Nach einer kurzen Nacht, das Ende eines Open Air Konzerts zum
Jahreswechsel musste noch abgewartet werden, machte ich mich auf den Weg zur
Insel Chiloé. Diese ist eine der größten Inseln Südamerikas und liegt vor der
Chilenischen Küste. Sie ist nur mit der Fähre zu erreichen. Es war geplant,
eine Brücke zu bauen. Dieses Unterfangen ist aber erst einmal zu den Akten
gelegt. Die Fähren in Verlängerung der Interamericana fahren in kurzem Takt und
in etwa 30 Minuten ist man auf der Insel angekommen. Dort führte mich der Weg
über die ehemalige Inselhauptstadt Ancud zum „Monumento Natural Islotes de Puñihuil“.
Es handelt sich dabei um drei vorgelagerte Inselfelsen auf denen sich ein paar Seevögel,sowie
eine gemeinsame Kolonie von Humboldt- und Magellanpinguinen befindet. Von Ancud
gelangt durch eine wunderschöne und sehr grüne Landschaft, die mich sehr an
Irland und die schottischen Highlands erinnert hat, zu einem Strand von dem
Fischerboote zu den Inseln fahren. An der Einfahrt zum Strand wird man gleich
von „Schleppern“ in Empfang genommen, die einen gleich zu einem der ansässigen
Bootsleute bugsieren. Kann man ruhig mit sich machen lassen. Die Boote sind
alle ähnlich und die Preise auch.. Mit recht abenteuerlichen
Selbstbaukonstruktionen, die verhindern sollen (und es auch tun) daß man nasse
Füße bekommt, wird man zu den Booten geschoben, die auf dem Strand in der
Brandung liegen. Dann geht’s raus aufs Meer. Wobei die Strecke vielleicht bestenfalls
einen halben Kilometer beträgt. Die Anzahl der Vögel ist recht überschaubar.
Aber sie sind sichtbar. Die Boote fahren dicht an die Inseln heran. Man darf
sie aber nicht betreten. Aber so kommt man den Tieren mal ein wenig näher.
Schauen ist einfach. Fotografieren leider nicht, denn in den kleinen Booten
wird das zu einer wackeligen Angelegenheit. Dazu wird man von einem Guide mit
Informationen versorgt, natürlich auf Spanisch. Es war ein sher netter Trip,
den ich so nicht erwartet hätte. Zumal heute ja Feiertag ist und ansonsten die
Insel wirklich komplett lahmgelegt ist. Es hat wirklich gar nichts auf. Es
fuhren nur die Fähren und die Fischer. Immerhin das Wichtigste.
Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Rundweg um die
berühmten Holzkirchen von Chiloé zu besuchen. Dies wurde in doppelter Hinsicht
zum Reinfall. Zum einen habe ich mich verfahren und habe damit locker eine
Stunde verplempert. Und als dann endlich eine Kirche vor mir stand, war sie
wegen des Feiertags natürlich geschlossen. Also muss ich das morgen früh
nachholen, bevor es in den Nationalpark geht.
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