Montag, 17. Februar 2014

15.+16. Februar 2014

Gran Canaria   Maspalomas -Valsequillo-Teror-Arguinegin-Maspalomas

Nachdem das letzte Reiseziel recht exotisch war, geht es dieses Mal etwas „normaler“ in den Urlaub. Das Reiseziel lautet Gran Canaria und ich bleibe für 8 Tage hier. Die Kanaren sind für stabiles Wetter bekannt und etwas Sonne tanken um den durch den Winter recht deutlich geleerten Lichtakku aufzutanken. Doch der Anfang sollte sich natürlich anders gestalten. Wie sollte es anders sein.

Das ging schon beim Hinflug los. Wir boardeten pünktlich für den Hinflug zur unchristlichen Zeit von 03:20 Uhr. Im Flieger angekommen tat sich recht lange Zeit nichts, dann wurden die Gepäckbänder wieder an das Flugzeug gefahren und es gab eine Durchsage aus dem Cockpit. Aufgrund des Sturms und der starken Gegenwinde auf dem Hinflug mussten ca. 70 Koffer wieder ausgeladen werden, da das Flugzeug mit dem notwendigen zusätzlichen Sprit nun überladen war. Diese ausgeladenen Koffer sollten mit der nächsten Maschine von Air Berlin, die etwa eine halbe Stunde nach uns flog nach Las Palmas gebracht werden. Damit richtete ich mich schon einmal auf ein Kofferbingo am Gepäckband ein. Der Flug selbst verlief ereignislos. Der Landeanflug war angesichts des stürmischen Wetters, welches inzwischen die Kanaren erreicht hatte (soviel zum stabilen Wetter), recht „bumpy“. Die Landung selbst haben die Jungs im Cockpit aber hinbekommen. Thumps up !

Das Kofferbingo habe ich dann gewonnen, also kein Warten auf die Air Berlin. Mietwagen geholt und losgefahren. Da zu dieser frühen Zeit ich eh nicht in mein Hotel konnte, habe ich mich erst einmal meinem Hobby hingegeben und mich an die Fotoposition am Flughafen gestellt um ein paar Fotos zu schiessen. So gegen 14.00 uhr wurde es vom Wetter aber so richtig ungemütlich und ich entschloss mich, nun doch ins Hotel zu fahren.

Siehe da, Maspalomas war der weisse Fleck auf der Wetterkarte von Gran Canaria. Überall Sturm und Regen und hier schien die Sonne.Sehr schön.



Am nächsten Tag sollte die Insel erkundet werden. Bereits zu meinem letzten Trip hierher wurde ich von meiner Kollegin Ana, die von hier kommt, mit reichlich Tips versorgt. So recihlich, dass noch genügend für diesen Urlaub übrig geblieben sind. Danke dafür, Ana !

Sonntags finden einige schöne Märkte auf Gran Canaria statt und ausserdem sollte heute das Mandelblütenfest in Valsequillo steigen. Hört sich interesant an. In Valseequillo angekommen, absolut tote Hose und das Dorf ausgestorben, wie Dörfer auf einem Sonntag halt so sind. Also doch das Internet bemüht. Ja, Klasse, das Fest war letzte Woche. Aber heute sollte es in San Bartolome de Tiranjana stattfinden. Hätte man mal vorher nachschlagen sollen. Nicht verzagen, losfahren ! Auf dem Weg in San Mateo wartete auch noch ein großer Markt.Dort war auch ein entsprechender Auflauf und vor allem ein entsprechendes Verkehrsaufkommen. Ich hatte noch das Glück kurz vor der großen Welle anzukommen. Bei meiner Abfahrt waren die Schlangen kilometerweit aus dem Ort raus. Und das alles für einen normalen Obst- und Gemüsemarkt. Es gab noch nicht mal Fisch oder Fleisch. Ich habe ausser den Kräuterständen eigentlich nichts gesehen, was es nicht auch im normalen Supermarkt hier gibt und mich daher über den Auflauf gewundert.






