Montag, 17. Februar Maspalomas –
Arucas – Moya – Tejeda -Fataga -Maspalomas
Heute wollte ich eine Rechnung mit
Arucas begleichen, die ich noch von meinem letzten Gran Canaria
Urlaub offen hatte. In Arucas gibt es eine bekannte Rumdistillerie,
welche man auch besichtigen kann. Leider kam ich beim letzten Mal zu
spät an, da ich zuerst durchs Landesinnere auf die andere Inselseite
gefahren bin und die Distillerie hat nur bis 14.00 Uhr geöffnet.
Diesmal war ich schlauer. Gleich von Maspalomas auf die Autobahn und
ab Las Palmas die neue Piste direkt nach Arucas angetestet.
Nach wenigen Minuten auch eine
englischsprachige Gruppe gefunden, der ich mich anschliessen konnte.
Pluspunkt: Die Führung war umsonst und die folgende Rumprobe auch
:-)))
Zuerst wurde man in das wirklich
imposante Reifungslager für den Rum geführt. Hier liegen wirklich
unzählige Rumfässer in denen der Rum reift. Stolz der Distillerie
sind natürlich einige Fässer, die von prominenten in den
vergangenen Jahren „reserviert“ wurden. So vom spanischen
Königspaar (noch zu Zeiten als sie ein Prinzenpaar waren), Julio
Iglesias, u.a. Die ältesten Rumjahrgänge hier im Lager sind 30
Jahre alt. Man darf fast frei durch das Lager gehen und ab und zu
kommt ein leckerer Rumduft in die Nase.......
Die Produktions- und Abfüllanlage
machte natürlich gerade Pause …. wie konnte es anders sein. So kam
man direkt zur Verkostung. Hier musste ich mich echt zusammenreissen,
schliesslich musste ich noch fahren ;-)) Es gibt hier nämlich nicht
nur braunen und weissen Rum zu verkosten, sondern auch jede Menge
leckerer Liköre, die hier hergestellt werden. Da muss man schon
sorgfältig auswählen, wenn man nicht rauskriechen will. Es ist
nämlich wirklich Selbstbedienung angesagt......
Nach einem kleinen
Ausdunstungsspaziergang durch den Stadtpark und die Innen“stadt“
kam ich zur großen und imposanten Kathedrale von Arucas, in der
Hoffnung, sie diesmal besichtigen zu können. Leider wird sie immer
noch renoviert und ist daher geschlossen.
Von Arucas ging es zum nächsten Dorf
namens Moya. Dort wartete ebenfalls eine Kirche und dort sollte man
sehr leckere Süßigkeiten essen können. In Moya erwartete mich aber
das gleiche Schicksal wie im letzten Urlaub in Arucas. Siesta ! Und
damit alles zu !
Also weiterfahren. Ich entschloss mich,
erneut den Anlauf in die Berge zu nehmen und zu schauen, ob die
Routen jetzt frei waren. Die Route führte mich anfangs durch sehr
schöne Wälder und hier war die Sicht auch in Ordnung. Als es aber
wieder in Richtung der Höhenpässe ging, wurde es wieder
ungemütlich. Man hing in den Wolken fest und die Sicht wurde
schlecht. Wenigstens regnete es nicht. Der Schnee der letzten Tage
war inzwischen ebenfalls fast komplett geschmolzen.
Dies hatte aber als Effekt, dass es im
Gebirge nun jede Menge Wasserfälle gab. Zudem musste man sehr stark
auf Steinschläge und Erdrutsche aufpassen. An wirklich sehr vielen
Stellen konnte man im Gebirge sehen, dass Erde und Gestein in
Bewegung geraten waren durch den vielen Regen der vergangenen Tage.
Auf manchen Strassen waren auch Schaufelbagger unterwegs, um die
Strassen freizurämen.
Als die Pässe bei Tejeda passiert
wurden und ich auf die Südseite der Berge kam, besserte sich das
Wetter sehr schnell und die Sonne kam zum Vorschein. Es Begann eine
sehr idyllische Fahrt hinunter zur Küste.
Ein kleiner Zwischenstop folgte im
malerischen Dörfchen Fataga. Hier sind die Gassen so klein und eng,
dass selbst Fahrradfahren umständlich wäre. Das Dorf ist
glücklicherweise soooo klein, dass der Fussweg vollkommen ausreicht.
Nur die Hunde müssen hier am Benehmen arbeiten. Als ein Pitbull aus
dem 1. Stock schon halb über die Balkonbrüstung geklettert war, um
mich zu vertreiben, wurde mir doch etwas mulmig …....
Die letzte Etappe ging zurück nach
Maspalomas und auf dem Weg zum Abendessen im Casa Vieja. Ein
vielgelobtes Restaurant. Leider kann ich dieses Lob nicht so teilen.
Fand die Küche leider nicht so toll. Und Nepp auf der Rechnung gabs
noch dazu. Schade !
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