20.Sept. Waterberg (Waterberg
Wilderness Camp)
Nach dem anstrengenden Tag gestern
liess ich ich es heute deutlich ruhiger angehen. Die Sonne stand
schon überm Horizont als ich aufstand. Auf das Wecker stellen hatte
ich mal verzichtet. Danach erst einmal ein ausgiebiges Frühstück in
der Morgensonne. Jetzt erst realisiere ich so langsam das Panorama
des Waterberg, Ein sehr schöner Anblick. Was auch auffällt: Da es
hier quasi waldähnlich ist, gibt es hier auffällig viele und vor
allem mal auffällig viel verschiedene Vögel. Ein sehr schönes
Konzert begrüßt einem zum Morgen. Wenn das Keifen der Paviane
dazwischen nicht wäre (habe ich schon erwähnt, dass ich diese
Scheissviecher überhaupt nicht leiden kann ??). Wenigstens halten
sie respektvoll Abstand zu meiner Campsite.
Nachdem ich dann langsam mal aus dem
Knick gekommen bin, raffte ich mich zu einem Spaziergang zur
Rezeption auf (die ist immerhin 1,5 Kilometer weg). Da ich nicht auf
der langweiligen Strasse gehen wollte, nahm ich den Wanderweg, der
hinterm Camp entlangführt. Konnt ja keiner ahnen, dass dies eher ein
Bergsteigerpfad ist. Und ich erklimm den in Turnschuhen !!! Warum
passiert so etwas immer mir ??? Aus dem kleinen Spaziergang wurde
dann ein 2 Stunden Hochleistungsmarsch (zumindest bei meiner
Kondition und ich war fix und alle als ich an der Rezeption ankam).
Ich bezahlte mein Camp und meldete mich für den Game Drive am
Nachmittag an. Ebenso für eine Tour zu den Hereros. Bei all der
Landschaft und den Tieren in diesem Land, gerät doch allzu leicht in
Vergessenheit, das es auch Menschen gibt, die in hier leben. Und wie
sie das tun, schau ich mir morgen mal an. Ich bin gespannt. Zurück
zur Campsite nahm ich dann den Weg über die Strasse. Bin ja
wenigstens lernfähig.
Am Nachmittag ging es dann auf meinen
leider einzigen Game Drive in Namibia. Um es vorwegzunehmen:
Sonderlich aufregend war er nicht. Das Gebiet von Waterberg
Wilderness ist überwiegend Bush und Waldland und damit schwer
einsehbar. Die wenigen Tiere sind auch sehr scheu. Aber immerhin noch
ein Dik-Dik gesehen und als Highlight zu Fuss auf Pirsch zu den
Nashörnern gegangen. Etwa 50 Meter vor uns standen die zwei
Turteltauben und schmusten uns einen vor. Wie niedlich ! Auf dem
Drive traf ich ein Pärchen wieder, die ich schon mal im Canon
Roadhouse gesehen habe. Als ich mich mit ihnen unterhielt, kam
heraus, das sie dieses Land im Hyundai Kleinwagen erkunden. Die
Armen. In dieser Kiste, die ja schon auf Asphalt rüttelt, über die
ganzen Pads. Genau darum habe ich in den Hilux investiert. Und selbst da
ging mir das Geschüttel schon auf den Keks. Rund 4500 km stehen auf
dem Tacho. Die 5000 km Marke dürfte noch fallen.
Nach Rückkehr vom Drive habe ich dann
doch allen ernstes mein letztes Braai verkackt. Schon das Feuer
angezündet und es loderte schön. Doch dann nicht aufgepasst und das
Feuer war ausgegangen. Anzünder hatte ich auch keine mehr und
Kleinholz auch nicht. Und im Dunkeln Kleinholz suchen, will ich jetzt
auch nicht mehr. So gibt’s jetzt zweiflammiges Kochen in der Küche
mit gebratenen Steaks und Nudeln mit Pesto. Wenn man halt zu doof ist
…......
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