Heute hatte ich einen Tag in Punta Arenas. Ich hatte die
Wahl zwischen Stadtbesichtigung und Pinguininsel. Ich habe mich für die Stadt
entschieden, den diese Stadt ist so die erste die etwas wie Architektur zu bieten hat. Pinguine werde ich wohl noch genug sehen. So ging es nach dem Frühstück erst einmal
Richtung Uferpromenade an der Magellanstrasse. Auf dem Weg dahin noch kurz bei
der Autovermietung reingeschaut und die Übergabe für morgen abgesprochen.
Die Uferpromenade ist wirklich schön und geht die ganze
Waterfront entlang der Magellanstrasse. Diese ist wirklich viel größer geraten,
als ich dachte. An vielen Stellen kann man hier das gegenüberliegende Ufer
nicht sehen. So genoß ich die Aussicht und machte einige Fotos von den bereits
aus Neuseeland bekannten Kormoranstegen mit den vor Punta Arenas ankernden Schiffen
im Hintergrund. Danach besuchte ich die Markthalle, in der hier nicht nur
Lebensmittel sondern auch Kunsthandwerk verschiedenster Art verkauft wird. Für mich war sie kein
Highlight. Weiter gings zur zentralen Plaza. Diese war wirklich sehr schön
gestaltet mit vielen Bäumen, Bänken und in der Mitte eine Statue von Hernando
Magallanes. Daneben befindet sich die Kathedrale, welche leider nicht zu
besichtigen war. So ließ ich mich auf einer Bank nieder und genoß das Treiben
auf dem Platz. Danach ging es langsam weiter wieder zurück in Richtung Hotel
und dann erwischte es mich leider. Beim Betreten eines Ladens rutschte ich auf
der Treppe aus und knickte mit dem Fuß um. Fühlte sich erst gar nicht so schlimm
an. Wurde auf dem Weg ins Hotel immer schlimmer. Auch die Ruhe auf dem Bett
trug nicht wirklich viel zur Besserung bei. Da ich morgen ja einen Flug habe
und danach Wochenende ist, entschied ich mich zur Sicherheit lieber ein
Krankenhaus aufzusuchen und das Fußgelenk mal prüfen zu lassen. Also wurde ich
dann mal Teil des chilenischen Gesundheitswesens. Wird bei mir in fernen
Ländern zur schlechten Angewohnheit. In Namibia hat es mich ja auch erwischt.
Aber wie gut, wenn man eine Auslandskrankenversicherung hat, alles wird
geregelt. Ich kam relativ schnell dran. Jetzt weiß ich, wie sich in Deutschland
Privatpatienten fühlen. Eine kurze Untersuchung und danach ging es gleich
weiter zum Röntgen. Der Arzt verstand glücklicherweise Englisch. Bei Medizin
war mein Spanisch nun endgültig am Ende. Mit den Schwestern hatte ich so meine
liebe Mühe bei der Verständigung. Als Ergebnis kam glücklicherweise nur eine
heftige Verstauchung heraus. Tut zwar doll weh, geht aber wieder weg. Glücklicherweise
habe ich jetzt diverse Tage ohne großes Programm. Morgen geht der Flug nach
Ushuaia. Dann habe ich drei Tage vor Ort, da wollte ich eigentlich einen Tag in
den Nationalpark. Fällt jetzt halt aus. Ich habe eine Unterkunft direkt am
Beagle River. Da ist jetzt halt Zwangsentspannung angesagt. Vielleicht auch
nicht verkehrt. Und am Montagabend geht’s auf das Schiff. Und dann ist ja erst
einmal mindestens 2 Tage Drake Passage angesagt. Da haben die Füße also fast
eine Woche Zeit zur Erholung. Wenigstens hat die „Scheiße am Fuß“ das richtige
Timing.
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