Heute kam ich nicht so richtig in Schwung. Vielleicht machen
die ganzen Tage an frischer Luft langsam müde. Oder es lag am heute recht
durchwachsenen und kalten Wetter. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall kam ich
kurz vor Mittag aus dem Haus und machte mich wieder zum Torres del Paine auf
den Weg. Heute ging es auf die andere Seite des Parks zum Lago Grey. Dort kann
man am Hotel Grey eine Bootstour über den Lago Grey machen. Diese dauert etwa 3
Stunden (habe ich schon mal erwähnt, dass Seen hier wirklich Seen sind und
keine Pfützen ?) und am anderen Ende des Sees wartet als Höhepunkt der Glaciar
Lago Grey. Also mal wieder ein Gletscher. Dieser ist ähnlich lang wieder der Perito
Moreno, sieht aber nicht ganz so eindrucksvoll aus. Das liegt vor allem daran,
dass die Gletscherzunge durch zwei Inseln, die im Weg liegen, dreigeteilt ist.
Die mittlere ist noch die eindrucksvollste. Die Form unterscheidet sich vom
Perito Moreno. Da dieser Gletscher über erheblich unwegsameres Geländer
klettern muss, ist er am Ende viel zackenförmiger gebaut als sein
argentinischer Nachbar.
Um auf das Boot zu kommen muss man einen etwa 30 Minütigen
Spaziergang durch einen kleinen Wald und ein Stück Strand machen. So komme ich
doch noch zum Wandern ……. Natürlich nicht ohne einen Preis zu zahlen. Als ich
mit vielen anderen Gästen losging, fing es natürlich an zu schütten. So kamen
wir alle schön durchnässt und frierend am Boot an. Beim Rückweg war es dann nur
noch windig. Als ich dann zu Hause ankam war dann auch das Apartment kalt. Wie
in Chile ja leider üblich. Nun gibt der Holzofen alles um mich zu wärmen.
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