Samstag, 18. Februar 2017

18.02.17 Von Greymouth nach Nelson



Heute morgen erschien der Himmel in Greymouth grau in grau. Mein Holiday Park lag direkt am Strand also nutzte ich die Gelegenheit und setzte mich erst einmal für eine Stunde dahin. Gleich nebenan war auch der kleine Flugplatz von Greymouth. <der ist aber so klein, dass er auch Nicht Flugzeugfans nicht stören dürfte. Ein Gyrokopter drehte eine Handvoll Platzrunden. Das war es dann auch schon an Flugbewegungen. Nach einer Stunde riß der Himmel auf und es strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Ich begab mich auf die weitere Reise nach Norden. Mein heutiges Etappenziel war Nelson. Irgendwie sah die Etappe auf der Karte kleiner aus. Als auf dem Highway 320 Kilometer angezeigt wurden, war ich doch etwas erschrocken. Ihr fuhr auf dem Küstenhighway SH6 weiter nach norden. Auf diesem Abschnitt verlief die strasse fast nur direkt an der Küste. Entlang an endlosen Stränden mit ordentlicher Brandung. Das Spray der Brandung legte sich wie ein kleiner Nebel über die Hänge der Berge auf der anderen Seite der Strasse. Wenn man nordwärts gegen die Sonne blickte ergab dies eine sehr eigenartige Lichtstimmung.
Je weiter man vorankam desto mehr änderte sich mal wieder die Vegetation. Immer mehr Palmen bestimmten das Bild. Man merkte halt, dass man dem Äquator seit Bluff im Süden etwa 550km Luftlinie näher gekommen ist.
Im Paparoa National Park kam ich dann zu den Pancake Rocks and Blowholes. Hierbei handelt es sich um eine beeindruckende Felsformation an der Küste. Es sind steil aufragende Küstenfelsen, denen die Erosion über die Jahrtausende das Aussehen von übereinandergeschichteten Pfannkucken gegeben hat. Daher der Name. Innerhalb dieser Felsformation gibt es Höhlen und Durchgänge durch die die imposanten Wellen hineinschießen und durch den entstehenden Druck entstehen kleine „Meerwasser Geysire“. Wobei so klein sind die gar nicht. Die Blowholes haben einen durchmesser von etwa 20 Metern ………
Weiter ging es nach Norden wieder an endlosen Stränden vorbei. Ich könnte davon schreiben und damit auch langweilen. Widmen wir uns doch heute einfach mal anderen Themen. Zum Beispiel dem Autoverkehr in Neuseeland. Gut hier wird links gefahren. Das macht man in anderen Ländern auch, daher bekommen das die meisten auch hin. Schwieriger wird’s da mit einer Besonderheit auf Neuseelands Straßen: Etwa 80-90% der Brücken in Neuseeland (und es gibt hier wirklich viele Brücken) sind EINSPURIG. Das bedeutet, es wird sowohl mit einem Schild als auch mit Hinweisen auf die Strasse gemalt, die Vorfahrt an dieser Brücke geregelt wird. Wenn hier nur Neuseeländer fahren würden, würde dieses Prinzip reibungslos funktionieren. Aber dann gibt´s ja noch Touristen und dahben komischerweise immer die ein Problem, die auf der Seite stehen, wo man die Vorfahrt gewähren muss. Echt merkwürdig ……. ( ich könnte jetzt nochmal auf die Fahrkünste meiner Lieblingsasiaten zu sprechen kommen, die bei den Kiwis auch ausserordentlich hoch im Kurs stehen) aber ich lass das diesmal sein. Es gibt dann noch eine Steigerungsform. Manche Brücken sind mehr als einen halben Kilometer lang und trotzdem einspurig. Die Vorfahrtregelung gibt es weiterhin. Funktioniert praktisch aber nie denn kaum ist man auf die Brücke draufgefahren will von vorne auch jeamd rüber. Also hat man in der Mitte dann sogenannte Passing Bays eingebaut. In diese fährt man dann rein und der Gegenverkehr kann passieren. Dann gibt’s die Meisterklasse. Einspurige Brücken mit Eisenbahnschienen. Auf der einspurigen Strasse wohlgemerkt. Als ich über so eine Brücke rüber bin habe ich nur gebetet, dass kein Zug von vorne kommen möge. Ich hätte echt nicht gewusst, was ich hätte tun sollen. Aussteigen und in den Fluss springen vielleicht …..
Man muss dann auch noch insgesamt über die Brückenkonstruktionen reden. Die meisten Brücken sehen so aus las wären sie aus einem Western entsprungen und in der Goldgräberzeit gebaut worden……… was bei den meisten Brücken auch gar nicht sooooooo weit weg von der Wahrheit sein dürfte. Dememtsprechend wackelig sehen die Konstruktionen inzwischen aus und oft genug sind sie es auch. Ich muss sagen, ich habe NULL Vetrauen in diese Dinger und ich bete immer, dass ich heil ankomme, wenn auch ein LKW mit mir auf der Brücke ist. Bisher bin ich aber noch in kein Flussbett gefallen. Also alles gut.
Eine weitere Anekdote ist der Strassenverkehr m Wochenende. Da ändert sich das Strassenbild mächtig, denn in Neuseeland gibt es eine Menge Oldtimer. Und diese führt der gemeine Kiwi am Wochenende nunmal aus. So sieht man jede Menge alte Fahrzeuge aller Fabrikate und jeden Alters. Aber wirklich alle in TOP Zustand (was man von den normalen Autos, die hier von den Kiwis gefahren werden absolut nicht sagen kann. Neue Wagen gibt’s nur als Leihwagen). Aber es ist wirklich toll anzusehen und es lockert das schier endlose Defilee an Wohnmobilen ein wenig auf.
Am späten Abend erreichte ich Nelson. Mein B&B wird von deutschen Auswanderern betrieben. Sieht man sofort. Einrichtung Schick aber sachlich und modern.Mde in Germany am anderen Ende der Welt.

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