Mittwoch, 1. März 2017

27.02.17 Rotorua



Wenn man in Rotorua ist, muss man sich natürlich die vulkanischen Aktivitäten anschauen. Rotorua liegt genau auf der Linie, wo in Neuseeland die tektonischen Platten aufeinandertreffen. So brodelt es hier ein wenig. Die geothermischen Felder sind hier entweder von Energiekonzernen erschlossen oder „touristisch aufbereitet“. So ging es für mich in den Park „Wai-o-tapu“. Dort beginnt man erst einmal mit einem Geysir der pünktlich um 1015Uhr mit organischer Seife zum Ausbruch gebracht wird. Man gibt offen zu, dass man den Geysir auch einfach von selber ausbrechen lassen könnte. Dann hätte man aber ein Fenster von 8 bis 72 Stunden. Und wer wartet schon 3 Tage.  Wenige Minuten nachdem die Seife im Schlot gelandet ist, schießt die Fontäne kurz etwa 20 Meter nach oben. Danach macht der Geysir noch etwa 90 Minuten weiter, aber nur 3-5 Meter hoch. Trotzdem sehr beeindruckend zu sehen. Danach geht man über das geothermische Feld. Vorbei an eingestürzten Kratern von 3-50 Metern Durchmesser. Manche dampfen, in manchen blubberts auch mächtig. Überall die schöne gelbe Schwefelfärbung zu sehen. Dann kommt man zum „Champagnerpool“. Hat etwa 50 Meter im Durchmesser und das Wasser blubbert und Dampft mächtig. Ein Dampfbad ist aufgrund der Temperatur und der chemischen Zusammensetzung eher nicht anzuraten. Im weiteren Verlauf kommt man weitere Pools die verschien aussehen und in allen Farben schimmern. So gibt es einen türkisen „Austernpool“ der friedlich vor sich hinblubbert und auch einen „Teufelspool“ der in einem fast Textmarkerfarbenen  Gelb daher kommt. Insgesamt ist die Anlage sehr unterhaltsam und informativ. An der Ausfahrt kommt man dann noch an einem laut schlabbernden Matschpool vorbei. Ansonsten ist zu erwähnen, dass hier (zumindest theoretisch, der Verfasser würde sowas natürlich nie tun……) Man(n) endlich mal nach Herzenslust das machen kann, was sonst verboten ist: Pupsen ! Solange es keiner hört ist alles ok. Riechen kanns eh keiner. Stinkt ja schon überall nach Schwefel !
Nachdem ich die Anlage verlassen hatte, fuhr ich zurück in die Stadt und ruhte mich an der Promenade aus. Trotz zahlreicher Verbotsschilder haben dort meine asiatischen Freunde die Möwen und Enten gefüttert. Bei dem Möwen fühlte ich mich an „Findet Nemo erinnert“ ………“Meins !!! Meins !!! Meins !!“ Wann immer jemand ein Stückchen Brot ergattert hatte ging ein Hauen und Stechen auf Leben und Tod los. Und wenn der Delinquent es wagte, den Versuch zu unternehmen, in die Luft zu fliehen, führte dieses zu Luftkämpfen gegen die die Luftschlacht um England zu einem Kindergeburtstag degradiert wird.

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