Der Blick zum Himmel machte sofort
klar, heute wird es eher ein grauer Tag. Schade, bisher hatte ich
ausschließlich Sonnentage in den Nationalparks. Heute war Sonntag
und ich erwartete einen ordentlichen Besuch im Park, doch die
Situation war seeeehr entspannt. Der Park ist für Touristen doch zu
sehr ab von den üblichen Routen und für die einheimischen sind die
Ferien schon vorbei und wie mir die Rezeptionistin am Vorabend
erzählte, mögen die Einheimischen den Park auch eher im Winter,
wenn Schnee liegt.
Nach der Einfahrt befindet sich ein
Visitor Centre, welches über eine sehr informative Ausstellung über
die verschiedenen im Park befindlichen Vulkane verfügt. Die größte
Feld für Rauchsäulen und kochende Schlammlöcher befindet sich
bereits kurz hinter dem Visitor Centre und kündigt sich dem Fahrer
mit offenem Fenster bereits vorweg mit ordentlichem Schwefelgeruch
an. Das Ganze befindet sich sehr Besucherfreundlich in der Nähe zur
Straße. Aufgrund der Gefährlichkeit gibt es keine Wege in das Feld
hinein. Alle weiteren Thermalquellen sind nur nur durch
kletterintensive Hikes zu erreichen. Da musste ich passen. Der Park
liegt in der kompletten Ausdehnung zwischen 2000 und 2600 Metern. Da
noch bis zu 300m Höhenunterschied zu Fuss zu wuppen übersteigt
meine körperliche Konstitution. Aber auch die restliche Landschaft
hat einiges zu bieten. Sehr schöne Berg- und Seepanoramen zum
Beispiel. So kann man den Lassen Peak sehr schön spiegelnd im Lake
Helen aufnehmen. Wenn der Wettergott denn will. Ich konnte die
Aufnahme heute machen, es war jedoch gerade die Sonne hinter Wolken
verschwunden. Es war aber absehbar, dass sie wiederkommt. Also
wartete ich und die Sonne kam auch wieder, doch nun fing Petrus an,
über das Wasser des Sees zu pusten, so dass der Spiegelungseffekt
weg war. Kurze Zeit später war die Sonne weg und der Wind auch und
ich fühlte mich von Petrus ein wenig veräppelt. Aber da er das
schon die ganze Reise mit mir macht …..... gewöhne ich mich mal
dran.
Weiter ging es durch den Park, der von
sehr schönen Wäldern geprägt ist. Und da es nur sehr wenige
Besucher gab, konnte man den Park in Ruhe und stressfrei erkunden.
Ein paar wenige meinten natürlich trotzdem mit 50 Meilen/Stunde
durch den Park brettern zu müssen. Da war ich am Ende meiner Tour
durch den Park sehr erfreut, als ich einen Polizisten mit einer
Radarpistole in der Hand sah, der einer bedröppelten Familie eine
Gardinenpredigt hielt (und wohl nicht nur das).
Zum Schluss erkundete ich den Lake
Manzanita. Er fungiert als eine Art Naherholungsgebiet und hat auch
eine üppige Tierwelt. So konnte ich hier reichlich Eichhörnchen und
Vögel aufnehmen (habe ich bereits erwähnt, dass ich mein neues
150-600mm Zoom saugeil finde ?? Dann möchte das hiermit (nochmal)
tun ! :-))
Damit war der Tag im Nationalpark auch
schon vorbei und es ging auf den langen Weg nach Medford, wo für die
nächste Station übernachtet werdne sollte. Einen Zwischenstopp gab
es noch am Flughafen von Redding, wo es einige
Waldbrandlöschflugzeuge zu bewundern gab.
Die Reise nach Medford über die I-5
zog sich wie Kaugummi. Insgesamt habe ich auch das Gefühl, dass die
Meilen hier in Nordkalifornien und jetzt Oregon doppelt so lang sind,
wie bisher. Ich fahr und fahr und fahr und der Meilenzähler wird
nicht kleiner und die Routen sind hier eh schon so lang.
Zum Schluss des Tages auch noch das
erste Mal in diesem Urlaub so richtig grottig gegessen.“The Purple
Plum Family Restaurant“ in Yreka. Finger weg. Dann lieber Junk
Food. Dieser Ort ist aber auch wirklich klasse. Ich kam so gegen
20.20 Uhr dort an. Die Läden an der Autobahn hatten auf, der Rest
des Ortes war original schon komplett verdunkelt. Ich bekam noch mein
Essen und ab 21.00 Uhr wurde man auch am Highway hinausgefegt. Selbst
Subway machte zu. Das hatte was von schottischen Highlands. Da war
das ähnlich.
Gegen 22.00 Uhr kam ich endlich in
Medford im Hotel an. Morgen nochmal so eine lange Tour. Von Medford
über den Crater Lake bis nach Portland. Aber das ist dann auch schon
die vorletzte Etappe des Urlaubs. Schnief !
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