- Februar Maspalomas – Puerto Mogan – Puerto de las Nieves – Maspalomas
Den Westen der Insel hatte ich in
meinem letzten Urlaub ebenfalls etwa stiefmütterlich behandelt. Nach
einem kurzen Besuch auf dem Flughafen um eine spezielle Maschine auf
den Chip zu bannen, sollte ihr für diesen Tag meine ungeteilte
Aufmerksamkeit zuteil werden.
Erster Halt war das wirklich sehr
schöne Hafenstädtchen Puerto Mogan. Dort legen sehr viele Fähren
in die Umgebung an und es werden viele Rundfahrten für Touristen
angeboten. Es herrscht lebhaftes treiben. Für meinen Geschmack ist
dieses Städtchen wirklich schön, aber es ist total überlaufen und
der Verkehr ist gruselig mit grßen Reisebussen bis aufs kleine
Hafenpier. Schade, dass das tolle Flair dieses Örtchens durch die
Massen wieder kaputt gemacht wird.
Nun ging es auf die Berg und
Küstenstrasse GC-200. Diese hatte ich vom letzten Urlaub noch in
schlechter Erinnerung. Wenn man sie unter Zeitdruck und in der
Dämmerung und dann im Dunkeln fahren muss, ist dass nicht nur
anstrengend, sondern auch dumm und gefährlich. Die Strasse ist für
diesen Spass viel zu eng und unübersichtlich. Wenn man sie aber, wie
heute, bei schönstem Wetter und vieeeel Zeit gemütlich fährt,
macht auch diese Strecke Spass.
Immer wieder gibt es sehr schöne
Ausblicke in die Berge und im späteren Verlauf aufs Meer. Die
Wetküste Gran Canarias ist in weiten Teilen eine Steilküste,
weshalb die Küstenstrasse auch so spektakulär ist. Hinter der
Leitplanke geht’s mächtig nach unten. Hat ein wenig etwas von
Cliffs of Moher in Irland. Die Strasse ist an der Küste auch mit
stabilen Netzen überspannt, um die Autos vor Steinschlag zu
schützen. Nach dem nassen Wochenende waren diese Netze auch sehr gut
gefüllt..... Nachdem man die Küstenstrasse wieder nach unten
geklettert ist, kommt man im kleinen und sehr schönen Hafenstädtchen
Puerto de las Nieves an. Von dort fährt auch die Katamaranfähre
nach Teneriffa. Diese legte bei meiner Ankunft gerade ab. Bereits
nach kurzer Fahrt aus dem Hafen heraus, konnte man sehen, wie ihr der
ordentliche Seegang zu schaffen machte. Die armen Passagiere. Das
Bordrestaurant dürfte wenig frequentiert gewesen sein.
Ich liess mich erst einmal auf der
schönen Promenade nieder und genoss die Sonne und die beachtlichen
Brandung. Ab und zu bekam man auch auf der Promenade einen kleinen
Sprühnebel ab.
Danach begab ich mich am Hafenkai in
das Restaurant der örtlichen Fischereigenossenschaft um wieder was
ordentliches aus dem Meer zu essen. Ich bestellte eine
Meeresfrüchtesuppe und einen Teller Miesmuscheln. Ich bekam zuerst
einen leeren tiefen Teller für die Suppe gebracht und war gespannt.
Da kam der Kellner doch aus der Küche gleich mit dem gesamten Topf
und servierte mir frisch aus dem selbigen mit großer Kelle die Suppe
auf den Teller. Dabei achtete er auch penibelst darauf, dass ich auch
ja genug Einlage bekam. Und diese war wirklich reichlich und bestand
aus Miesmuscheln, Muscheln, Garnelen und Tintenfisch. Alles noch im
Ganzen. Sehr lecker.
Nach dieser Vorspeise, die eigentlich
schon eine Hauptspeise war, folgte die Schüssel mit den
Miesmuscheln. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie groß die
Miesmuscheln hier auf Gran Canaria sind. Allein das Fleisch innen
drin ist so groß wie bei uns in Deutschland ein Miesmuschelgehäuse.
Frisch gestärkt ging es zwei Orte
weiter an den Faro (=Leuchtturm) de Sardinas, der das Nordwestliche
Ende von Gran Canaria markiert den wunderschönen Sonnenuntergang.
Danach ging es direkt auf die Autobahn
nach Hause. Habe mich dabei gefragt, warum diese im Süden beleuchtet
ist und im Norden nicht (trotz vorhandener Lampen).Man muss ja nicht
alles verstehen.
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