Mittwoch, 12. September 2012

  1. Sept. Tsondab Valley – Swakopmund (Guesthouse Fischreiher)

Nach den ganzen Frühaufstehorgien der letzten Tage, liess ich es heute locker angehen. Aufgestanden wurde zum Sonnenaufgang und danach erst einmal ausgiebig in der Sonne gefrühstückt. Es war aber erst einmal schon ein seltsames Gefühl am Abend. Ich war der einizige Gast auf der ganzen Ranch. Auch in den Lodge Bungalows war kein Gast.

Nach dem Frühstück verabschiedete ich mich von der Hausherrin und machte mich auf den Weg nach Swakopmund. Auf den ersten Kilometern der Pad konnte man mal richtig Kilometer reissen, die Pad war eben wie eine Aspahltstrasse, aber es war ja klar, das das nicht so bleiben würde. Kurz vorm Namib Naukluft Nationalpark wurde die Pad zur Wellblechpiste übelster Sorte. Meine Kamera auf dem Beifahrersitz löste sogar von dem ganzen Gerüttel von alleine aus.

Für den Nationalpark wollte ich mir eigentlich ein Permit am Eingang holen, um mir ein oder zwei Wasserlöcher anzuschauen und meine Wildbilanz etwas aufzubessern. Aber was war ? Nix war ! Kein Häuschen zum Permit kaufen weit und breit. Mist ! Also musste ich bis Walvis Bay auf der Hauptstrasse bleiben. Und diese Strecke war nicht nur lang, sondern auch öde. Da war die Strecke nach Lüderitz aufregender. Kurz vor Walvis Bay änderte sich die Wüste. Aus der Steinwüste Namibias wurde eine Sandwüste, wie wir sie z.B. aus Arabien kennen. Da ich nun eh nach Walvis Bay fahren musste, machte ich das Beste daraus und ging auf Flamingo Jagd, denn wie ich ja aus Lüderitz wusste, sind die Flamingos gerade an der Küste und die Kolonie in Walvis Bay soll die Größte sein. Ein bisschen musste ich den Weg zur Lagune im verwinkelten Walvis Bay suchen. Doch dann lag sie vor mir mit wirklich Tausenden von Flamingos drin, die sich über die ganze Lagune verteilten. So fuhr ich diese ganze Aufreihung an Flamingo Schwärmen erst einmal ab. Im weiteren Verlauf kommt man an die „Felder“ der hiesigen Salzgewinnungsfabrik. Alle paar Meter waren Schilder, die einen vorm Fotografieren dieser Salzfelder warnten. Kein Wunder ! Ich möchte nicht wissen, was die Namibier durch die ganzen ausliegenden Leitungen in diese Felder hinein leiten. Es hat gestunken wie ein Riesen Campingklo ! Und auf der anderen Seite der Dammstrasse feinste Natur mit Seevögeln aller Art. Irgendwie bizarr das Ganze.

Auf dem Rückweg machte ich dann noch Unmengen an Fotos von den Vögeln. An der Promenade angekommen, fehlte mir noch eines zu meinem Glück: den täglich Hummeldumm Bus gib mir heute ! Diesmal mit zwei besonders dämlichen italienischen Exemplaren drin. Einer von den Hummeldumms war top ausgerüstet mit elend langer Telebrennweite. Er und meine Wenigkeit mit dem 400mm Objektiv machten uns auf die Jagd. Zwei kleine unwissende Italienerinnen, meinten es uns nachtun zu müssen: Mit Kameras vom Format Canon Ixus o.ä. !!!!! Ja nee, is klar Mädels ! Bis die dann so nah dran waren, das ein Pixel auf ihren Superkameras ausgefüllt war, machten sich die Vögel auch schon aus dem Staub.
Apropos Vögel: Irgendeinem Fisch bekam die Anwesenheit von so vielen Vögeln gar nicht gut und er meinte, es ihnen nachtun zu müssen. Und er hüpfte und flog und hüpfte und flog ….............

Nachdem der Fotochip langsam zu glühen anfing, schaute ich auf die Uhr und beschloss, es wäre Zeit, nach Swakopmund weiterzufahren. Entlang der Sanddünen auf der rechten Seite und dem Meer an der linken Seite. Was für eine Verschwendung. Da hat Namibia zig Kilometer schönsten Sandstrand und kann ihn nicht nutzen, weil das Wasser zu kalt ist. Dafür kann man mit demAuto direkt drauffahren, kein Problem …...
In Swakopmund angekommen, steuerte ich die erstbeste Apotheke an und füllte meine Verbandsvorräte auf. Ich will dieses vermaledeite Knie endlich heile bekommen.

Dann ging es weiter zum Guesthouse Fischreiher. Ich wurde herzlich Willkommen geheissen. Man fragte mich auch gleich nach den beabsichtigten Aktivitäten aus (ohne solche kommt man hier in Swakop nicht davon). Die morgige Living Desert Tour habe ich schon von Deutschland aus gebucht. So gab ich im Guesthouse die Bootstour und vor allem den Rundflug in Auftrag. Nach dem Ballondesaster muss wenigstens der Rundflug klappen. Doch die ersten Rückmeldungen sehen nicht gut aus. Den Airlines bin ich zu schwer. Die werden ihre Plätze hier auch genügend an normalgewichtige los ! Na Prima !. Naja, morgen solls noch weitere Rückmeldungen geben. Manno ! Ich will doch unbedingt die Schiffswracks in der Wüste sehen !

Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, gings dann noch im „The Wreck“ lecker essen. Diesmal Fisch. Mir ist Steak nach den ganzen Braais der letzten Tage echt schon ein wenig über ! (hätte es nicht glauben können, das man mal ZUVIEL Steak gegessen hat) So werden das wohl fischlastige Tage in Swakop. Aber warum müssen die Namibier immer panieren ?? Geht doch auch ohne panieren lecker !

Nun geht’s ab ins Bett den morgen steht um 08.00 Uhr schon der Bus der Desert Tour vor der Tür. Wenns denn schon mit den Big Five hier noch nicht klappt, ziehe ich mir halt jetzt die Small Five hier rein.




























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