11.Sept. Sesriem – Tsondab Valley
Nature Reserve
Heute sollte einer der Höhepunkte
meiner Reise sein. Am Vorabend hatte ich mir schon die Pick up Zeit
von 06.15 Uhr bei der Sossuvlei Lodge für meine erste Ballonfahrt
geholt. Also hiess es wieder früh aufstehen und dann den Fussmarsch
rüber zur Lodge. Pünktlich kurz vor 06.00 war ich vor Ort. An der
Rezeption angekommen, bekam ich dann die lapidare Mitteilung:
Ballooning is cancelled !!
Keine Begründung, kein Sorry. Nur
dieser Satz. Ich war vor den Kopf geschlagen und der Tag war
gelaufen, auch wenn man weiss dass Ballonfahrten öfter mal
gestrichen werden, wegen der Wetterempfindlichkeit. Damit war mein
Tagesprogramm auch hinüber. Ich hatte wegen der Ballonfahrt extra
eine kurze Tagesetappe geplant, da ich ja sonst erst kurz vor mittag
wieder im Camp gewesen wäre. Nun legte ich mich erst einmal wieder
zwei Stunden hin. Nochmal ins Sossuvlei hatte ich keine Lust. Der
dritte Besuch macht es nicht noch schöner als ich es vorher schon
erlebt hatte. Danach folgte ein ausgiebiges Frühstück bei
Sonnenschein und ein gemächliches Einpacken.
Und dann ging ich die ganzen ca 70 km
bis Tsondab Valley im Trödelgang an.
Da fuhr ich noch nicht einmal 60 km/h
auf der Pad und war damit selbst ein Verkehrshindernis für die LKW.
Sonderlich sehenswert fand ich die
Strecke trotzdem nicht.
Kurz vor Tsondab Valley kommt man an
das kleine Dörfchen Solitaire. Eine wirklich eigentümliche
Siedlung. Sie besteht aus einem Hotel, einer Tankstelle, einem
kleinen Laden für alles mögliche (dort konnte man sogar Hummeldumm
kaufen) und der Neu-Namibia Touri höre genau hin: Eine Bäckerei.
Eigentlich eher sogar eine Konditorei, denn die verkaufen da
definitiv mehr Kuchen als Brot. Es ist schon sehr eigentümlich, man
ist mitten in der Wüste, jegliche Siedlung ist zig Kilometer
entfernt und man nimmt einen leckeren Apfelkuchen nach deutschem
Rezept, ohne das irgendein Apfel in Namibia wächst, der Kuchen wird
gebacken von einem schottischen Bäcker (oder ist er doch Australier
?? Ich habs nicht so ganz verstanden) und das Ganze schmeckt auch
noch saulecker !! Irgendein Genuss muss dieser Tag ja bringen ! Aber
verstehen muss man das Alles nicht. Noch ein paar Fotos von diesem
eigentümlichen Ort gemacht und weiter gings nach Tsondab. Wieder
eine lange Anfahrt zur Farm von der Pad. Diesmal waren es 18
Kilometer.
Diese kamen mir aber, wie die ganze
Farm, zwar ganz hübsch, aber auch ziemlich öde vor. Vielleicht habe
ich aber auch nach über einer Woche fast nur Landschaft anschauen
auch den „Landscape-Overkill“ und will jetzt endlich Tiere sehen.
Die gibt’s hier nämlich nicht. Dabei würde eine Giraffe hier und
da die Szenerie erheblich auflockern ;-)).
Sehr originell ist aber die Farm
angelegt. Und der Clou für die Camper sind die offenen Klos und
Duschen. Man „verschliesst“ sie , in dem man einen Stein umdreht,
auf dem steht „Busy. Please wait !“ Und derjenige, der duscht
oder sein Geschäft verrichtet, kann währenddessen die Landschaft
geniessen. Viel Spass dabei !
Da ich irgendwie immer noch angefressen
und müde war, entschloss ich mich, einen Faulenzer Tag einzulegen.
Ausserdem würde mein Knie es mir hoffentlich auch danken.
Schliesslich, war es seit Ankunft in Namibia noch nicht zur Ruhe
gekommen. Leider geht mir auch langsam das Verbandszeug aus. Morgen
in Swakop ist die erste Anlaufstelle eine Apotheke. Sonst habe ich
ein Problem.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen