Freitag, 3. Februar 2017

03.02.17 Christchurch nach Kaikoura



Heute war Abreise auch Christchurch auf dem Programm. Es ging quasi von einem Erdbebengebiet ins Nächste, nach Kaikoura. Hier hat erst am 19.11.2016 die Erde gebebt. Die Auswirkungen sind enorm, doch erkennt man sie eigentlich erst, wenn man weiß, dass sie vor dem Beben gar nicht da waren. So wirken manche Strassenarbeiten wie ganz normale Arbeiten. Aber wenn man die Berghänge hochschaut, erkennt man erst, dass die Krater in der Strasse von Steinschlag nach dem Beben herrühren. Die Eisenbahlinie ist streckenweise immer noch verschüttet. Man hat sich erst einmal darauf konzentriert die Strasse freizuschaufeln. Im Stadtbild gibt es immer noch einige Gebäude, die unbenutzbar und abgesperrt sind. Aber zum einen sind es viel weniger Gebäude und auch viel kleinere Gebäude als in Christchurch. Weiteres Kennzeichen des Erdbebens: In der gesamten Bucht von Kaikoura ragen auf einmal Felsen aus dem Meer. Diese lagen vorher allesamt unter dem Wasserspiegel. Darum ist der Hafen von Kaikoura derzeit auch unbenutzbar. Der Boden hat sich soweit angehoben, das kein Schiff mehr auslaufen kann.
Nach Ankunft in Kaikoura, das Wetter war blendend mit blauem Himmel und fast 25°C,  begab ich mich zu Dolphin Encounter um mein Delphinschwimmen für den folgenden Tag zu bestätigen und einen passenden Schwimmanzug auszuwählen. Es gab immerhin einen Schwimmanzug, der naja nicht passte, aber meine Dimensionen umschloß. Diesen musste ich auch sogleich zum Robbenschwimmen mitnehmen, da die nur kleinere Anzüge hatten. Das Robbenschwimmen stellte sich als guter Test heraus. Zum einen für den Anzug und den darin befindlichen Schwimmer. Für mich waren das Schwimmen mit Anzug, Maske, Schnorchel und das alles in nur Milimeter kaltem Wasser (Männer verstehen was ich meine) irgendwie zuviel für meine Koordination. Ich habe vorher in meinem Leben noch nichts davon gemacht. Jedes einzeln wäre nicht so wild gewesen. Aber alles zusammen………….No Way ! So entschied ich mich, die Eitelkeit über Bord zu werfen und das Angebot einer Schwimmhilfe in Anspruch zu nehmen. So schwamm ich nun mit Styroporbrett vor der Brust wie ein Kind in der Grundschule. Besser als im offenen Pazifik abzusaufen. Für morgen gleich das gleiche Prozedere angemeldet. Zudem konnte ich hierbei mal das ausgeliehene Spielzeug testen. Die GoPro Hero. Technik habe ich einwandfrei zum Laufen bekommen. Aber der Kameramann muss noch an den Motiven arbeiten. So sollte die genannte Schwimmhilfe nicht das halbe Bild verdecken (Facepalm !!!!!). Das Robbenschwimmen hat leider nur bedingt funktioniert. Hatte die vorherige Gruppe tolle Action mit den Robben, waren diese bei uns doch eher faul. Die ein oder andere gute Aufnahme ließ sich aber doch noch machen. (Für diejenigen, die nach Fotos schreien. Die gibt’s erst nach der Reise. Ich bin abends echt nur damit beschäftigt, mein Tagebuch zu schreiben und die Technik für den nächsten Tag wieder zum Laufen zu bekommen. Stichwort Steckdosenlogistik !). Aber als Training war es ok. Morgen geht’s nun zu den Delphinen. Ich bin gespannt und aufgeregt.

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