Mit strahlendem Sonnenschein empfing mich der Tag. Zuerst
musste ich einige Logistikprobleme lösen. Hieß Tanken, Geld holen und sich in
der Panaderia für´s Frühstück versorgen. Klingt banal, ist es hier in
Argentinien aber nicht immer. Ging aber alles reibungslos. An der Tankstelle
erkannte ich, dass ich heute wohl zum Glückspilz mutieren werde. Normaler weise
ist die Spitze des Fitz Roy Massivs fast immer wolkenverhangen. Heute waren nur
ein paar ganz kleine Wolkenreste um die Spitze und diese lösten sich im
Verlaufe des Vormittags auch noch auf. Wow. Ein beeindruckender Anblick
erwartete mich mal wieder hier in den Bergen.
In El Chaltén sind alle und wenn ich schreibe alle, dann
meine ich auch alle, tagsüber am Wandern. Also hatte ich keine Wahl, ich würde
heute zum Wanderer mutieren. Zuerst sollte es zum Mirador El Condor gehen,
welcher einen tollen Ausblick auf das Fitz Roy Massiv versprach. Es waren zwar
nur 100-150 Metr Höhenunterschied zu bewerkstelligen, aber wer mich kennt, weiß
dass das eine Bergwertung der allerersten Kategorie war. Egal, der Mirador
hielt sein Versprechen und ich bekam einen einmaligen Ausblick auf Fitz Roy und
El Chalten im Vordergrund. Zufrieden stapfte ich ins Tal. Es kam aber noch
besser. Ich gab mir noch einen kurzen Hike. Für erfahrene Wanderer eine Runde
ums Haus, für mich eine Wanderung. Es ging zum Chorillo del Salto, einem
Wasserfall. War mit drei Kilometer veranschlagt. Wie so oft, war diese Angabe
purer Beschiß. Es waren fast 5 Kilometer. Egal. Der Wasserfall war schön und
den Trip wert. Ich war nach der Ankunft aber nun kaputt aber doch zufrieden.
Es war nun aber auch Zeit nach El Calafate aufzubrechen,
meinem nächsten Ziel. Dies war eins meiner Hauptziele hier in Patagonien. Hier
möchte ich mir in den nächsten zwei Tagen den Gletscher Perito Moreno
anschauen. Etwas worauf ich mich schon richtig freue.
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