Heute war der letzte Tag in Kaikoura. Bevor ich diesen
wunderschönen Flecken Erde verlassen muss, war zum Abschied noch eine Whalewatch
Tour auf dem Programm. Vor Kaikoura gibt’s einen heimischen Pottwal zu
bewundern. Auch hier hats Erdbeben Auswirkungen. Man muss inzwischen zienlich
weit rausfahren um den Kumpel zu finden. Hat heute auch nur im vierten Versuch
geklappt. Aber wir haben ihn gefunden. Er tauchte direkt neben dem Boot auf.
Allerdings muss ich sagen, dass Pottwale in der Beobachtung dann doch etwas
langweilig sind. Sie tauchen auf, lassen sich dann ganz regungslos an der
Oberfläche treiben, das einzig Spektakuläre dabei ist die Fontäne beim Ausatmen.
Was dann wieder sehr spektakulär ist, ist die Schwanzflosse beim Abtauchen, die
steil in die Höhe geht, da der Wal fast senkrecht abtaucht. Natürlich ist auch
die Größe von etwa 16 Metern schon imposant. Auf der Rückfahrt dann meine
ersten großen Albatrosse gesichtet. Leider aufgrund des Seegangs nicht
aufnehmen können. Kurz vor der Hafeneinfahrt wurden wir dann noch von einer
kleinen Gruppe Delfine verabschiedet.
Dach ging es wieder Richtung Christchurch. Diesmal nahm ich
die sogenannte „Inland Route“ anstelle der Küstenstrasse gefahren (die ich doch
recht unspektakulär fand). Die Entscheidung hat sich gelohnt. Zum einen ist
diese Route ebenfalls ein sehr schöner Flecken Erde. Zum anderen fuhr man hier
mitten durch das Epizentrum des vergangenen Bebens. Interessanterweise war dies
aber trotz der immensen Zerstörungen aber die erste Route die (nach etwa 4
Wochen) wieder offen hatte. Die Pioniere haben dabei wirklich große Arbeit
geleistet. Diverse Erdrutsche wurden beseitigt und gesichert. 3 Hilfsbrücken
gebaut und eine weitere Brücke durch eine etwa 500m lange Behelfsstrasse durch
trockene Flußbett ersetzt. Da bin ich aber gespannt wie das im kommenden Winter
klappen soll. Am Ende führt die Inland Route auf zwischen den Gebirgsketten
Kaikoura Inland Range und Coastal Range. Hier fühlte man sich in den mittleren
Westen der USA versetzt. Elend lange gerade Strassen, welche in einem sanften
Auf und Ab durch die Ebene führten. An der Seite mit Stromleitungen auf alten
Holzmasten. Es fehlten eigentlich nur noch zusammengefallene Tankstellen und
Motels am Wegesrand und man hätte ein Route 66 Feeling gehabt. In dieser Ebene
war es brüllend heiss (32°C) und es regte sich kein Lüftchen. Als aufmerksamer
Beobachter fiel mir hier wieder der Raubbau an der Natur vor. In diesem Bereich
wird viel Rinderzucht betrieben. Die Weiden hierfür werden großflächig und
intensiv bewässert. Versteh ich nicht. Habe ich so noch nirgends gesehen. In
Namibia gibt’s kein Tropfen Wasser auf die Weide und die Steaks schmecken
keinen Deut schlechter. Für mich daher absolute Ressourcenverschwendung.
Meine Übernachtung war heute Südlich von Christchurch. So
führte mich der Weg „zufällig“ nochmal am Flughafen vorbei, so dass ich mich
für 2 ½ Stunden noch meinem Hobby widmen konnte. Danach ging es nach einem
üppigen und leckeren Mahl beim Inder zum B&B in Rolleston.
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