05. Sept. Mesosaurus Camp zum Fishriver Canyon (Canon Roadhouse Campsite)
Nach einem tollen Abend folgte leider eine wieder mal unruhige Nacht. Genau nachdem wir uns schlafen gelegt hatten, wurde es sehr windig. Für dieses Wetter, das total überraschend kam stand mein Canopy vollkommen falsch. Es stand genau im Wind und es wackelte. Dabei hatte ich so schöne Bettschwere nach dem Abend gehabt.
Der unangenehme Wind, der dazu auch noch kalt war, blieb auch am nächsten Tag erhalten. Am Morgen verabschiedete ich mich von Bernhild und Michael. Mal sehen wann unsere Touren sich das nächste Mal kreuzen werden.
Danach unternahm ich eine Fahrt auf dem 4x4 Rundkurs des Camps und machte dabei eine schöne Aufnahmen von den Köcherbäumen im Morgenlicht. Der Kurs ist nicht sehr schwer. Man benötigt eigentlich noch nicht einmal einen 4x4. Ein 2x4 mit ausreichend Bodenfreiheit tut es auch. Dann checkte ich aus und verabschiedete mich vom netten Gil.
In Keetmannshoop wurde dann getankt (wobei ich dem Tankwart in Unkenntnis der namibischen Münzen zuviel Trinkgeld gab, ihn dürfte es gefreut haben). Zum Canon Roadhouse nahm ich angesichts der Masse an Zeit einen Umweg über die D618. Ich sollte erst 5 km vor dem Ziel die ersten Menschen wieder zu Gesicht bekommen. Bis dahin totale Stille und Einsamkeit. Aber eine faszinierende Landschaft, die einem den Begriff von Weite noch einmal neu definierte. Am Rande der Strasse liesen sich die ersten Erdmännchen und Klippschliefer blicken. Aber leider wollte keiner für mich Modell stehen. Im späteren Verlauf der Schotterpiste wollte ich einem Stein ausweichen, bis ich bemerkte, dass dieser Stein sich bewegt !!! Ich verfehlte diesen „Stein“ nur knapp und hielt sofort an. Er entpuppte sich als Schildkröte ! Diese musste nun von allen Seiten als Fotomodell herhalten. Es mißfiel ihr sichtlich, aber sie konnte ja nicht weglaufen und musste sich auch eine Inspektion meinerseits gefallen lassen. Ich liess dann doch von ihr ab und setzte meinen Weg fort. Kurz im Roadhouse eingecheckt und zum Dinner angemeldet. Zum Kochen habe ich bei DEM Wind heute keine Lust.
Bevor ich das Canopy aufbaute unternahm ich noch einen ersten Ausflug zum Fishriver Canyon, dem kleinen Bruder des Grand Canyon. Sehr faszinierende Landschaft und der Canyon führte zu meiner Überaschung sogar Wasser. Nach einigen Aufnahmen, beschloss ich am nächsten Morgen wiederzukehren, wenn das Licht auf der richtigen Seite ist.Es ging zum Roadhouse zurück, wo ich den Tag mit einem leckeren Oryx-Steak ausklingen liess. Nun versuche ich in der vom immer noch starken Wind wackelnden Canopy mit Ohropax in den Ohren etwas Schlaf zu finden.
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