder zurück in Richtung Hotel und dann erwischte es mich leider. Beim Betreten eines Ladens rutschte ich auf der Treppe aus und knickte mit dem Fuß um. Fühlte sich erst gar nicht so schlimm an. Wurde auf dem Weg ins Hotel immer schlimmer. Auch die Ruhe auf dem Bett trug nicht wirklich viel zur Besserung bei. Da ich morgen ja einen Flug habe und danach Wochenende ist, entschied ich mich zur Sicherheit lieber ein Krankenhaus aufzusuchen und das Fußgelenk mal prüfen zu lassen. Also wurde ich dann mal Teil des chilenischen Gesundheitswesens. Wird bei mir in fernen Ländern zur schlechten Angewohnheit. In Namibia hat es mich ja auch erwischt. Aber wie gut, wenn man eine Auslandskrankenversicherung hat, alles wird geregelt. Ich kam relativ schnell dran. Jetzt weiß ich, wie sich in Deutschland Privatpatienten fühlen. Eine kurze Untersuchung und danach ging es gleich weiter zum Röntgen. Der Arzt verstand glücklicherweise Englisch. Bei Medizin war mein Spanisch nun endgültig am Ende. Mit den Schwestern hatte ich so meine liebe Mühe bei der Verständigung. Als Ergebnis kam glücklicherweise nur eine heftige Verstauchung heraus. Tut zwar doll weh, geht aber wieder weg. Glücklicherweise habe ich jetzt diverse Tage ohne großes Programm. Morgen geht der Flug nach Ushuaia. Dann habe ich drei Tage vor Ort, da wollte ich eigentlich einen Tag in den Nationalpark. Fällt jetzt halt aus. Ich habe eine Unterkunft direkt am Beagle River. Da ist jetzt halt Zwangsentspannung angesagt. Vielleicht auch nicht verkehrt. Und am Montagabend geht’s auf das Schiff. Und dann ist ja erst einmal mindestens 2 Tage Drake Passage angesagt. Da haben die Füße also fast eine Woche Zeit zur Erholung. Wenigstens hat die „Scheiße am Fuß“ das richtige Timing.

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