Mittwoch, 17. September 2014

15. September Fresno- Yosemite National Park


Nach einigen Einkäufen machte ich mich auf den Weg zum Yosemite National Park. Erst einmal war ich überrascht über die lange Fahrtzeit, die das Navi anzeigte von fast 2.5 Stunden. Bis ich dann feststellte, dass sich das bezog auf die Strecke bis Yosemite Valley und nicht bis Parkgrenze. Da war ich dann beruhigt. Zuerst sah der Yosemite NP ähnlich aus, wie der Sequoia NP am Tag zuvor, nur halt ohne große Sequoias. Die Wälder sind allerdings noch größer und üppiger. Es war heute auch mächtig warm. Fast 30°C im Wald auf etwa 2000m Höhe ist schon ziemlich happig. Das hatte ich mir angenehmer vorgestellt. Mal sehen, wie es morgen auf der Tioga Road wird, dort geht’s dann über 3000m hoch. Nun plätscherte der Yosemite NP so recht unspektakulär vor meinem Auge hin und ich begann mich schon zu fragen, warum die hier alle wie die bekloppten her fahren. Dann kam ich am Glacier Point an und ich wusste warum. Es gibt Postkartenausblicke und es gibt Panoramas bei denen man weiss, aus diesen Aufnahmen wirst du definitiv versuchen einen Stitch zu machen und diesen Dir in größtmöglicher Form an die Wand packen. Dieser Ausblick war so einer.Die ganzen Berge und Täler des Parks lagenvor einem. Ein wirklich atemberaubendes Panorama, welches dadurch noch schöner wurde, das es in der schönsten Septembernachmittagssonne vor mir lag und das Ganze auch noch in glasklarer Luft. Da legt man nach getanner Fotografierarbeit auch gerne die Kamera beiseite und setzt sich still hin um die Landschaft zu geniessen.
Auf der Weiterfahrt gab es auch noch einen weiteren Traumhaften Ausblick am Tunnel View, der wie der Name schon sagt, direkt hinter einem Tunnel liegt. Bei diesem hat man übrigends so viel Gottvertrauen in den Fels, dass man die Hälfte des Tunnels erst gar nicht verschalt hat.
Am Ende des Tages kehrte ich in mein „Hotel“ ein. Es nannte sich Housekeeping Camp und ist eigentlich ein riesiges Zeltlager mit über 250 fest aufgebauten Zelten. Die haben alles , was man braucht. Zur Begrüßung gabs sogar ein Marshmellow Package fürs Lagerfeuer. So wurde auf dem Grill auf Holz, wie man es in Namibia gelernt hat ein ordentliches Porterhouse Steak in Nidrigtemperatur gegart. Lecker ! Um 22.00 Uhr ist hier Ruhe angesagt und das haben wir hier gleich. Und vorher muss noch alles, was irgendwie riecht in Bärensichere Boxen verpackt werden. Auch alles an Nahrungsmittel aus dem Auto muss raus. Nicht, dass mich noch ein echter Balou im Zelt besucht.

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