Dienstag, 11. September 2012

11.Sept. Sesriem – Tsondab Valley Nature Reserve

Heute sollte einer der Höhepunkte meiner Reise sein. Am Vorabend hatte ich mir schon die Pick up Zeit von 06.15 Uhr bei der Sossuvlei Lodge für meine erste Ballonfahrt geholt. Also hiess es wieder früh aufstehen und dann den Fussmarsch rüber zur Lodge. Pünktlich kurz vor 06.00 war ich vor Ort. An der Rezeption angekommen, bekam ich dann die lapidare Mitteilung: Ballooning is cancelled !!
Keine Begründung, kein Sorry. Nur dieser Satz. Ich war vor den Kopf geschlagen und der Tag war gelaufen, auch wenn man weiss dass Ballonfahrten öfter mal gestrichen werden, wegen der Wetterempfindlichkeit. Damit war mein Tagesprogramm auch hinüber. Ich hatte wegen der Ballonfahrt extra eine kurze Tagesetappe geplant, da ich ja sonst erst kurz vor mittag wieder im Camp gewesen wäre. Nun legte ich mich erst einmal wieder zwei Stunden hin. Nochmal ins Sossuvlei hatte ich keine Lust. Der dritte Besuch macht es nicht noch schöner als ich es vorher schon erlebt hatte. Danach folgte ein ausgiebiges Frühstück bei Sonnenschein und ein gemächliches Einpacken.

Und dann ging ich die ganzen ca 70 km bis Tsondab Valley im Trödelgang an.
Da fuhr ich noch nicht einmal 60 km/h auf der Pad und war damit selbst ein Verkehrshindernis für die LKW.
Sonderlich sehenswert fand ich die Strecke trotzdem nicht.

Kurz vor Tsondab Valley kommt man an das kleine Dörfchen Solitaire. Eine wirklich eigentümliche Siedlung. Sie besteht aus einem Hotel, einer Tankstelle, einem kleinen Laden für alles mögliche (dort konnte man sogar Hummeldumm kaufen) und der Neu-Namibia Touri höre genau hin: Eine Bäckerei. Eigentlich eher sogar eine Konditorei, denn die verkaufen da definitiv mehr Kuchen als Brot. Es ist schon sehr eigentümlich, man ist mitten in der Wüste, jegliche Siedlung ist zig Kilometer entfernt und man nimmt einen leckeren Apfelkuchen nach deutschem Rezept, ohne das irgendein Apfel in Namibia wächst, der Kuchen wird gebacken von einem schottischen Bäcker (oder ist er doch Australier ?? Ich habs nicht so ganz verstanden) und das Ganze schmeckt auch noch saulecker !! Irgendein Genuss muss dieser Tag ja bringen ! Aber verstehen muss man das Alles nicht. Noch ein paar Fotos von diesem eigentümlichen Ort gemacht und weiter gings nach Tsondab. Wieder eine lange Anfahrt zur Farm von der Pad. Diesmal waren es 18 Kilometer.

Diese kamen mir aber, wie die ganze Farm, zwar ganz hübsch, aber auch ziemlich öde vor. Vielleicht habe ich aber auch nach über einer Woche fast nur Landschaft anschauen auch den „Landscape-Overkill“ und will jetzt endlich Tiere sehen. Die gibt’s hier nämlich nicht. Dabei würde eine Giraffe hier und da die Szenerie erheblich auflockern ;-)).
Sehr originell ist aber die Farm angelegt. Und der Clou für die Camper sind die offenen Klos und Duschen. Man „verschliesst“ sie , in dem man einen Stein umdreht, auf dem steht „Busy. Please wait !“ Und derjenige, der duscht oder sein Geschäft verrichtet, kann währenddessen die Landschaft geniessen. Viel Spass dabei !

Da ich irgendwie immer noch angefressen und müde war, entschloss ich mich, einen Faulenzer Tag einzulegen. Ausserdem würde mein Knie es mir hoffentlich auch danken. Schliesslich, war es seit Ankunft in Namibia noch nicht zur Ruhe gekommen. Leider geht mir auch langsam das Verbandszeug aus. Morgen in Swakop ist die erste Anlaufstelle eine Apotheke. Sonst habe ich ein Problem.

Nun hoffe ich, dass mir das mitgebrachte marinierte Oryx Steak von Fam. Izko aus Koiimasis lecker munden wird und wenigstens der Abschluss des Tages noch nett wird.






















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