Freitag, 21. September 2012

18.Sept. Etosha (Okaukuejo - Halali)

Weiter geht es heute auf die Tierjagd. Aufs Frühstück wurde auch wieder verzichtet, damit es früh losgehen konnte. Am Wasserloch in Okaukuejo tummelten sich am Morgen wieder einige Schakale und genossen es, das ganze Wasserloch für sich zu haben. Doch kurze Zeit später war es mit dieser Ruhe vorbei. Ein Rudel von insgesamt ca. 100 Zebras und Gnus und 1 einzelnen Kudu besetzte das Wasserloch. Nach relativ kurzer Zeit war dieser Spuk vorbei. Das war für mich das Zeichen, aufzubrechen. Ich checkte aus und nutzte die Tatsache, das Okaukuejo ein Postoffice hat, um eine Karte nach Hause zu schreiben.

Zuerst ging es noch mal nach Norden. Vielleicht waren die Löwen ja heute mal da, wo sie sonst hingehören. Natürlich nicht. Also wieder zurück und die Wasserlöcher auf dem Weg zum Camp Halali (welches übrigends wirklich nach dem Jagdlied benannt ist. Von aussen auch deutlich erkennbar am Jagdhorn, das neben dem Namen steht).

Die ersten Wasserlöcher waren noch recht unspektakulär, da sich doch überwiegend bekannte Tiere aufhielten. Dann jedoch kam ich an ein Wasserloch, welches ich eigentlich auch schon wieder verlassen wollte, als ich auf einmal eine sehr große Herde Elefanten entdeckte. Es waren am Ende 26 Elefanten mit mehreren Kindern darunter. Sie nahmen erst einmal das Wasserloch in Beschlag und alle anderen Tiere hatten brav Abstand zu halten. Was sie, wie zu erwarten war, auch taten. Der weitere Weg führte mich dann zum Etosha Lookout. Es handelt sich hierbei um einen Aussichtspunkt, der sich etwa 1-2 km in der Salzpfanne befindet. Die Strecke dorthin ist ein Graus, aber es ist schon sehr beeindruckend, wenn man sich in dieser Ödnis der Salzpfanne befindet. Da ich mich in der Mittagshitze dort aufhielt, konnte ich auh gleich merken, was für ein Glutofen diese doch ist. Umso erstaunlicher, das sich einige Tiere ganz bewußt dort hin begeben, da sie dort vor den Raubtieren sicher sind.

Im weiteren Verlauf kreuzte zuerst ein Erdhörnchen den Weg. Und zwar genau auf der Strasse. So kam ich in den Genuß es genauestens und ausgiebig fotografieren zu können. Es posierte auch fleissig für mich. Nachdem dieser Modeljob erledigt war, fuhr ich weiter und musste nach der nächsten Kurve gleich in die Eisen steigen, denn ein Breitmaulnashorn versperrte mir den Weg. Es drehte sich auch gleich zu mir um und musterte, was ich vorhatte. Ich entschied, jegliche Konfrontation besser zu meiden und legte erst einmal den Rückwärtsgang ein.

Dann kam ich in Halali an, checkte dort ein und bevor ich das Zimmer bezog ging es erst einmal zum Wasserloch. Dort die große Enttäuschung. Bis zum Sonnenuntergang tat sich absolut gar nichts. Immerhin traf ich dort Anna und Thomas wieder. Wir verabredeten zum Dinner und dort wurden die neuesten Erlebnisse lebhaft ausgetauscht. Nach dem Dinner entschieden wir uns, mal zu schauen, ob nach dem enttäuschenden Vorabendprogramm, die Late Night Show vielleicht besser wäre. Und sie war es. Gleich besuchte uns ein Nashorn, das aber auch sogleich von einer Herde Elefanten vertrieben wurde. Das Stachelschwein, das auch Durst hatte, musste ebenfalls unverrichteter Dinge durstig wieder abdrehen. Zwei Hyänen meinten, sie wären besser drauf und wollten sich dazwischen drängeln. Das fanden die Elefanten, die ein sehr süßes Baby dabei hatten, gar nicht witzig. Helmut Zerlett und Band in Form von zwei Elefanten traten den beiden entgegen und machten in Form von ein wenig Marschmusik klar, wohin die Reise geht. Ich habe dieses Tröten ja noch nie live gehört. Es ist schon sehr beeindruckend. Die Hyänen fanden das auch ;-)) Um Mitternacht war dann auch die beste Late Night Show vorbei und wir legten uns schlafen. Wir hatten alle lange Touren am nächsten Tag vor uns: ich musste zum Waterberg und Anna und Thomas sogar ganz bis nach Windhuk.











































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