Freitag, 21. September 2012

20.Sept. Waterberg (Waterberg Wilderness Camp)

Nach dem anstrengenden Tag gestern liess ich ich es heute deutlich ruhiger angehen. Die Sonne stand schon überm Horizont als ich aufstand. Auf das Wecker stellen hatte ich mal verzichtet. Danach erst einmal ein ausgiebiges Frühstück in der Morgensonne. Jetzt erst realisiere ich so langsam das Panorama des Waterberg, Ein sehr schöner Anblick. Was auch auffällt: Da es hier quasi waldähnlich ist, gibt es hier auffällig viele und vor allem mal auffällig viel verschiedene Vögel. Ein sehr schönes Konzert begrüßt einem zum Morgen. Wenn das Keifen der Paviane dazwischen nicht wäre (habe ich schon erwähnt, dass ich diese Scheissviecher überhaupt nicht leiden kann ??). Wenigstens halten sie respektvoll Abstand zu meiner Campsite.

Nachdem ich dann langsam mal aus dem Knick gekommen bin, raffte ich mich zu einem Spaziergang zur Rezeption auf (die ist immerhin 1,5 Kilometer weg). Da ich nicht auf der langweiligen Strasse gehen wollte, nahm ich den Wanderweg, der hinterm Camp entlangführt. Konnt ja keiner ahnen, dass dies eher ein Bergsteigerpfad ist. Und ich erklimm den in Turnschuhen !!! Warum passiert so etwas immer mir ??? Aus dem kleinen Spaziergang wurde dann ein 2 Stunden Hochleistungsmarsch (zumindest bei meiner Kondition und ich war fix und alle als ich an der Rezeption ankam). Ich bezahlte mein Camp und meldete mich für den Game Drive am Nachmittag an. Ebenso für eine Tour zu den Hereros. Bei all der Landschaft und den Tieren in diesem Land, gerät doch allzu leicht in Vergessenheit, das es auch Menschen gibt, die in hier leben. Und wie sie das tun, schau ich mir morgen mal an. Ich bin gespannt. Zurück zur Campsite nahm ich dann den Weg über die Strasse. Bin ja wenigstens lernfähig.

Am Nachmittag ging es dann auf meinen leider einzigen Game Drive in Namibia. Um es vorwegzunehmen: Sonderlich aufregend war er nicht. Das Gebiet von Waterberg Wilderness ist überwiegend Bush und Waldland und damit schwer einsehbar. Die wenigen Tiere sind auch sehr scheu. Aber immerhin noch ein Dik-Dik gesehen und als Highlight zu Fuss auf Pirsch zu den Nashörnern gegangen. Etwa 50 Meter vor uns standen die zwei Turteltauben und schmusten uns einen vor. Wie niedlich ! Auf dem Drive traf ich ein Pärchen wieder, die ich schon mal im Canon Roadhouse gesehen habe. Als ich mich mit ihnen unterhielt, kam heraus, das sie dieses Land im Hyundai Kleinwagen erkunden. Die Armen. In dieser Kiste, die ja schon auf Asphalt rüttelt, über die ganzen Pads. Genau darum habe ich in den Hilux investiert. Und selbst da ging mir das Geschüttel schon auf den Keks. Rund 4500 km stehen auf dem Tacho. Die 5000 km Marke dürfte noch fallen.

Nach Rückkehr vom Drive habe ich dann doch allen ernstes mein letztes Braai verkackt. Schon das Feuer angezündet und es loderte schön. Doch dann nicht aufgepasst und das Feuer war ausgegangen. Anzünder hatte ich auch keine mehr und Kleinholz auch nicht. Und im Dunkeln Kleinholz suchen, will ich jetzt auch nicht mehr. So gibt’s jetzt zweiflammiges Kochen in der Küche mit gebratenen Steaks und Nudeln mit Pesto. Wenn man halt zu doof ist …......

Ich bin gespannt auf den morgigen Tag bei den Herero. Danach muss ich dann noch zur Immanuel Wilderness Lodge vor Windhuk. Hoffentlich wird das nicht wieder so ein Gehetze.












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