Donnerstag, 27. Dezember 2018

26.12.2018 Santiago-Valparaiso-Vina del Mar-Cachagua-Santiago




Nachdem mir Santiago auf den ersten Blick nicht so zusagte, nahm ich mir vor zuerst die nahe Pazifikküste zu erkunden. Nach persönlichen und Reiseführerempfehlungen begab ich mich nach Valparaiso. Den Beschreibungen nach sollte mich ein charmanter Schmuddel erwarten. Nach Durchfahrt durch die Stadt definierte ich das eher als abgewracktes Drecksloch. Was nicht nur für die Gebäude sondern leider auch für einen Großteil der Bewohner galt. Bin da ja eigentlich nicht so empfindlich. Aber hier entschied ich, das Auto nicht zu verlassen und den nächsten Ort Vina del Mar anzusteuern. Hier sollte es den Beschreibungen deutlich hübscher werden. Ok, die Betonburgen waren jetzt auch mal geputzt (waren aber immer noch häßliche Betonburgen) und es gab ein paar Blumenbeete. Immerhin. Die Mühe soll man ja anerkennen. War mir also auch keine weitere Besichtigung wert. Je weiter man nach Norden kam wurden die Orte immer kleiner, die Häuser zunehmend flacher und die Strände und das Wetter schöner. Nach kurzer Zeit erreichte ich den Roca Oceanica. Einen Felsen auf dem sich eine bunte Mischung an Seevögeln rumtrieb und im Wasser konnte ich auch die ein oder andere Robbe erspähen. Im Wasser vor den Felsen trieb sich wohl gerade ein großer Fischschwarm herum. Und es war imposant zu beobachten, wie die jeweiligen Vogelarten anfingen, diesen mit ihren jeweiligen Jagdmethoden zu „bearbeiten“. Pelikane hielten einfach den Schnabel in Wasser, Kormorane tauchten von der Oberfläche in die Tiefe und ein „Geschwader“ Basstölpel flog ihre beeindruckenden Sturzflugangriffe. Und die Möwen fraßen wie immer und überall, das was runterfiel und schrien dabei lauter als alle anderen zusammen….. Nachdem Ich diesem interessanten Schauspiel längere Zeit zuschaute, fuhr ich weiter nach Norden und erkundete Ort um Ort, bis ich schließlich im kleinen Chacagua landete. Dies ist ein wirklich schöner und ursprünglicher Ort mit vielen kleinen Holzhäusern. Ein schöner Strand endet an einer Halbinsel und etwa 100 m vorgelagert ist eine etwa 5ha große Insel auf denen sich wieder Pelikane und Kormorane und Möwen tummelten. Aber es waren auch einige Humboldt Pinguine dazwischen. Yeah !! Es handelt sich dabei um Chiles nördlichste Pinguinkolonie mit immmerhin fast 2000 Tieren. Ich sah aber nur etwa 100 davon.
Nach ausgiebiger Betrachtung der Insel und Ihrer Bewohner ging es wieder auf den Heimweg. Die Interamericana führte mich durch Landschaften, die von der Vegetation her mich stark an Namibia erinnerten. Ich wartete nur noch darauf, dass eine Giraffe erschien …….
Ein leckeres und ergiebiges Mahl beim Sushi Mann beschloß den Tag.

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