Aber es sollte noch toller kommen. Auf meiner Weiterfahrt geriet ich kurz hinter dem Ort in einen Stau und sollte auch nicht mehr herauskommen. Egal welche Strasse, egal welche Richtung. Es war alles voll. Das Wetter war inzwischen widerlich geworden. Der Sturm blies immer noch, es gab Dauerregen und die Temperaturen erreichten kaum noch 4°. Die Bergpässe waren inzwischen weiträumig abgesperrt, wegen Schnee und Erdrutschen. Doch die Canarios fuhren trotzdem in wahren Massen in die Berge. Warum ? Es gab dort Schnee !!!!! Die Canarios waren vollkommen aus dem Häuschen ! Man fuhr in die Berge, stellte sich mitten auf die Strasse und machte Schneeballschlachten. Jung, Alt, egal ! Und wer keine Schneebälle schmiss, baute kleine Schneemänner und packte diese auf die Motorhaube. Mercedes Sterne erwiesen sich hierbei als sehr praktisch. Konnte man den Schneemann doch auf diesen „aufspiessen“, damit er nicht von der Motorhaube fiel bei der Rückfahrt. Nahezu jedes zweite Auto war entsprechend „verziert“.

Kopfschüttelnd fuhr ich weiter. Da entflieht man einem grauen, schnee- und eisfreien Winter zum Sonne tanken und sieht dann Canarios bei Schneeballschlachten zu .......


Durch die Sperrung der Bergpässe war nun auch klar, dass das Mandelblütenfest endgültig ausfiel.

Durch die Streckenführung der Absperrung war das nächste Ziel nun Teror (Ja mit einem „R“). Dort gibt schöne ursprüngliche kanarische Häuschen mit Holzbalkonen. Dies verbunden mit den in Südländern typischen engen Gassen. 



Dann gibt es dort eine sehr schöne Kirche, die „Basilica Nuestra Senora del Pino“. Eine Kirche mit einem sehr prächtigen Altar. Ich hatte mich gerade niedergelassen, um mir die Kirche genauer anzuschauen und die Ruhe zu geniessen, da hörte ich es von draussen schon rummeln. Es nahte eine Busladung Hummeldumms !!!! Und sie stellten wieder unter Beweis, warum ich diese Spezies einfach nicht mag. Man mag mich für spießig halten, aber ich habe als Kind gelernt, in Kirchen a) nimmt man seine Kopfbedeckung ab, b) spricht man nur das nötigste und das auch nur leise flüsternd, c) stellt man sein Handy aus oder wenigstens auf lautlos, d) wenn man schon fotografiert dann wenigstens ohne Blitz, e) …......lassen wir das, denn gemacht wurde, wie zu erwarten war, F) „Scheiß drauf !, Malle ist nur einmal im Jaaaaaaaahr ! Oleoleeeee und Schlalalala !! „. War zwar nicht Malle, aber das war auch scheißegal. Ein eiheimischer Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt zum Gebet in der Kirche und man konnte ihm auch anmerken, daß er diesen Beistand auch brauchte. Er tat mir richtig leid, als sein Gebet durch diese Karnevalstruppe jäh gestört wurde.

Da die Zeit nu recht fortgeschritten war, entschied ich mich, heim zu fahren. Auf dem Weg sollte noch einmal ein kleiner Stop an der abendlichen Fotoposition am Flughafen eingelegt werden, um das einzige Großraummovement des Tages auf den Chip zu bannen. Neben mir befand sich ein abgedunkelter Opel. Dieser begann jäh zu wackeln …......;-). Aha, dachte sich Kleinb Balou, bei schönem Wetter wird hier fotografiert und wenn nicht, wird hier gefi....t. Nun denn, viel Spass dachte ich mir und richtete den Blick konzentriert auf das Geschehen auf dem Vorfeld ….....*grins*

Nachdem schliesslich auch der Flieger auf den Chip gebannt wurde, gings wirklich ab nach „Hause“ , bzw. erst einmal was Essen. Einen Ort weiter, als zu meinem Hotel, gibt es ein Fischrestaurant, welches zur örtlichen Fischereigenossenschaft gehört. Da kommt der Fisch vom Kutter am einen Ende des Gebäudes frisch rein und am anderen Ende der Halle im Restaurant lecker zubereitet wieder raus. Dort bestellte ich mir eine Fischsuppe und einen Grillteller mit verschiedenem Fisch. Beilagen wurden als unnötig erachtet. Ein paar wenige kanarische Kartoffeln fanden irgendwie den Weg auf den Teller. Ansonsten gabs nur einen Berg voll Fisch. Seeeehr lecker !!!



Vom Wein hatte ich dann voll einen im Kopf ! Also seeehr vorsichtig nach Hause gefahren und danach diese Zeilen geschrieben. Bin gespannt, was mich morgen erwartet.




1 Kommentar:

  1. Sehr gern geschehen! Ich freue mich total, wenn jemand "meine Insel" auf deine Art entdeckt und sich daran erfreut :-) Viel Spaß weiterhin ! Ana

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