Dienstag, 18. Februar 2014

  1. Februar Maspalomas – Puerto Mogan – Puerto de las Nieves – Maspalomas

Den Westen der Insel hatte ich in meinem letzten Urlaub ebenfalls etwa stiefmütterlich behandelt. Nach einem kurzen Besuch auf dem Flughafen um eine spezielle Maschine auf den Chip zu bannen, sollte ihr für diesen Tag meine ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil werden.

Erster Halt war das wirklich sehr schöne Hafenstädtchen Puerto Mogan. Dort legen sehr viele Fähren in die Umgebung an und es werden viele Rundfahrten für Touristen angeboten. Es herrscht lebhaftes treiben. Für meinen Geschmack ist dieses Städtchen wirklich schön, aber es ist total überlaufen und der Verkehr ist gruselig mit grßen Reisebussen bis aufs kleine Hafenpier. Schade, dass das tolle Flair dieses Örtchens durch die Massen wieder kaputt gemacht wird.

Nun ging es auf die Berg und Küstenstrasse GC-200. Diese hatte ich vom letzten Urlaub noch in schlechter Erinnerung. Wenn man sie unter Zeitdruck und in der Dämmerung und dann im Dunkeln fahren muss, ist dass nicht nur anstrengend, sondern auch dumm und gefährlich. Die Strasse ist für diesen Spass viel zu eng und unübersichtlich. Wenn man sie aber, wie heute, bei schönstem Wetter und vieeeel Zeit gemütlich fährt, macht auch diese Strecke Spass.
Immer wieder gibt es sehr schöne Ausblicke in die Berge und im späteren Verlauf aufs Meer. Die Wetküste Gran Canarias ist in weiten Teilen eine Steilküste, weshalb die Küstenstrasse auch so spektakulär ist. Hinter der Leitplanke geht’s mächtig nach unten. Hat ein wenig etwas von Cliffs of Moher in Irland. Die Strasse ist an der Küste auch mit stabilen Netzen überspannt, um die Autos vor Steinschlag zu schützen. Nach dem nassen Wochenende waren diese Netze auch sehr gut gefüllt..... Nachdem man die Küstenstrasse wieder nach unten geklettert ist, kommt man im kleinen und sehr schönen Hafenstädtchen Puerto de las Nieves an. Von dort fährt auch die Katamaranfähre nach Teneriffa. Diese legte bei meiner Ankunft gerade ab. Bereits nach kurzer Fahrt aus dem Hafen heraus, konnte man sehen, wie ihr der ordentliche Seegang zu schaffen machte. Die armen Passagiere. Das Bordrestaurant dürfte wenig frequentiert gewesen sein.
Ich liess mich erst einmal auf der schönen Promenade nieder und genoss die Sonne und die beachtlichen Brandung. Ab und zu bekam man auch auf der Promenade einen kleinen Sprühnebel ab.
Danach begab ich mich am Hafenkai in das Restaurant der örtlichen Fischereigenossenschaft um wieder was ordentliches aus dem Meer zu essen. Ich bestellte eine Meeresfrüchtesuppe und einen Teller Miesmuscheln. Ich bekam zuerst einen leeren tiefen Teller für die Suppe gebracht und war gespannt. Da kam der Kellner doch aus der Küche gleich mit dem gesamten Topf und servierte mir frisch aus dem selbigen mit großer Kelle die Suppe auf den Teller. Dabei achtete er auch penibelst darauf, dass ich auch ja genug Einlage bekam. Und diese war wirklich reichlich und bestand aus Miesmuscheln, Muscheln, Garnelen und Tintenfisch. Alles noch im Ganzen. Sehr lecker.
Nach dieser Vorspeise, die eigentlich schon eine Hauptspeise war, folgte die Schüssel mit den Miesmuscheln. Ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie groß die Miesmuscheln hier auf Gran Canaria sind. Allein das Fleisch innen drin ist so groß wie bei uns in Deutschland ein Miesmuschelgehäuse.

Frisch gestärkt ging es zwei Orte weiter an den Faro (=Leuchtturm) de Sardinas, der das Nordwestliche Ende von Gran Canaria markiert den wunderschönen Sonnenuntergang.

Danach ging es direkt auf die Autobahn nach Hause. Habe mich dabei gefragt, warum diese im Süden beleuchtet ist und im Norden nicht (trotz vorhandener Lampen).Man muss ja nicht alles verstehen.

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