Sonntag, 14. September 2014

13.09. Los Angeles – Palmdale- Mojave- Three Rivers


Heute hiess es Abschied von Los Angeles zu nehmen. Dazu hatte ich mich entschlossen, auf das Pappfrühstück im Holiday Inn Express zu verzichten. Ich besorgte mir ein schönes Sandwich und einen großen Becher Milch und setzte mich noch einmal auf den Imperial Hill. Das ist eine sehr bekannte Spottingposition am Flughafen Los Angeles. Sie liegt erhöht über dem Flughafen und bietet einen wundervollen Überblick über den Platz. Dazu wurden von der Gemeinde recihlich Stühle und Bänke aufgestellt, Bäume für Schatten sind auch da und typisch amerikanisch, kann man hinter „seiner“ Bank direkt parken. Ich hatte mich entschieden heute noch in der Citadelle Outlet Mall shoppen zu gehen, diese macht aber erst um 10.00 Uhr auf. So hatte ich genügend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück am LAX. Irgendwann musste ich dann aber auch mal los. Es war schon sehr spannend zu sehen, wie ruhig und entspannt der Verkehr in L.A. sein kann, wenn der Berufsverkehr durch das Wochenende ausfällt. Der Besuch in der Citadelle Mall verlief für mich leider enttäuschend. Und das, obwohl es dort sogar ein Geschäft für Herrenmode in Übergrößen gab. Aber was soll ich sagen, es gibt so Übergrößenläden, deren System muss man nicht verstehen. Dieser gehörte zu der Sorte, die ich gar nicht mag. Man meint, vermeintliche Eitelkeiten seiner Kunden, durch massives Aufpusten der Kleidergrößen bedienen zu müssen. Ein Beispiel gefällig: In Deutschland trage ich eine 4XL. In diesem Laden war das Gleiche bestenfalls eine 2XL. Dazu hatte alles auch diesen „Ballonlook“ für manche „Big Daddys“ wohl das Richtige, für mich leider nicht. Zumal, weil das was passte und halbwegs aussah dann leider alles andere als Outlet Preise hatte. Nun sollte man nicht meinen, dieses „Aufpusten“ der Klamotten machen alle. Weitg gefehlt. Voller Stolz griff ich bei Nike zu einem Hoodie in 2XL und fragte mich „Wer zum Teufel hat hier die Luft rausgelassen oder das falsche Etikett eingenäht ?“. Naja, sehen wir es positiv: Geld gespart.

Weier ging es zum Flughafen Palmdale. Dieser ist bekannt als Produktionsstätte des Flugzeugherstellers Lockheed Martin. Hier wurden unter anderem folgende Flugzeuge gebaut: L-1011 Tristar, F-117 Nighthawk (auch als Stealth Fighter bekannt), B-2. Zudem ist hier die Ideenschmiede der Militärluftfahrt auch als „Skunk Works“ bekannt, und die Air Research Division der NASA beheimatet. Der Platz selber ist recht ruhig und uninteressant. Es gibt aber einen öffentlichen Airpark, welcher von Freitag bis Sonntag geöffnet ist und das Ganze ist kostenfrei. Highlights sind zwei SR-71 Blackbird (davon 1 Prototyp), B-52, NASA Jetstar, Curtiss Commando und als neuste Errungenschaft der Boeing 747 Shuttle Carrier, mit dem früher die Shuttles der NASA zwischen der Edwards AFB, die ja nebenan liegt, und Florida hin- und hergeflogen wurden.Nun wird er nicht mehr gebraucht, da kann man ihn auch nebenan ins Museum stellen. Witzige Anekdote ist hierbei auch, dass die Amis an einem deutschen Flugzeug rumgebastelt haben um daraus ggfs. Einen Militärtransporter zu bauen. Man hat der Dornier DO328 ein neues Heck mit Heckladerampe verpasst aus neuesten Materialien. Über einen Prototypen kam das Projekt wohl nie hinaus.

Von Palmdale ging es weiter Mojave Air- und Spaceport. Leider liess sich dort Richard Bransons „Virgin Space Aircraft“ nicht blicken. Ansonsten ist Mojave ein großer Flugzeugabstellplatz und – friedhof. Es gibt nur wenige Flugzeuge, die von hier auch wieder wegfliegen. Meist fliegen sie hier nur hin und enden nach einiger Zeit als Cola Dosen.

Dann musste ich auch mal auf die Tube drücken. Es waren noch über 100 Meilen bis zum Tagesziel Three Rivers vorm Sequoia National Park.Man fuhr zuerst durch ein riesiges Tal, welches so dermaßen mit Windrädern zugestellt wurde, wie ich es noch nirgends in der Welt gesehen habe. Wer an der Autobahn bei Magdeburg glaubt, dass seien viele Windräder, muss hierher kommen. Man wird eines Besseren belehrt. Danach fährt man durch den Obst und Weingarten Kaliforniens. Riesige Plantagen und Rebenfelder säumen den Weg. Man sieht aber auch, dass ein hoher Preis dafür gezahlt werden muss. Eigentlich ist das Land auch nur Wüste. Dementsprechend muss ein irrwitziger Bewässerungsaufwand betrieben werden. Und das bei den bekannten Wasserproblemen in Kalifornien. Mal sehen, wie lange man das hier noch durchhält. Aber das ist mir hier schon recht deutlich aufgefallen: Man redet hier sehr viel über Nachhaltigkeit „Sustainability“, aber mit dem Handeln hinkt man noch seeeehr weit hinterher. In meinen Augen hat man allgemein noch gar keinen Plan, wo man überhaupt mal anfangen sollte und daher lässt man alles beim Alten.

Kurz nach Sonnenuntergang kam ich dann in der Best Western Holiday Lodge an (die nicht zur gleichnamigen Kette gehört).

Und morgen lautet dann das Motto:

Mammutmensch trifft Mammutbaum !!!!! ;-)

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