Samstag, 15. September 2012

14.Sept. Swakopmund

Nachdem auch am Morgen kein Anruf von der Airline ankam, war es amtlich. Ich werde Namibia nur vom Boden aus sehen können. Die Enttäuschung ist groß. Sehr groß.

Aber es nützt ja nichts. Das Land ist zu schön und der Urlaub zu toll, um sich hier in Trübsal blasen zu ergehen.
Also war für heute eine Katamaran Tour vor Walvis Bay als Alternative gebucht. Pünktlich um 08.00 Uhr kam der Pick up zum Boot. Wir waren eine große Gruppe, denn es kam noch eine Reisegruppe aus Amerika dazu. Ausserdem sollte ich noch,wie erwartet, bekannte Gesichter vom Vortag treffen. Thomas und Anna aus der Nähe von Rheine.
In Walvis Bay gingen wir dann an Bord des Katamarans. Schon kurz nach dem Auslaufen hatten wir zusätzlichen Besuch an Bord: Eine Robbe sprang direkt aus dem Wasser auf unser Boot. Es gibt mehrere Robben, die frei in der Bucht leben, aber auf Menschen abgerichtet sind. Vor allem, sich in aller Seelenruhe mit den Touris fotografieren zu lassen, so auch mit mir. Gab mir auch brav die Hand, der Kumpel ;-))
Weiter ging es dann zu den Austernfarmen, die eine wirklich imposante Größe vor Walvis Bay haben. Dazu auch hervorragende Bedingungen zum Austern züchten. Die Austern wachsen hier 3x schneller als im Rest der Welt und sind qualitativ hochwertig.
Kurz darauf erreichten wir die beeindrucken Robbenkolonien vor Walvis Bay. Rund 50.000 Tiere sollen sich hier auf den Stränden der Bucht tummeln. Angesichts der Massen, die sich hier auf den Stränden und im Wasser tummeln, halte ich die Zahl nicht für übertrieben. Als wir die Bucht verliessen, kamen auch die ersten Delphine. Es waren aber nicht viele und sie kamen nicht so schön ans Boot wie in Lüderitz. Ein Wal wollte sich trotz des Namens der Bucht und der Tatsache das Walsaison ist, nicht blicken lassen. Schade !

Auf dem Rückweg bahnten wir uns den Weg durch die ganzen Schiffe, die vor dem Hafen auf Reede lagen. Größtenteils Fischtrawler und Spezialschiffe. Als wir diese alle passiert hatten, wurde erst einmal angehalten. Nun gabs eine Cateringpause. Viele verschiedene leckere Häppchen warteten auf uns. Dazu als Highlight ganz frische Austern. Es waren die ersten Austern, die mir hier geschmeckt haben. Als Getränke gabs dann Bier, Sherry und Sekt. Gott sei Dank war der Rücktransfer organisiert. Fahrtüchtig war ich nicht mehr. Denn Jackson, der Assistent von Bootsinhaber Pieter, war sehr fleissig im Nachschenken...........

Kurz vor Rückkehr in den Hafen erhielten wir dann (natürlich von Fischen angelockt), Besuch von Pelikanen. Diese holten sich ganz geschickt im Fluge ihre Ration bei Jackson ab. Die Starts und Landungen waren sehr lustig anzusehen. Waren sie doch nur wenig geschickter, als die von Albatrossen. Danach war die Tour leider auch schon wieder vorbei und wir wurden ins Hotel zurückgebracht. Anna, Thomas und ich verabredeten uns dann noch für den Abend im „The Tug“.

Nach einer kurzen Pause im Hotel, machte ich mich wieder auf den Weg um den Welwitschia Drive zu erkunden. Er hat zwei reizvolle Motive. Zum einen eine „Mondlandschaft“, die diesen Namen auch verdient. Zum Zweiten eine Wüstenpflanze namens Welwitschia. Diese kann uralt werden. Die älteste im Park ist ca. 1500 Jahre alt. Kaum vorstellbar, das eine Pflanze so alt werden kann, bei einer durchschnittlichen Wassermenge von 10-15mm pro JAHR !

Dann gings zurück nach Swakopmund, wo ich mich mit Anna und Thomas , wie verabredet zum Abendessen traf. Bei einigen Drinks und jeder Menge Erzählungen über die bisherigen Urlaubserlebnisse liessen wir den Tag nett ausklingen. Und damit sind die Tage in Swakopmund auch schon wieder vorbei.




















































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