Mittwoch, 2. Januar 2019

01.01.2019 Puerto Montt – Dalcahue (Insel Chiloé)



Nach einer kurzen Nacht, das Ende eines Open Air Konzerts zum Jahreswechsel musste noch abgewartet werden, machte ich mich auf den Weg zur Insel Chiloé. Diese ist eine der größten Inseln Südamerikas und liegt vor der Chilenischen Küste. Sie ist nur mit der Fähre zu erreichen. Es war geplant, eine Brücke zu bauen. Dieses Unterfangen ist aber erst einmal zu den Akten gelegt. Die Fähren in Verlängerung der Interamericana fahren in kurzem Takt und in etwa 30 Minuten ist man auf der Insel angekommen. Dort führte mich der Weg über die ehemalige Inselhauptstadt Ancud zum „Monumento Natural Islotes de Puñihuil“. Es handelt sich dabei um drei vorgelagerte Inselfelsen auf denen sich ein paar Seevögel,sowie eine gemeinsame Kolonie von Humboldt- und Magellanpinguinen befindet. Von Ancud gelangt durch eine wunderschöne und sehr grüne Landschaft, die mich sehr an Irland und die schottischen Highlands erinnert hat, zu einem Strand von dem Fischerboote zu den Inseln fahren. An der Einfahrt zum Strand wird man gleich von „Schleppern“ in Empfang genommen, die einen gleich zu einem der ansässigen Bootsleute bugsieren. Kann man ruhig mit sich machen lassen. Die Boote sind alle ähnlich und die Preise auch.. Mit recht abenteuerlichen Selbstbaukonstruktionen, die verhindern sollen (und es auch tun) daß man nasse Füße bekommt, wird man zu den Booten geschoben, die auf dem Strand in der Brandung liegen. Dann geht’s raus aufs Meer. Wobei die Strecke vielleicht bestenfalls einen halben Kilometer beträgt. Die Anzahl der Vögel ist recht überschaubar. Aber sie sind sichtbar. Die Boote fahren dicht an die Inseln heran. Man darf sie aber nicht betreten. Aber so kommt man den Tieren mal ein wenig näher. Schauen ist einfach. Fotografieren leider nicht, denn in den kleinen Booten wird das zu einer wackeligen Angelegenheit. Dazu wird man von einem Guide mit Informationen versorgt, natürlich auf Spanisch. Es war ein sher netter Trip, den ich so nicht erwartet hätte. Zumal heute ja Feiertag ist und ansonsten die Insel wirklich komplett lahmgelegt ist. Es hat wirklich gar nichts auf. Es fuhren nur die Fähren und die Fischer. Immerhin das Wichtigste.
Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Rundweg um die berühmten Holzkirchen von Chiloé zu besuchen. Dies wurde in doppelter Hinsicht zum Reinfall. Zum einen habe ich mich verfahren und habe damit locker eine Stunde verplempert. Und als dann endlich eine Kirche vor mir stand, war sie wegen des Feiertags natürlich geschlossen. Also muss ich das morgen früh nachholen, bevor es in den Nationalpark geht.

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