15.+16. Februar 2014
Gran Canaria Maspalomas -Valsequillo-Teror-Arguinegin-Maspalomas
Nachdem das letzte Reiseziel recht
exotisch war, geht es dieses Mal etwas „normaler“ in den Urlaub.
Das Reiseziel lautet Gran Canaria und ich bleibe für 8 Tage hier.
Die Kanaren sind für stabiles Wetter bekannt und etwas Sonne tanken
um den durch den Winter recht deutlich geleerten Lichtakku
aufzutanken. Doch der Anfang sollte sich natürlich anders gestalten.
Wie sollte es anders sein.
Das ging schon beim Hinflug los. Wir
boardeten pünktlich für den Hinflug zur unchristlichen Zeit von
03:20 Uhr. Im Flieger angekommen tat sich recht lange Zeit nichts,
dann wurden die Gepäckbänder wieder an das Flugzeug gefahren und es
gab eine Durchsage aus dem Cockpit. Aufgrund des Sturms und der
starken Gegenwinde auf dem Hinflug mussten ca. 70 Koffer wieder
ausgeladen werden, da das Flugzeug mit dem notwendigen zusätzlichen
Sprit nun überladen war. Diese ausgeladenen Koffer sollten mit der
nächsten Maschine von Air Berlin, die etwa eine halbe Stunde nach
uns flog nach Las Palmas gebracht werden. Damit richtete ich mich
schon einmal auf ein Kofferbingo am Gepäckband ein. Der Flug selbst
verlief ereignislos. Der Landeanflug war angesichts des stürmischen
Wetters, welches inzwischen die Kanaren erreicht hatte (soviel zum
stabilen Wetter), recht „bumpy“. Die Landung selbst haben die
Jungs im Cockpit aber hinbekommen. Thumps up !
Das Kofferbingo habe ich dann gewonnen,
also kein Warten auf die Air Berlin. Mietwagen geholt und
losgefahren. Da zu dieser frühen Zeit ich eh nicht in mein Hotel
konnte, habe ich mich erst einmal meinem Hobby hingegeben und mich an
die Fotoposition am Flughafen gestellt um ein paar Fotos zu
schiessen. So gegen 14.00 uhr wurde es vom Wetter aber so richtig
ungemütlich und ich entschloss mich, nun doch ins Hotel zu fahren.
Siehe da, Maspalomas war der weisse
Fleck auf der Wetterkarte von Gran Canaria. Überall Sturm und Regen
und hier schien die Sonne.Sehr schön.
Am nächsten Tag sollte die Insel
erkundet werden. Bereits zu meinem letzten Trip hierher wurde ich von
meiner Kollegin Ana, die von hier kommt, mit reichlich Tips versorgt.
So recihlich, dass noch genügend für diesen Urlaub übrig geblieben
sind. Danke dafür, Ana !
Sonntags finden einige schöne Märkte
auf Gran Canaria statt und ausserdem sollte heute das
Mandelblütenfest in Valsequillo steigen. Hört sich interesant an.
In Valseequillo angekommen, absolut tote Hose und das Dorf
ausgestorben, wie Dörfer auf einem Sonntag halt so sind. Also doch
das Internet bemüht. Ja, Klasse, das Fest war letzte Woche. Aber
heute sollte es in San Bartolome de Tiranjana stattfinden. Hätte man
mal vorher nachschlagen sollen. Nicht verzagen, losfahren ! Auf dem
Weg in San Mateo wartete auch noch ein großer Markt.Dort war auch
ein entsprechender Auflauf und vor allem ein entsprechendes
Verkehrsaufkommen. Ich hatte noch das Glück kurz vor der großen
Welle anzukommen. Bei meiner Abfahrt waren die Schlangen
kilometerweit aus dem Ort raus. Und das alles für einen normalen
Obst- und Gemüsemarkt. Es gab noch nicht mal Fisch oder Fleisch. Ich
habe ausser den Kräuterständen eigentlich nichts gesehen, was es
nicht auch im normalen Supermarkt hier gibt und mich daher über den
Auflauf gewundert.
Aber es sollte noch toller kommen. Auf
meiner Weiterfahrt geriet ich kurz hinter dem Ort in einen Stau und
sollte auch nicht mehr herauskommen. Egal welche Strasse, egal welche
Richtung. Es war alles voll. Das Wetter war inzwischen widerlich
geworden. Der Sturm blies immer noch, es gab Dauerregen und die
Temperaturen erreichten kaum noch 4°. Die Bergpässe waren
inzwischen weiträumig abgesperrt, wegen Schnee und Erdrutschen. Doch
die Canarios fuhren trotzdem in wahren Massen in die Berge. Warum ?
