Montag, 22. September 2014

21. September Corning – Lassen Volcanic National Park- Medford


Der Blick zum Himmel machte sofort klar, heute wird es eher ein grauer Tag. Schade, bisher hatte ich ausschließlich Sonnentage in den Nationalparks. Heute war Sonntag und ich erwartete einen ordentlichen Besuch im Park, doch die Situation war seeeehr entspannt. Der Park ist für Touristen doch zu sehr ab von den üblichen Routen und für die einheimischen sind die Ferien schon vorbei und wie mir die Rezeptionistin am Vorabend erzählte, mögen die Einheimischen den Park auch eher im Winter, wenn Schnee liegt.

Nach der Einfahrt befindet sich ein Visitor Centre, welches über eine sehr informative Ausstellung über die verschiedenen im Park befindlichen Vulkane verfügt. Die größte Feld für Rauchsäulen und kochende Schlammlöcher befindet sich bereits kurz hinter dem Visitor Centre und kündigt sich dem Fahrer mit offenem Fenster bereits vorweg mit ordentlichem Schwefelgeruch an. Das Ganze befindet sich sehr Besucherfreundlich in der Nähe zur Straße. Aufgrund der Gefährlichkeit gibt es keine Wege in das Feld hinein. Alle weiteren Thermalquellen sind nur nur durch kletterintensive Hikes zu erreichen. Da musste ich passen. Der Park liegt in der kompletten Ausdehnung zwischen 2000 und 2600 Metern. Da noch bis zu 300m Höhenunterschied zu Fuss zu wuppen übersteigt meine körperliche Konstitution. Aber auch die restliche Landschaft hat einiges zu bieten. Sehr schöne Berg- und Seepanoramen zum Beispiel. So kann man den Lassen Peak sehr schön spiegelnd im Lake Helen aufnehmen. Wenn der Wettergott denn will. Ich konnte die Aufnahme heute machen, es war jedoch gerade die Sonne hinter Wolken verschwunden. Es war aber absehbar, dass sie wiederkommt. Also wartete ich und die Sonne kam auch wieder, doch nun fing Petrus an, über das Wasser des Sees zu pusten, so dass der Spiegelungseffekt weg war. Kurze Zeit später war die Sonne weg und der Wind auch und ich fühlte mich von Petrus ein wenig veräppelt. Aber da er das schon die ganze Reise mit mir macht …..... gewöhne ich mich mal dran.

Weiter ging es durch den Park, der von sehr schönen Wäldern geprägt ist. Und da es nur sehr wenige Besucher gab, konnte man den Park in Ruhe und stressfrei erkunden. Ein paar wenige meinten natürlich trotzdem mit 50 Meilen/Stunde durch den Park brettern zu müssen. Da war ich am Ende meiner Tour durch den Park sehr erfreut, als ich einen Polizisten mit einer Radarpistole in der Hand sah, der einer bedröppelten Familie eine Gardinenpredigt hielt (und wohl nicht nur das).

Zum Schluss erkundete ich den Lake Manzanita. Er fungiert als eine Art Naherholungsgebiet und hat auch eine üppige Tierwelt. So konnte ich hier reichlich Eichhörnchen und Vögel aufnehmen (habe ich bereits erwähnt, dass ich mein neues 150-600mm Zoom saugeil finde ?? Dann möchte das hiermit (nochmal) tun ! :-))

Damit war der Tag im Nationalpark auch schon vorbei und es ging auf den langen Weg nach Medford, wo für die nächste Station übernachtet werdne sollte. Einen Zwischenstopp gab es noch am Flughafen von Redding, wo es einige Waldbrandlöschflugzeuge zu bewundern gab.

Die Reise nach Medford über die I-5 zog sich wie Kaugummi. Insgesamt habe ich auch das Gefühl, dass die Meilen hier in Nordkalifornien und jetzt Oregon doppelt so lang sind, wie bisher. Ich fahr und fahr und fahr und der Meilenzähler wird nicht kleiner und die Routen sind hier eh schon so lang.

Zum Schluss des Tages auch noch das erste Mal in diesem Urlaub so richtig grottig gegessen.“The Purple Plum Family Restaurant“ in Yreka. Finger weg. Dann lieber Junk Food. Dieser Ort ist aber auch wirklich klasse. Ich kam so gegen 20.20 Uhr dort an. Die Läden an der Autobahn hatten auf, der Rest des Ortes war original schon komplett verdunkelt. Ich bekam noch mein Essen und ab 21.00 Uhr wurde man auch am Highway hinausgefegt. Selbst Subway machte zu. Das hatte was von schottischen Highlands. Da war das ähnlich.

Gegen 22.00 Uhr kam ich endlich in Medford im Hotel an. Morgen nochmal so eine lange Tour. Von Medford über den Crater Lake bis nach Portland. Aber das ist dann auch schon die vorletzte Etappe des Urlaubs. Schnief !

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen