- Sept. Tsondab Valley – Swakopmund (Guesthouse Fischreiher)
Nach den ganzen Frühaufstehorgien der
letzten Tage, liess ich es heute locker angehen. Aufgestanden wurde
zum Sonnenaufgang und danach erst einmal ausgiebig in der Sonne
gefrühstückt. Es war aber erst einmal schon ein seltsames Gefühl
am Abend. Ich war der einizige Gast auf der ganzen Ranch. Auch in den
Lodge Bungalows war kein Gast.
Nach dem Frühstück verabschiedete ich
mich von der Hausherrin und machte mich auf den Weg nach Swakopmund.
Auf den ersten Kilometern der Pad konnte man mal richtig Kilometer
reissen, die Pad war eben wie eine Aspahltstrasse, aber es war ja
klar, das das nicht so bleiben würde. Kurz vorm Namib Naukluft
Nationalpark wurde die Pad zur Wellblechpiste übelster Sorte. Meine
Kamera auf dem Beifahrersitz löste sogar von dem ganzen Gerüttel von
alleine aus.
Für den Nationalpark wollte ich mir
eigentlich ein Permit am Eingang holen, um mir ein oder zwei
Wasserlöcher anzuschauen und meine Wildbilanz etwas aufzubessern.
Aber was war ? Nix war ! Kein Häuschen zum Permit kaufen weit und
breit. Mist ! Also musste ich bis Walvis Bay auf der Hauptstrasse
bleiben. Und diese Strecke war nicht nur lang, sondern auch öde. Da
war die Strecke nach Lüderitz aufregender. Kurz vor Walvis Bay
änderte sich die Wüste. Aus der Steinwüste Namibias wurde eine
Sandwüste, wie wir sie z.B. aus Arabien kennen. Da ich nun eh nach
Walvis Bay fahren musste, machte ich das Beste daraus und ging auf
Flamingo Jagd, denn wie ich ja aus Lüderitz wusste, sind die
Flamingos gerade an der Küste und die Kolonie in Walvis Bay soll die
Größte sein. Ein bisschen musste ich den Weg zur Lagune im
verwinkelten Walvis Bay suchen. Doch dann lag sie vor mir mit
wirklich Tausenden von Flamingos drin, die sich über die ganze
Lagune verteilten. So fuhr ich diese ganze Aufreihung an Flamingo
Schwärmen erst einmal ab. Im weiteren Verlauf kommt man an die
„Felder“ der hiesigen Salzgewinnungsfabrik. Alle paar Meter waren
Schilder, die einen vorm Fotografieren dieser Salzfelder warnten.
Kein Wunder ! Ich möchte nicht wissen, was die Namibier durch die
ganzen ausliegenden Leitungen in diese Felder hinein leiten. Es hat
gestunken wie ein Riesen Campingklo ! Und auf der anderen Seite der
Dammstrasse feinste Natur mit Seevögeln aller Art. Irgendwie bizarr
das Ganze.
Auf dem Rückweg machte ich dann noch
Unmengen an Fotos von den Vögeln. An der Promenade angekommen,
fehlte mir noch eines zu meinem Glück: den täglich Hummeldumm Bus
gib mir heute ! Diesmal mit zwei besonders dämlichen italienischen
Exemplaren drin. Einer von den Hummeldumms war top ausgerüstet mit
elend langer Telebrennweite. Er und meine Wenigkeit mit dem 400mm
Objektiv machten uns auf die Jagd. Zwei kleine unwissende
Italienerinnen, meinten es uns nachtun zu müssen: Mit Kameras vom
Format Canon Ixus o.ä. !!!!! Ja nee, is klar Mädels ! Bis die dann
so nah dran waren, das ein Pixel auf ihren Superkameras ausgefüllt
war, machten sich die Vögel auch schon aus dem Staub.
Apropos Vögel: Irgendeinem Fisch bekam
die Anwesenheit von so vielen Vögeln gar nicht gut und er meinte, es
ihnen nachtun zu müssen. Und er hüpfte und flog und hüpfte und
flog ….............
Nachdem der Fotochip langsam zu glühen
anfing, schaute ich auf die Uhr und beschloss, es wäre Zeit, nach
Swakopmund weiterzufahren. Entlang der Sanddünen auf der rechten
Seite und dem Meer an der linken Seite. Was für eine Verschwendung.
Da hat Namibia zig Kilometer schönsten Sandstrand und kann ihn
nicht nutzen, weil das Wasser zu kalt ist. Dafür kann man mit
demAuto direkt drauffahren, kein Problem …...
In Swakopmund angekommen, steuerte ich
die erstbeste Apotheke an und füllte meine Verbandsvorräte auf. Ich
will dieses vermaledeite Knie endlich heile bekommen.
Dann ging es weiter zum Guesthouse
Fischreiher. Ich wurde herzlich Willkommen geheissen. Man fragte mich
auch gleich nach den beabsichtigten Aktivitäten aus (ohne solche
kommt man hier in Swakop nicht davon). Die morgige Living Desert Tour
habe ich schon von Deutschland aus gebucht. So gab ich im Guesthouse
die Bootstour und vor allem den Rundflug in Auftrag. Nach dem
Ballondesaster muss wenigstens der Rundflug klappen. Doch die ersten
Rückmeldungen sehen nicht gut aus. Den Airlines bin ich zu schwer.
Die werden ihre Plätze hier auch genügend an normalgewichtige los
! Na Prima !. Naja, morgen solls noch weitere Rückmeldungen geben.
Manno ! Ich will doch unbedingt die Schiffswracks in der Wüste sehen
!
Nachdem ich mich frisch gemacht hatte,
gings dann noch im „The Wreck“ lecker essen. Diesmal Fisch. Mir
ist Steak nach den ganzen Braais der letzten Tage echt schon ein
wenig über ! (hätte es nicht glauben können, das man mal ZUVIEL
Steak gegessen hat) So werden das wohl fischlastige Tage in Swakop.
Aber warum müssen die Namibier immer panieren ?? Geht doch auch ohne
panieren lecker !
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