Sonntag, 21. September 2014

20. September San Francisco – Corning


Heute war Abschied nehmen von San Francisco angesagt und ein Fahrtag lag vor mir, der sich deutlich länger gestalten sollte, als vorgesehen.

Der Abschied von Frisco fieal mir schon deutlich schwerer als von L.A.. Die stadt hat erheblich mehr Flair und die Leute sind schon deutlich relaxter und netter. Aber da kommt das Beste ja zum Schluss der Reise.

Nach dem Aufstehen ging wieder der bange Blick zum Himmel und ich hätte ihn mir sparen sollen. Schon wieder Seenebel ! Sche.....e ! Naja, trotzdem zur Golden Gate Bridge gefahren. Die Nebeluntergrenze lag immerhin etwas höher als gestern und nur die Spitzen der Brückentürme verschwanden im Nebel. Immerhin, ließ sich so ein kleiner Blick von den in reichlicher Anzahl vorhanden alten Geschützstellungen erhaschen. Der am Besten gelegene Aussichtspunkt lag aber bereits so hoch, dass man von der Brücke gar nicht mehr sah. Bleibt festzuhalten: Golden Gate Bridge, mit Dir habe ich noch eine Rechnung offen ! (Schon die zweite offene Rechnung nach der Route 66). Immerhin bin ich mal drüber gefahren.

Nach der Golden Gate fuhr ich weiter an der Küste entlang. In dem Gürtel der alten Geschützstellungen, befand sich auch eine stillgelegte Nike-Raketenabschussbasis. Als ehemaliger Raketenschütze der Bundeswehr interessierte mich natürlich, wie so eine Stellung in Wirklichkeit ausgesehen hat. Leider war kein Raketen-Dummie als Ausstellungsstück vorhanden.

Weiter ging es Richtung Norden an der Küste entlang auf dem Highway 1. Eine schöne Küstenstrasse mit tollen Ausblicken auf das Meer und aufregenden Landschaften im Hinterland. Westküsten sind auf diesem Planeten immer noch die schönsten und aufregendsten Küsten ! Hat mich streckenweise an Irland und Schottland erinnert.
Genervt haben heute nur die wirklich seeehr vielen Radfahrer. Heute fand eines von (weie ich gelernt habe vielen) Amateurrennen entlang des Highway 1 statt.

Nach einer schönen Aussichtspause am Meer, befand ich, es wäre Zeit sich auf den Weg nach Corning aufzumachen, wo ich die Nacht verbringen wollte. Dort wollte ich zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr ankommen. Dann der Schock: Das Navi schmiss als Ankuntszeit 22.10 Uhr aus !!! Und die meiste Strecke ging durch die Berge. Und es war nur noch etwa 1:30 Stunden hell ! Na, ganz großes Kino. Es stellte sich glücklicherweise als nicht ganz so schlimm heraus. Nur die ersten 20 Meilen waren ätzendes Serpentinenfahren, danach kam ein Freeway, der durchs Tal führte, an einem riesigen See entlang. Und als es dunkel war kam auch schon der Interstate 5, welche kerzengerade nach Norden führte. So kam ich auch schon um 21:20 Uhr im Hotel an, welches neben einem riiiiiieeeeesigen Truck Stop steht. Mindestens einen Quadratkilometer nur Trucks !! Wahnsinn !

Morgen ist dann der nächste Nationalpark angesagt: Lassen Volcanic National Park. Blubbernde Schlammlöcher und Geysire gucken. Ich freu mich ! (wenn auch nicht so auf den Schwefelgestank, aber der gehört wohl leider dazu !)

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