18.Sept. Etosha (Okaukuejo - Halali)
Weiter geht es heute auf die Tierjagd.
Aufs Frühstück wurde auch wieder verzichtet, damit es früh
losgehen konnte. Am Wasserloch in Okaukuejo tummelten sich am Morgen
wieder einige Schakale und genossen es, das ganze Wasserloch für sich
zu haben. Doch kurze Zeit später war es mit dieser Ruhe vorbei. Ein
Rudel von insgesamt ca. 100 Zebras und Gnus und 1 einzelnen Kudu
besetzte das Wasserloch. Nach relativ kurzer Zeit war dieser Spuk
vorbei. Das war für mich das Zeichen, aufzubrechen. Ich checkte aus
und nutzte die Tatsache, das Okaukuejo ein Postoffice hat, um eine
Karte nach Hause zu schreiben.
Zuerst ging es noch mal nach Norden.
Vielleicht waren die Löwen ja heute mal da, wo sie sonst hingehören.
Natürlich nicht. Also wieder zurück und die Wasserlöcher auf dem
Weg zum Camp Halali (welches übrigends wirklich nach dem Jagdlied
benannt ist. Von aussen auch deutlich erkennbar am Jagdhorn, das
neben dem Namen steht).
Die ersten Wasserlöcher waren noch
recht unspektakulär, da sich doch überwiegend bekannte Tiere
aufhielten. Dann jedoch kam ich an ein Wasserloch, welches ich
eigentlich auch schon wieder verlassen wollte, als ich auf einmal
eine sehr große Herde Elefanten entdeckte. Es waren am Ende 26
Elefanten mit mehreren Kindern darunter. Sie nahmen erst einmal das
Wasserloch in Beschlag und alle anderen Tiere hatten brav Abstand zu
halten. Was sie, wie zu erwarten war, auch taten. Der weitere Weg
führte mich dann zum Etosha Lookout. Es handelt sich hierbei um
einen Aussichtspunkt, der sich etwa 1-2 km in der Salzpfanne
befindet. Die Strecke dorthin ist ein Graus, aber es ist schon sehr
beeindruckend, wenn man sich in dieser Ödnis der Salzpfanne
befindet. Da ich mich in der Mittagshitze dort aufhielt, konnte ich
auh gleich merken, was für ein Glutofen diese doch ist. Umso
erstaunlicher, das sich einige Tiere ganz bewußt dort hin begeben,
da sie dort vor den Raubtieren sicher sind.
Im weiteren Verlauf kreuzte zuerst ein
Erdhörnchen den Weg. Und zwar genau auf der Strasse. So kam ich in
den Genuß es genauestens und ausgiebig fotografieren zu können. Es
posierte auch fleissig für mich. Nachdem dieser Modeljob erledigt
war, fuhr ich weiter und musste nach der nächsten Kurve gleich in
die Eisen steigen, denn ein Breitmaulnashorn versperrte mir den Weg.
Es drehte sich auch gleich zu mir um und musterte, was ich vorhatte.
Ich entschied, jegliche Konfrontation besser zu meiden und legte erst
einmal den Rückwärtsgang ein.
Dann kam ich in Halali an, checkte dort
ein und bevor ich das Zimmer bezog ging es erst einmal zum
Wasserloch. Dort die große Enttäuschung. Bis zum Sonnenuntergang
tat sich absolut gar nichts. Immerhin traf ich dort Anna und Thomas
wieder. Wir verabredeten zum Dinner und dort wurden die neuesten
Erlebnisse lebhaft ausgetauscht. Nach dem Dinner entschieden wir uns,
mal zu schauen, ob nach dem enttäuschenden Vorabendprogramm, die
Late Night Show vielleicht besser wäre. Und sie war es. Gleich
besuchte uns ein Nashorn, das aber auch sogleich von einer Herde
Elefanten vertrieben wurde. Das Stachelschwein, das auch Durst hatte,
musste ebenfalls unverrichteter Dinge durstig wieder abdrehen. Zwei
Hyänen meinten, sie wären besser drauf und wollten sich dazwischen
drängeln. Das fanden die Elefanten, die ein sehr süßes Baby dabei
hatten, gar nicht witzig. Helmut Zerlett und Band in Form von zwei
Elefanten traten den beiden entgegen und machten in Form von ein
wenig Marschmusik klar, wohin die Reise geht. Ich habe dieses Tröten
ja noch nie live gehört. Es ist schon sehr beeindruckend. Die Hyänen
fanden das auch ;-)) Um Mitternacht war dann auch die beste Late
Night Show vorbei und wir legten uns schlafen. Wir hatten alle lange
Touren am nächsten Tag vor uns: ich musste zum Waterberg und Anna
und Thomas sogar ganz bis nach Windhuk.
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