Es gab dort Schnee !!!!! Die Canarios waren vollkommen aus dem
Häuschen ! Man fuhr in die Berge, stellte sich mitten auf die
Strasse und machte Schneeballschlachten. Jung, Alt, egal ! Und wer
keine Schneebälle schmiss, baute kleine Schneemänner und packte
diese auf die Motorhaube. Mercedes Sterne erwiesen sich hierbei als
sehr praktisch. Konnte man den Schneemann doch auf diesen
„aufspiessen“, damit er nicht von der Motorhaube fiel bei der
Rückfahrt. Nahezu jedes zweite Auto war entsprechend „verziert“.
Kopfschüttelnd fuhr ich weiter. Da entflieht man einem grauen, schnee- und eisfreien Winter zum Sonne tanken und sieht dann Canarios bei Schneeballschlachten zu .......
Durch die Sperrung der Bergpässe war
nun auch klar, dass das Mandelblütenfest endgültig ausfiel.
Durch die Streckenführung der
Absperrung war das nächste Ziel nun Teror (Ja mit einem „R“).
Dort gibt schöne ursprüngliche kanarische Häuschen mit
Holzbalkonen. Dies verbunden mit den in Südländern typischen engen
Gassen.
Dann gibt es dort eine sehr schöne
Kirche, die „Basilica Nuestra Senora del Pino“. Eine Kirche mit
einem sehr prächtigen Altar. Ich hatte mich gerade niedergelassen,
um mir die Kirche genauer anzuschauen und die Ruhe zu geniessen, da
hörte ich es von draussen schon rummeln. Es nahte eine Busladung
Hummeldumms !!!! Und sie stellten wieder unter Beweis, warum ich
diese Spezies einfach nicht mag. Man mag mich für spießig halten,
aber ich habe als Kind gelernt, in Kirchen a) nimmt man seine
Kopfbedeckung ab, b) spricht man nur das nötigste und das auch nur
leise flüsternd, c) stellt man sein Handy aus oder wenigstens auf
lautlos, d) wenn man schon fotografiert dann wenigstens ohne Blitz,
e) …......lassen wir das, denn gemacht wurde, wie zu erwarten war,
F) „Scheiß drauf !, Malle ist nur einmal im Jaaaaaaaahr !
Oleoleeeee und Schlalalala !! „. War zwar nicht Malle, aber das war
auch scheißegal. Ein eiheimischer Mann befand sich zu diesem
Zeitpunkt zum Gebet in der Kirche und man konnte ihm auch anmerken,
daß er diesen Beistand auch brauchte. Er tat mir richtig leid, als
sein Gebet durch diese Karnevalstruppe jäh gestört wurde.
Da die Zeit nu recht fortgeschritten
war, entschied ich mich, heim zu fahren. Auf dem Weg sollte noch
einmal ein kleiner Stop an der abendlichen Fotoposition am Flughafen
eingelegt werden, um das einzige Großraummovement des Tages auf den
Chip zu bannen. Neben mir befand sich ein abgedunkelter Opel. Dieser
begann jäh zu wackeln …......;-). Aha, dachte sich Kleinb Balou,
bei schönem Wetter wird hier fotografiert und wenn nicht, wird hier
gefi....t. Nun denn, viel Spass dachte ich mir und richtete den Blick
konzentriert auf das Geschehen auf dem Vorfeld ….....*grins*
Nachdem schliesslich auch der Flieger
auf den Chip gebannt wurde, gings wirklich ab nach „Hause“ , bzw.
erst einmal was Essen. Einen Ort weiter, als zu meinem Hotel, gibt es
ein Fischrestaurant, welches zur örtlichen Fischereigenossenschaft
gehört. Da kommt der Fisch vom Kutter am einen Ende des Gebäudes
frisch rein und am anderen Ende der Halle im Restaurant lecker
zubereitet wieder raus. Dort bestellte ich mir eine Fischsuppe und
einen Grillteller mit verschiedenem Fisch. Beilagen wurden als
unnötig erachtet. Ein paar wenige kanarische Kartoffeln fanden
irgendwie den Weg auf den Teller. Ansonsten gabs nur einen Berg voll
Fisch. Seeeehr lecker !!!
Vom Wein hatte ich dann voll einen im
Kopf ! Also seeehr vorsichtig nach Hause gefahren und danach diese
Zeilen geschrieben. Bin gespannt, was mich morgen erwartet.

Sehr gern geschehen! Ich freue mich total, wenn jemand "meine Insel" auf deine Art entdeckt und sich daran erfreut :-) Viel Spaß weiterhin ! Ana
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