Mittwoch, 1. März 2017

28.02./01.03.17 Von Rotorua über das Auenland nach Auckland



Kaum zu glauben, aber heute geht es schon auf die letzte Etappe meiner Rundreise. Nach dem Frühstück ging es von Rotorua zunächst in ein ehemals verschlafenes Dorf namens Matamata. Dieses Dorf wäre heute eigentlich immer noch verschlafen und kein Mensch würde es kennen, wenn ……… ja wenn nicht vor vielen Jahren ein Scout aus Peter Jacksons Filmteam für „Herr der Ringe“ nicht die Farm eines ortsansässigen Schaffarmers für soooooo schön befunden hätte, dass man darauf unbedingt das Auenland der Hobbits drauf bauen müsste. Dabei hätte das Dorf weiterhin unbekannt bleiben können, denn nach Abschluss der Dreharbeiten wurden ALLE Filmsets abgerissen, auch das Auenland. Es durften (und wurden auch nicht) keine Hinweisschilder aufgestellt und sonstige Vermarktungen betrieben werden. Man kann heute in Mordor, Helms Klamm oder Gondor stehen ohne es zu merken. Nur wenn ein Hummeldumm Bus eines Spezialreiseveranstalters auf einmal aufschlägt und seine Insassen ausspuckt, merkt man, dass der Ort irgendwie besonders sein muss.
Erst als die zweite Trilogie der Hobbits gedreht wurde und man wieder beim Schaffarmer aufschlug, war dieser diesmal clever und sagte: „Klar dürft Ihr hier drehen. Aber diesmal baut Ihr die Kulissen so, dass sie dauerhaft halten und sie bleiben nach Abschluss der Dreharbeiten stehen“. So ist das Auenland bis heute die einzige existierende Filmkulisse aus den Peter Jackson Filmen. (Es sind übrigends nur Aussenkulissen. Von innen sind alle Häuser leer).
Und so wurde aus Matamata „Hobbiton“. Und ein gigantischer Tourismusbetrieb ist entstanden. Man kommt nur mit geführten Touren auf das Gelände. Für diese wird der gepfefferte Preis von 79 NZD fällig. Trotzdem startet den ganzen Tag über alle 10 Minuten (!!!!!) ein vollbesetzter Tourbus auf das Gelände. Auf diesem befinden sich 44 Hobbithäuser umgeben von einer beeindruckenden Gartenanlage, die von unzähligen Gärtnern gepflegt wird. Was sofort auffällt ist, dass viele Hobbithäuser wirklich sehr klein sind. Da passen zum Teil nicht mal Kinder rein. Da kommt wieder der Filmtrick zur Anwendung. Man hat die Häuser auf 40% skaliert, damit Gandalf größer wirkt………… Nächster Trick.: Der Baum auf Frodos Haus (eine Eiche) war so wie im Buch beschrieben nicht zu bekommen. Also wurde er als einzige Pflanze auf dem Set künstlich gebaut. Bauzeit zwei Jahre. Im Film kommt er nicht mal 15 Sekunden ins Bild. Apropos Drehzeit: Herr der Ringe etwa 3 Monate. Hobbit Trilogie 12 Tage. Ich würde sagen, der Schaffarmer hat alles richtig gemacht.
Nun ging es zum finalen Ziel: Auckland. Es war schon unwirklich. Nach 4 Wochen fahren in Neuseeland empfing mich die Stadt mit einem Verkehrsstau ! Und nicht nur einem. Willkommen zurück in der modernen Zivilisation ! Aber doch noch heile im B&B angekommen.
Am nächsten Tag hatte ich keine Lust auf Citysightseeing. Ich fuhr nochmal an den Strand an der Westküste und schaute den Surfern bei ihren Vorführungen zu. Lohnenswert ! Mittags machte ich dann noch einen Abstecher zum Flughafen und blieb dort bis kurz vor Sonnenuntergang. Richtige Entscheidung. Denn über der Stadt türmte sich ein ordentlicher Regen- und Gewitterturm auf, der erst mit Sonnenuntergang kleiner wurde. Am Flughafen schien die Sonne . Beim Bezahlen des Dinners am Abend dann bemerkt, dass ich meinen Zimmerschlüssel verloren hatte. Und das am letzten Tag des Urlaubs ! Naja,auch das wird geklärt. Morgen mittag dann erste Etappe der Rückreise, Ziel: Singapur.

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