Auf geht´s zur nächsten großen Reise. Diesmal sollte es
richtig weit weg von zu Hause gehen. Ich habe ja meinen großen Lebenstraum, in
meinem Leben einmal alle Kontinente dieser Welt bereist zu haben. Nun geht es
nach Neuseeland um einen weiteren weißen Fleck auf meiner Landkarte zu tilgen.
Bevor jemand fragt: An Australien besteht meinerseits keinerlei Interesse.
Fragt mich nicht warum. Ist halt so.
Da ich vor der langen Reise schon mächtig Respekt hatte,
wurde der Trip schon bei der Buchung in Etappen aufgeteilt. Zuerst ganz
entspannt im Zug von Mellendorf zum Frankfurter Flughafen. Diesmal endlich mal
eine entspannte Bahnreise ohne Schreikinder. Dort angekommen ging es abends
erst einmal ins Hotel.
Am nächsten Morgen gemütliches einchecken und erst einmal
frühstücken. Pünktlich ging es dann an Bord des Airbus A380 von Singapore
Airlines. Ich hatte mir schon bei der Buchung das Extra eines „Preferred Seat“
gegönnt. Dieser Sitz (in dieser Art gibt es nur einen einzigen auf dem A380)
hat keinen Sitz mehr vor sich, so daß man sich gemütlich ausstrecken konnte. Der
Nebensitz war auch frei, so kam schon fast Business Class Feeling auf. Wenn
Singapore Airlines dann auch noch zeitgemäße Sitze einbauen würde. Diese sind
leider doch ein wenig sehr retro geraten.
In Singapore hatte ich einen Stopover von 1 ½ Tagen gebucht.
Trotz zu früher Anreise bekam ich schon nach 1 Stunde mein Hotelzimmer und
konnte erst einmal 2-3 Stunden Augenkosmetik betreiben. Dann machte ich mich
auf, zu einem Spaziergang entlang des Singapore River zur Marina Bay. Obwohl
Chinese New Year bereits am vergangenen Wochenende war, konnte man die Bedeutung
überall in der Stadt sehen. Ganz Singapore war voll mit Chinesen und überall
(und natürlich besonders in Chinatown waren die Straßen bunt geschmückt. Der
Spaziergang geriet dann doch zu einer ziemlichen Strapaze (nicht ganz
unerwartet) aufgrund der Temperaturen, denn der Unterschied zu Deutschland war
fast 30°C. Zwischendurch gönnte ich mir noch eine Rundfahrt mit einem
Wassertaxi auf dem Singapore River und der Marina Bay. Leider fand zu diesem
Zeitpunkt schon vorgezogen die Lichtshow auf dem Marina Bay Sands statt, die
ich nur von größerer Entfernung mitbekam. Aber immer immer noch bombastisch
aussah, denn diese Lichtshow nimmt den gesamten Himmel über Singapore ein.
Abends fiel ich dann nach rund 13km Fußmarsch bei tropischen Temperaturen
todmüde ins Bett.
Am kommenden Tagließ ich es gemütlicher angehen, denn abends
stand ja noch der Weiterflug nach Christchurch auf dem Programm. So beschloß
ich einen Hop on Hop Off Bustourtag einzulegen. Das kann man im Singapore sehr
gut machen. Dort gibt es 5 unterschiedliche Routen zwischen denen man auch
umsteigen darf. Eine sehr bequeme Art, viel von Singapore zu sehen.Einen
Fußmarsch durch Chinatown ließ ich mir aber nicht nehmen. Für war es die erste
Chinatown, die auch ihren Namen verdient. Die bisherigen Chinatowns
(insbesondere in den USA) sind doch nur Touri Nepp.
Abends erfolgte dann der Weiterflug nach Christchurch.
Diesmal leider nur einem normalen Sitz. Da der Mittelsitz aber freiblieb, war
der Flug trotzdem halbwegs zu ertragen. Überpünktich landete ich in
Christchurch. Immigration ging zackig und freundlich. Aber es kam wie ich schon
befürchtet hatte. Der neuseeländische Zoll meinte es gut mit mir. Sehr schön,
wenn man begrüßt wird mit den Worten „Hi, my name is Susan and you can be happy
that you have to with me and not with my colleagues. Just sit down and answer
my questions !“ Darauf folgte ein freundliches aber intensives Verhör, welches
damals in Ostberlin nicht akkurater durchgeführt werden konnnte, und
währenddessen wurde mein gesamtes Gepäck komplett auseinandergenommen. Der Neuseeländische
Zoll hat Wahnsinnspanik davor, daß fremde Biomasse auf die Insel kommt, die
dann einen Schaden für das neuseeländische Biosystem darstellen könnten.
Nachdem die Prozedur beendet war, durfte ich dann Grinsen. Denn Susan stand nun
vor der Aufgaben beim Wiedereinpacken meines Koffers einen fortgeschrittenen Tetris
Level zu meistern. Nun schwitzte sie so, wie ich zuvor beim Verhör. Aber
letztendlich wurde der Level geschafft. Danach wurde allen Ernstes mein Gepäck
nochmal durchleuchtet. Aber dann durfte ich auch endlich mal einreisen und zur
Autovermietung. Endlich gings los. Erst noch 1 Stündchen spotten am Flughafen
und dann ins B&B. Ein Strandspaziergang am Pazifik, bei allerdings recht
frischen 14°C rundete den Tag ab. Wieder ging es sehr müde ins Bett.
Gibt es evtl. einen Hintergrund, auf dem man die schwarze Schrift lesen kann? So ist das echt schwer!
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