Heute war Abschied nehmen von San
Francisco angesagt und ein Fahrtag lag vor mir, der sich deutlich
länger gestalten sollte, als vorgesehen.
Der Abschied von Frisco fieal mir schon
deutlich schwerer als von L.A.. Die stadt hat erheblich mehr Flair
und die Leute sind schon deutlich relaxter und netter. Aber da kommt
das Beste ja zum Schluss der Reise.
Nach dem Aufstehen ging wieder der
bange Blick zum Himmel und ich hätte ihn mir sparen sollen. Schon
wieder Seenebel ! Sche.....e ! Naja, trotzdem zur Golden Gate Bridge
gefahren. Die Nebeluntergrenze lag immerhin etwas höher als gestern
und nur die Spitzen der Brückentürme verschwanden im Nebel.
Immerhin, ließ sich so ein kleiner Blick von den in reichlicher
Anzahl vorhanden alten Geschützstellungen erhaschen. Der am Besten
gelegene Aussichtspunkt lag aber bereits so hoch, dass man von der
Brücke gar nicht mehr sah. Bleibt festzuhalten: Golden Gate Bridge,
mit Dir habe ich noch eine Rechnung offen ! (Schon die zweite offene
Rechnung nach der Route 66). Immerhin bin ich mal drüber gefahren.
Nach der Golden Gate fuhr ich weiter an
der Küste entlang. In dem Gürtel der alten Geschützstellungen,
befand sich auch eine stillgelegte Nike-Raketenabschussbasis. Als
ehemaliger Raketenschütze der Bundeswehr interessierte mich
natürlich, wie so eine Stellung in Wirklichkeit ausgesehen hat.
Leider war kein Raketen-Dummie als Ausstellungsstück vorhanden.
Weiter ging es Richtung Norden an der
Küste entlang auf dem Highway 1. Eine schöne Küstenstrasse mit
tollen Ausblicken auf das Meer und aufregenden Landschaften im
Hinterland. Westküsten sind auf diesem Planeten immer noch die
schönsten und aufregendsten Küsten ! Hat mich streckenweise an
Irland und Schottland erinnert.
Genervt haben heute nur die wirklich
seeehr vielen Radfahrer. Heute fand eines von (weie ich gelernt habe
vielen) Amateurrennen entlang des Highway 1 statt.
Nach einer schönen Aussichtspause am
Meer, befand ich, es wäre Zeit sich auf den Weg nach Corning
aufzumachen, wo ich die Nacht verbringen wollte. Dort wollte ich
zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr ankommen. Dann der Schock: Das Navi
schmiss als Ankuntszeit 22.10 Uhr aus !!! Und die meiste Strecke ging
durch die Berge. Und es war nur noch etwa 1:30 Stunden hell ! Na,
ganz großes Kino. Es stellte sich glücklicherweise als nicht ganz
so schlimm heraus. Nur die ersten 20 Meilen waren ätzendes
Serpentinenfahren, danach kam ein Freeway, der durchs Tal führte, an
einem riesigen See entlang. Und als es dunkel war kam auch schon der
Interstate 5, welche kerzengerade nach Norden führte. So kam ich
auch schon um 21:20 Uhr im Hotel an, welches neben einem
riiiiiieeeeesigen Truck Stop steht. Mindestens einen Quadratkilometer
nur Trucks !! Wahnsinn !
Morgen ist dann der nächste
Nationalpark angesagt: Lassen Volcanic National Park. Blubbernde
Schlammlöcher und Geysire gucken. Ich freu mich ! (wenn auch nicht
so auf den Schwefelgestank, aber der gehört wohl leider dazu !)
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