Sonntag, 5. Februar 2017

05.02.17 Von Kaikoura nach Rolleston



Heute war der letzte Tag in Kaikoura. Bevor ich diesen wunderschönen Flecken Erde verlassen muss, war zum Abschied noch eine Whalewatch Tour auf dem Programm. Vor Kaikoura gibt’s einen heimischen Pottwal zu bewundern. Auch hier hats Erdbeben Auswirkungen. Man muss inzwischen zienlich weit rausfahren um den Kumpel zu finden. Hat heute auch nur im vierten Versuch geklappt. Aber wir haben ihn gefunden. Er tauchte direkt neben dem Boot auf. Allerdings muss ich sagen, dass Pottwale in der Beobachtung dann doch etwas langweilig sind. Sie tauchen auf, lassen sich dann ganz regungslos an der Oberfläche treiben, das einzig Spektakuläre dabei ist die Fontäne beim Ausatmen. Was dann wieder sehr spektakulär ist, ist die Schwanzflosse beim Abtauchen, die steil in die Höhe geht, da der Wal fast senkrecht abtaucht. Natürlich ist auch die Größe von etwa 16 Metern schon imposant. Auf der Rückfahrt dann meine ersten großen Albatrosse gesichtet. Leider aufgrund des Seegangs nicht aufnehmen können. Kurz vor der Hafeneinfahrt wurden wir dann noch von einer kleinen Gruppe Delfine verabschiedet.
Dach ging es wieder Richtung Christchurch. Diesmal nahm ich die sogenannte „Inland Route“ anstelle der Küstenstrasse gefahren (die ich doch recht unspektakulär fand). Die Entscheidung hat sich gelohnt. Zum einen ist diese Route ebenfalls ein sehr schöner Flecken Erde. Zum anderen fuhr man hier mitten durch das Epizentrum des vergangenen Bebens. Interessanterweise war dies aber trotz der immensen Zerstörungen aber die erste Route die (nach etwa 4 Wochen) wieder offen hatte. Die Pioniere haben dabei wirklich große Arbeit geleistet. Diverse Erdrutsche wurden beseitigt und gesichert. 3 Hilfsbrücken gebaut und eine weitere Brücke durch eine etwa 500m lange Behelfsstrasse durch trockene Flußbett ersetzt. Da bin ich aber gespannt wie das im kommenden Winter klappen soll. Am Ende führt die Inland Route auf zwischen den Gebirgsketten Kaikoura Inland Range und Coastal Range. Hier fühlte man sich in den mittleren Westen der USA versetzt. Elend lange gerade Strassen, welche in einem sanften Auf und Ab durch die Ebene führten. An der Seite mit Stromleitungen auf alten Holzmasten. Es fehlten eigentlich nur noch zusammengefallene Tankstellen und Motels am Wegesrand und man hätte ein Route 66 Feeling gehabt. In dieser Ebene war es brüllend heiss (32°C) und es regte sich kein Lüftchen. Als aufmerksamer Beobachter fiel mir hier wieder der Raubbau an der Natur vor. In diesem Bereich wird viel Rinderzucht betrieben. Die Weiden hierfür werden großflächig und intensiv bewässert. Versteh ich nicht. Habe ich so noch nirgends gesehen. In Namibia gibt’s kein Tropfen Wasser auf die Weide und die Steaks schmecken keinen Deut schlechter. Für mich daher absolute Ressourcenverschwendung.
Meine Übernachtung war heute Südlich von Christchurch. So führte mich der Weg „zufällig“ nochmal am Flughafen vorbei, so dass ich mich für 2 ½ Stunden noch meinem Hobby widmen konnte. Danach ging es nach einem üppigen und leckeren Mahl beim Inder zum B&B in Rolleston.

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