17.Sept. Etosha (Okaukuejo)
Nach einer kurzen und unruhigen Nacht
stand ich früh auf. Heute wollte ich ja endlich viele Tiere sehen.
Über dem Camp hing noch der Geruch von Rauch und Asche. Auch wenn
man Richtung Süden schaute, war der Himmel von den Buschbränden
noch rauchverhangen. Nach einem kurzen Besuch an unserem
„Hauswasserloch“ der aber ausser Schakalen keine Neusichtungen
brachte, ging es in den Park hinaus. Am Vormittag wollte ich das
Gebiet und die Wasserlöcher östlich von Okaukuejo erkunden.
Gleich am ersten Wasserloch war jede
Menge los, wenn auch noch keine neuen Tiere. Am 3. Wasserloch dann
endlich auch mal neues: Impala, Kudu, Haartebest, Warzenschwein waren
Neulinge auf meiner Chipkarte. Nach der Runde, auf der ich zum
Abschluss, mir auch die Salzebene anschaute, ging es zurück ins
Camp.
Ich machte ein wenig Augenkosmetik,
danach gings wieder ans Wasserloch. Ein Riesenauflauf aber auch
wieder nur bekannte dabei. Wer meint er hätte in Namibia bisher
viele Springböcke gesehen, sei gewarnt. Hier im Etosha geht das mit
den Viechern erst richtig los. Gefühlt habe ich heute 1 Million
Springböcke gesehen.
Nun machte ich die Nordschleife.
Bernhild und Michael hatten dort am Vorabend Löwen und Gnus
gesichtet. Ich bekam natürlich nur die Gnus zu Gesicht. War ja klar
! Dafür aber im weiteren Verlauf der Schleife tauchte ganz
unvermittelt ein Breitmaulnashorn auf.Nehme ich auch gerne als
Ersatz. Endlich habe ich auch meine ersten freilebenden Erdmännchen
aufnehmen können (die sich nach Konsultation des Tierbuches als
Erdhörnchen entpuppten). Dazu viele Vögel. Zufrieden ging es zurück
ins Camp.
Nach dem Dinner schaute ich auf dem weg
zum Chalet nochmal am Wasserloch vorbei. Ich traute meinen Augen
nicht. 5 Nashörner gleichzeitig. Ich entschied, dieses Schauspiel
auf meiner Festplatte im Kopf zu speichern.Man soll die Welt nicht
nur durch einen Sucher sehen.
Die Buschbrände scheinen zumindest
innerhalb des Parks aufgehört zu haben. Die Luft ist deutlich klarer
und es stehen keine Rauchsäulen mehr überm Park. Das sind gute
News. Hoffentlich bleibt es dabei.
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