Wenn man in Rotorua ist, muss man sich natürlich die
vulkanischen Aktivitäten anschauen. Rotorua liegt genau auf der Linie, wo in
Neuseeland die tektonischen Platten aufeinandertreffen. So brodelt es hier ein
wenig. Die geothermischen Felder sind hier entweder von Energiekonzernen
erschlossen oder „touristisch aufbereitet“. So ging es für mich in den Park „Wai-o-tapu“.
Dort beginnt man erst einmal mit einem Geysir der pünktlich um 1015Uhr mit
organischer Seife zum Ausbruch gebracht wird. Man gibt offen zu, dass man den
Geysir auch einfach von selber ausbrechen lassen könnte. Dann hätte man aber
ein Fenster von 8 bis 72 Stunden. Und wer wartet schon 3 Tage. Wenige Minuten nachdem die Seife im Schlot
gelandet ist, schießt die Fontäne kurz etwa 20 Meter nach oben. Danach macht
der Geysir noch etwa 90 Minuten weiter, aber nur 3-5 Meter hoch. Trotzdem sehr
beeindruckend zu sehen. Danach geht man über das geothermische Feld. Vorbei an
eingestürzten Kratern von 3-50 Metern Durchmesser. Manche dampfen, in manchen
blubberts auch mächtig. Überall die schöne gelbe Schwefelfärbung zu sehen. Dann
kommt man zum „Champagnerpool“. Hat etwa 50 Meter im Durchmesser und das Wasser
blubbert und Dampft mächtig. Ein Dampfbad ist aufgrund der Temperatur und der
chemischen Zusammensetzung eher nicht anzuraten. Im weiteren Verlauf kommt man
weitere Pools die verschien aussehen und in allen Farben schimmern. So gibt es
einen türkisen „Austernpool“ der friedlich vor sich hinblubbert und auch einen „Teufelspool“
der in einem fast Textmarkerfarbenen
Gelb daher kommt. Insgesamt ist die Anlage sehr unterhaltsam und
informativ. An der Ausfahrt kommt man dann noch an einem laut schlabbernden
Matschpool vorbei. Ansonsten ist zu erwähnen, dass hier (zumindest theoretisch,
der Verfasser würde sowas natürlich nie tun……) Man(n) endlich mal nach
Herzenslust das machen kann, was sonst verboten ist: Pupsen ! Solange es keiner
hört ist alles ok. Riechen kanns eh keiner. Stinkt ja schon überall nach
Schwefel !
Nachdem ich die Anlage verlassen hatte, fuhr ich zurück in
die Stadt und ruhte mich an der Promenade aus. Trotz zahlreicher Verbotsschilder
haben dort meine asiatischen Freunde die Möwen und Enten gefüttert. Bei dem
Möwen fühlte ich mich an „Findet Nemo erinnert“ ………“Meins !!! Meins !!! Meins
!!“ Wann immer jemand ein Stückchen Brot ergattert hatte ging ein Hauen und
Stechen auf Leben und Tod los. Und wenn der Delinquent es wagte, den Versuch zu
unternehmen, in die Luft zu fliehen, führte dieses zu Luftkämpfen gegen die die
Luftschlacht um England zu einem Kindergeburtstag degradiert wird.
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