14.Sept. Swakopmund
Nachdem auch am Morgen kein Anruf von
der Airline ankam, war es amtlich. Ich werde Namibia nur vom Boden
aus sehen können. Die Enttäuschung ist groß. Sehr groß.
Aber es nützt ja nichts. Das Land ist
zu schön und der Urlaub zu toll, um sich hier in Trübsal blasen zu
ergehen.
Also war für heute eine Katamaran Tour
vor Walvis Bay als Alternative gebucht. Pünktlich um 08.00 Uhr kam
der Pick up zum Boot. Wir waren eine große Gruppe, denn es kam noch
eine Reisegruppe aus Amerika dazu. Ausserdem sollte ich noch,wie
erwartet, bekannte Gesichter vom Vortag treffen. Thomas und Anna aus
der Nähe von Rheine.
In Walvis Bay gingen wir dann an Bord
des Katamarans. Schon kurz nach dem Auslaufen hatten wir zusätzlichen
Besuch an Bord: Eine Robbe sprang direkt aus dem Wasser auf unser
Boot. Es gibt mehrere Robben, die frei in der Bucht leben, aber auf
Menschen abgerichtet sind. Vor allem, sich in aller Seelenruhe mit
den Touris fotografieren zu lassen, so auch mit mir. Gab mir auch
brav die Hand, der Kumpel ;-))
Weiter ging es dann zu den
Austernfarmen, die eine wirklich imposante Größe vor Walvis Bay
haben. Dazu auch hervorragende Bedingungen zum Austern züchten. Die
Austern wachsen hier 3x schneller als im Rest der Welt und sind
qualitativ hochwertig.
Kurz darauf erreichten wir die
beeindrucken Robbenkolonien vor Walvis Bay. Rund 50.000 Tiere sollen
sich hier auf den Stränden der Bucht tummeln. Angesichts der Massen,
die sich hier auf den Stränden und im Wasser tummeln, halte ich die
Zahl nicht für übertrieben. Als wir die Bucht verliessen, kamen
auch die ersten Delphine. Es waren aber nicht viele und sie kamen
nicht so schön ans Boot wie in Lüderitz. Ein Wal wollte sich trotz
des Namens der Bucht und der Tatsache das Walsaison ist, nicht
blicken lassen. Schade !
Auf dem Rückweg bahnten wir uns den
Weg durch die ganzen Schiffe, die vor dem Hafen auf Reede lagen.
Größtenteils Fischtrawler und Spezialschiffe. Als wir diese alle
passiert hatten, wurde erst einmal angehalten. Nun gabs eine
Cateringpause. Viele verschiedene leckere Häppchen warteten auf uns.
Dazu als Highlight ganz frische Austern. Es waren die ersten Austern,
die mir hier geschmeckt haben. Als Getränke gabs dann Bier, Sherry
und Sekt. Gott sei Dank war der Rücktransfer organisiert.
Fahrtüchtig war ich nicht mehr. Denn Jackson, der Assistent von
Bootsinhaber Pieter, war sehr fleissig im Nachschenken...........
Kurz vor Rückkehr in den Hafen
erhielten wir dann (natürlich von Fischen angelockt), Besuch von
Pelikanen. Diese holten sich ganz geschickt im Fluge ihre Ration bei
Jackson ab. Die Starts und Landungen waren sehr lustig anzusehen.
Waren sie doch nur wenig geschickter, als die von Albatrossen. Danach
war die Tour leider auch schon wieder vorbei und wir wurden ins Hotel
zurückgebracht. Anna, Thomas und ich verabredeten uns dann noch für
den Abend im „The Tug“.
Nach einer kurzen Pause im Hotel,
machte ich mich wieder auf den Weg um den Welwitschia Drive zu
erkunden. Er hat zwei reizvolle Motive. Zum einen eine
„Mondlandschaft“, die diesen Namen auch verdient. Zum Zweiten
eine Wüstenpflanze namens Welwitschia. Diese kann uralt werden. Die
älteste im Park ist ca. 1500 Jahre alt. Kaum vorstellbar, das eine
Pflanze so alt werden kann, bei einer durchschnittlichen Wassermenge
von 10-15mm pro JAHR !
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